Erläuternder Bericht

Vernehmlassung 2011/119: Entwurf des Berichts des Bundesrates zur Strategie Bevölkerungsschutz und Zivilschutz 2015+ · 71 Seiten

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Bericht des Bundesrates über den Bevölkerungsschutz und den Zivilschutz 2015+ Seite 30 _____________________________________________________________________________________

ebenfalls einen wichtigen Beitrag für das Verbundsystem Bevölkerungsschutz, ohne dass sie von ähnlichen Leistungen des Staates wie die Dienstpflichtigen profitieren können. Gerade bei grösseren Ereignissen ist aber deren Unterstützung wesentlich.

Bestände

In der folgenden Tabelle sind die Bestände der Partnerorganisationen ersichtlich (die Bestände des Gesundheitswesens und der technischen Betriebe lassen sich nicht beziffern, da es sich nicht um einheitliche oder einzelne Organisationen handelt):

Partnerorganisation Bestand

Polizei ca. 17 000

Feuerwehr ca. 101 000 (in ca. 1700 Organisationen), davon 1200 Berufsfeuerwehr-

leute in 14 Organisationen

Gesundheitswesen nicht bezifferbar (sanitätsdienstliches Rettungswesen ca. 2000)

Technische Betriebe nicht bezifferbar

Zivilschutz ca. 143 000 total (in 371 Organisationen)

ca. 76 000 Aktive

ca. 67 000 Personalreserve

Tabelle: Bestände Partnerorganisationen Bevölkerungsschutz

2.1.7 Ausbildung

Die Angehörigen der Blaulichtorganisationen Polizei, Feuerwehr und sanitätsdienstliches Rettungswesen werden nach eigenen Lehrplänen und Standards ausgebildet, wobei sich eine kantonsübergreifende Zusammenarbeit etabliert hat. Bei der Polizei etwa bietet das Schweizerische Polizei-Institut Weiterbildungs- und Kaderkurse sowie Ausbildungsmaterialien für alle Polizeikorps an, bei den Feuerwehren spielt die Feuerwehr-Koordination Schweiz (FKS) eine ähnliche Rolle.45 Bei all diesen Ausbildungen steht die Bewältigung von Alltags- und Grossereignissen im Zentrum.

Beim Zivilschutz erfolgt die Grundausbildung nach Vorgaben des Bundes in den Kantonen. Die Ausbildung der Zivilschutzkommandanten und deren Stellvertreter, der Kader und Spezialisten der Führungsunterstützung und des Kulturgüterschutzes sowie des Lehrpersonals für den Zivilschutz werden vom Bund durchgeführt.

Die Ausbildung der Führungsorgane ist uneinheitlich: Auf den Stufen Gemeinde und Region werden diese gemäss kantonalen Vorgaben ausgebildet; daneben gibt es auch Ausbildungsmodule des BABS und der Feuerwehr Koordination Schweiz. Hinzu kommen – je nach Kanton in unterschiedlicher Anzahl und Grösse – regelmässige Übungen auf Ebene der Kantone oder Regionen, teilweise in Zusammenarbeit mit weiteren Partnern (z. B. der Armee).

45 Die FKS erlässt die Reglemente zur Ausbildung der Feuerwehren. Die Aus- und Weiterbildung erfolgt auf der Grundlage der Reglemente und der kantonalen Vorgaben auf lokaler, regionaler und kantonaler, zum Teil interkantonaler Ebene; die Koordination der Ausbildung wird zunehmend in den vier Koordinationsregionen des Feuerwehrwesens koordiniert. Die Aus- und Weiterbildung aller 1200 Feuerwehrinstruktorinnen und -instruktoren obliegt auf gesamtschweizerischer Ebene der FKS.