Erläuternder Bericht
Vernehmlassung 2013/104: Bundesgesetz über das Zentrum für Qualität in der obligatorischen Krankenpflegeversicherung · 75 Seiten
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Das Arbeitsprogramm der HAS wird jedes Jahr am Ende eines Planungsverfahrens in Absprache mit dem Ministerium für Arbeit, Beschäftigung und Gesundheit und der nationalen Krankenkasse der Arbeitnehmenden definiert.
Die HAS besteht aus sieben Fachkommissionen, drei operativen Direktionen, einem Generalsekretariat und Dienststellen. Sie umfasst 410 Vollzeit-Mitarbeitende und 3‘000 externe Experten und Gesundheitsfachleute, darunter etwa 700 Inspektoren. Die Mittel der HAS beliefen sich für das Jahr 2012 auf 62,25 Millionen Euro. Subventionen machen 93% davon aus (Staat 11%, staatliche Krankenkasse (caisse primaire d'assurance maladie, CPAM) 31%, zentrale Verwaltung der Sozialversicherungsträger (agence centrale des organismes de sécurité sociale, ACOSS) 51%). Die Eigenmittel der HAS stammen aus der Besteuerung von Medikamenten und Medizinprodukten (7%).4
Verbesserung des zweckmässigen Einsatzes von Leistungen ist angezeigt
International wie auch in der Schweiz ist festzustellen, dass regional sehr grosse Unterschiede in der Inanspruchnahme von Leistungen bestehen. Bekannte Beispiele sind regionale Unterschiede bei den Gebärmutter- oder Gelenksersatzoperationen, die nicht durch Morbiditätsfaktoren erklärbar sind. Internationale Vergleiche der OECD zeigen, dass die Schweiz in den proportional zu der Bevölkerung erbrachten Leistungen beispielsweise bei Hüftgelenksersatz, Prostataoperationen und Gebärmutterentfernungen hohe Raten aufweist. Auch bei den chronischen Krankheiten wie beispielsweise Diabetes, Osteoporose, Herz-Kreislauferkrankungen und Demenzerkrankungen, die bereits heute rund 70-80% der Gesundheitskosten verursachen, bestehen internationale Anstrengungen, die medizinische Betreuung mit dem Ziel zu verbessern, einen grösseren Anteil der Personen eine den wissenschaftlichen Erkenntnissen entsprechende diagnostische und therapeutische Betreuung zukommen zu lassen. Nur mit einer Verbesserung des angemessenen Einsatzes der jeweils geeignetsten Leistungen und mit der damit verbundenen Steigerung der Qualität und der Effizienz der Versorgung können Ressourcen besser genutzt und nachhaltig die Finanzierung eines hochstehenden Gesundheitswesens gewährleistet werden.
Wachsende Herausforderungen
Die demographische Entwicklung mit einem wachsenden Anteil an Personen mit gesundheitlichen Einschränkungen sowie Multimorbidität ist eine Herausforderung für unsere Gesellschaft. Veränderungen des Lebensstils insbesondere im Bereich Bewegung und Ernährung führen zu höheren Gesundheitsrisiken. Der medizinischtechnologische Fortschritt eröffnet immer mehr diagnostische und therapeutische Möglichkeiten. Die zunehmende Spezialisierung und daraus resultierende Fragmentierung in der Behandlung führt zu wachsenden Herausforderungen in der Koordination und umfassender Behandlung des Menschen.
Handlungsbedarf
Damit den genannten Herausforderungen begegnet werden kann und der Zugang zu einer qualitativ hochstehenden Gesundheitsversorgung auch in Zukunft finanziell tragbar bleibt, sind vermehrt Anstrengungen zur Förderung der Qualität und Patientensicherheit notwendig. Sicherzustellen ist weiter, dass die bezüglich Wirksamkeit,
4 vergleiche www.has-sante.fr