Erläuternder Bericht
Vernehmlassung 2011/129: 10.470 Pa.Iv. Raumplanerische Rahmenbedingungen für die Lagerung einheimischer erneuerbarer Rohstoffe (von Siebenthal) · 10 Seiten
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grösseren Schneemengen längere Zeit nicht befahren werden können. Abklärungen zeigten, dass in den Kantonen eine Bandbreite von bewilligten gedeckten Holzschnitzellagern im Wald mit einem Volumen von 100 bis ca. 1‘000 Kubikmeter besteht. In einzelnen Fällen sind nach spezifischen Anforderungen auch grössere Bauten durch die Kantone bewilligt worden. Die Kommission stellt fest, dass die Praxis in den verschiedenen Kantonen also sehr unterschiedlich ist. Zudem stellt sie fest, dass ihr die aktuelle Bewilligungspraxis zu restriktiv ist (vgl. Kapitel 2.2).
Die Kommission verfolgt mit dieser Vorlage die Absicht, einerseits den Brennstoff Holz zu fördern und andererseits die kantonalen Praktiken zu vereinheitlichen.
1.3 Arbeiten der Kommission
Am 21. Juni 2011 hat die Kommission mit der Umsetzung der Initiative begonnen. Am 14. November 2011 hat sie den beiliegenden Vorentwurf einstimmig angenommen und danach in die Vernehmlassung geschickt.
Die Kommission wurde in ihren Arbeiten vom Eidgenössischen Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) unterstützt.
2 Grundzüge der Vorlage
2.1 Ausgangslage
Heizen mit Holz schützt das Klima und nutzt regional verfügbare und nachwachsende Ressourcen. Holz soll energetisch sinnvoll genutzt werden: zum Heizen oder zur Stromerzeugung mit Abwärmenutzung. Die Holzenergie hat seit 1990 trotz zeitweise schwierigen konjunkturellen Rahmenbedingungen und einem hart umkämpften Energiemarkt laufend Marktanteile gewonnen.
Während von Hand mit Stückholz oder mit Holzpellets betriebene Holzfeuerungen primär in privaten und kleinen Anlagen zum Einsatz kommen, sind automatische Holzschnitzelfeuerungen für Schulanlagen, Mehrzweckgebäude, Gewerbe- und Industriebauten ausgerichtet. Auch die Erschliessung von ganzen Wohnquartieren im Nahwärmeverbund ist ökologisch sinnvoll und wirtschaftlich konkurrenzfähig. Holzschnitzel werden vor allem aus dem Wald von Baumsortimenten mit niedriger Qualität oder geringer Dimension gewonnen. Daneben fallen Holzschnitzel auch als Restholz von Sägereien sowie aus Holz von der Landschaftspflege an.
In den vergangenen Jahrzehnten hat die Bereitstellung von Holzschnitzeln aus Waldholz stark zugenommen (vgl. Abb. 1).