Erläuternder Bericht
Vernehmlassung 2011/84: Revision der Eigenmittelverordnung (ERV; Basel III) · 87 Seiten
Fedlex · Erläuternder Bericht · Seite 69Fedlex · Erläuternder Bericht
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Abbildung 8: Geschätzte Basel III CET1-Quoten der Banken in der Schweiz (ohne Grossbanken), auf
Basis der heutigen Eigenmittelausstattung und konservativ angenommener 20% Steigerung der risikogewichten Positionen mit Übergang von Basel II.5 zu Basel III und zudem ohne Anwendung von bis 2019 laufenden Übergangsfristen.
Abbildung 8 zeigt, dass die überwältigende Mehrheit der Banken bereits heute über eine gute Eigenmittelausstattung verfügt und somit Kapitalquoten besitzt, die deutlich oberhalb kritischer Basel III Schwellenwerte für das harte Kernkapital liegen. Der Durchschnitt der ungewichteten CET1-Quoten der Nicht-Grossbanken ist mit 24% sehr hoch.
Die Tabelle 1 zeigt weitere Details. Es gibt nur eine Bank, welche die ab 2015 geltende Mindestanforderung von 4.5% CET1-Kapital im Verhältnis zu den geschätzten Basel III RWAs (wie gesagt konservativ angenommen zu +20% über heutigem Niveau) nicht erfüllt. Selbst unter der Annahme, dass Eigenmittelpuffer und antizyklischer Puffer bereits heute vollständig zu erfüllen wären, gäbe es nur 28 Banken, bei denen die entsprechende CET1-Quote von 9.5% nicht erfüllt wäre. Die kumulierte Kapitallücke dieser Banken ist mit CHF 1'677 Mio. sehr klein. Das entspricht knapp 2% des geschätzten CET1-Kapitals der Banken (ohne Grossbanken). Die Annahme, dass mit Basel III die RWA für Nicht-Grossbanken um 20% zunehmen, ist sehr konservativ. Bei einem angenommenen RWA-Anstieg von 10%, schrumpft die Anzahl der betroffenen Banken von 28 auf 16 und die Kapitallücke beträgt nur noch CHF 1‘067 Mio.
Das Fazit ist, dass, abgesehen von wenigen Ausnahmen, die Nicht-Grossbanken in der Schweiz bereits heute die Basel III Standards für hartes Kernkapital erfüllen. Angesichts grosszügiger Übergangsfristen bis zur definitiven Einführung von Basel III im Jahre 2019 kann offensichtlich klar davon ausgegangen werden, dass bis dahin alle Banken die neuen Basel III Standards erfüllen werden. Dies umso mehr als die angenommene 20%-ige Steigerung der RWA für die Nicht-Grossbanken sehr konservativ ist. Den QIS-CH-Ergebnissen zu Folge rechnen über 80% der befragten gut 40 Institute mit einer RWA-Steigerung von unter 10%. Unberücksichtigt ist dabei zudem, dass durch die Schweizer Umsetzung des internationalen Regelwerks die RWA bzw. die darauf basierenden Mindestanforderungen ceteris paribus überdies um 7-8% relativ zu heute sinken.
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