Erläuternder Bericht
Vernehmlassung 2010/28: Botschaft zur Förderung der Kultur in den Jahren 2012-2015 (Kulturbotschaft) · 31 Seiten
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• Leseförderung (KB Ziff. 2.1.3.3)
Die vorgesehenen Massnahmen im Bereich Leseförderung werden grundsätzlich begrüsst.
TG; CVP, Grüne, SP; ACT, AdS, ASDEL, BibMed (aber Leseförderung hat nicht genügend Bedeutung in Kulturbotschaft), j+m, SC, SDLS, SIKJM (Begriff entspricht nicht aktuellem Forschungsstand: „literale Förderung“), SKkV, SMR, T+T
Es werden jedoch mehr Mittel verlangt.
CVP; ACT, ASDEL, SC, SDLS, SKkV, T+T, Zürich (kritisch)
Gewisse Teilnehmende erachten die selektive Förderung als am wirkungsvollsten.
Grüne; AdS, ASDEL
Mit dem Projekt „Succès livre et littérature” in der vorgeschlagenen Minimalvariante für CHF 1 Mio. pro Jahr sind insbesondere EDK und SSV nicht einverstanden. Es werden zusätzliche Mittel verlangt (CHF 6,5 Mio.), die aber keinesfalls zu Lasten der selektiven Förderung gehen dürfen.
BE; Grüne, SP; EDK, SSV; AdS, Genève (ähnlich), ASDEL, SBBV, SC
Die SP verlangt, angesichts der Unsicherheit durch die Verzögerung beim Weiterbildungsgesetz sei die Finanzierung der kulturellen Erwachsenenbildung (Förderung von Bildungsfernen, Elternbildung, Bekämpfung des Illettrismus) in jedem Fall sicherzustellen.
SP
SKV verlangt, dass nicht nur das Lesen gefördert, sondern Geburtshilfe für staatliche/private Stiftungen mit dem Ziel anspruchsvollen Schreibens geleistet wird.
SKV
Vereinzelt wird die Abschreibung parlamentarischer Vorstösse abgelehnt:
- 00.3466 Postulat Widmer. Funktionaler Analphabetismus.
Grüne; SC, SMS, T+T
- 09.3972 Motion WAK-S. Förderung von Schweizer Buchautoren
AdS
• Unterstützung der Fahrenden (KB Ziff. 2.1.3.4)
Die Förderung der fahrenden Lebensweise durch den Bund (mehr Standplätze erforderlich) wird begrüsst, es werden jedoch mehr Mittel verlangt (CHF 5 Mio.).
Grüne, SP; ZSF (Beitrag zur Unterstützung der Radgenossenschaft der Landstrasse und der Stiftung „Zukunft für Schweizer Fahrende“ [CHF 400'000]) soll um die Teuerung [10% seit 1997] ausgeglichen werden)
• Theater (KB Ziff. 2.2, 2.1.2.2 und 3)
Es wird gewünscht, dass unter Federführung des Bundes ein nationales Koordinations- bzw. Kooperationsmodell Bund/Kantone/Städte zur Förderung der Theaterszene – analog zur kooperativen Förderung beim Tanz (reso) - geschaffen wird.
GE (generell für Ausweitung des Modells); SP; ACT, Genève (Hinweis, dass Pro Helvetia Rückzug von Vereinbarung im Bereich Tanz angekündigt habe), SC, T+T
• Tanz (KB Ziff. 2.2, 2.1.2.2 und 3)
Zahlreiche Teilnehmende verlangen eine explizite Verankerung der Förderung des Tanznetzwerkes Reso in der Kulturbotschaft.
AI, AR, BL, FR, GE (ähnlich), JU, LU, NW, OW, SG, SH, TG, VD, VS, ZG; EDK, SSV; DS, Genève, reso, SBKV, SC, T+T
Einzelne Teilnehmende verlangen mehr Mittel für die Tanzförderung (CHF 3,3 Mio. pro Jahr).
DS, reso
ACT spricht sich dafür aus, dass in den Bereichen Theater und Tanz kein Unterschied zwischen subventionierten Häusern und Freier Szene gemacht wird.
ACT