Erläuternder Bericht
Vernehmlassung 2013/104: Bundesgesetz über das Zentrum für Qualität in der obligatorischen Krankenpflegeversicherung · 75 Seiten
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SNHTA
Das „Swiss Network for Health Technology Assessment“ (SNHTA) wurde im Jahr 1999 aus der Initiative des damals für den Leistungsbezeichnungsprozess zuständigen Bundesamtes für Sozialversicherung (BSV) gegründet. Mitglieder sind Institutionen des Bundes wie das BAG, die Kommission für Technologie und Innovation (KTI), der Schweizerische Nationalfonds (SNF), das Zentrum für Technologiefolgeabschätzung der Akademien der Wissenschaften Schweiz, universitäre Institute und Universitätsspitäler, die im Bereich HTA aktiv sind, die Verbindung der Schweizer Ärztinnen und Ärzte (FMH), die Schweizerische Arbeitsgemeinschaft für klinische Krebsforschung (SAKK), die Sektion Gesundheit des Gesundheits- und Sozialdepartements des Kantons Tessin und die Schweizerische Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren (GDK). Das SNHTA bezweckt die Förderung von HTA-Projekten, den Austausch und die Verbreitung von Informationen, von Expertise und Berichten zu HTA, Kooperationen unter den Mitgliedern zur Vermeidung von Doppelspurigkeiten und Kooperationen mit europäischen HTA-Netzwerken und -Projekten.
Swiss Medical Board
Das Swiss Medical Board ist in Zusammenhang mit einem Projekt der Gesundheitsdirektion Zürich entstanden und wird von der GDK, der FMH, der Schweizerischen Akademie der Medizinischen Wissenschaften (SAMW) sowie seit 2012 auch von der Regierung des Fürstentums Liechtenstein getragen. Das Swiss Medical Board geht der Frage nach dem Mehrwert – unter Betrachtung der Kosten-Wirksamkeits-Relation – einer Behandlungsform gegenüber einer anderen nach. In einer Gesamtwürdigung werden medizinische, ökonomische, ethische und rechtliche Aspekte einbezogen. Es stützt sich auf Erkenntnisse aus wissenschaftlichen Studien und folgt für die Kosten-Wirksamkeits-Analysen und die Güterabwägung einer festgelegten Methodik. Zur Auswahl der Fragestellungen wurden Prozesse und Kriterien definiert. Seit 2009 hat es 10 Fachberichte publiziert.
SwissHTA
Das Projekt SwissHTA wurde von den Verbänden santésuisse und Interpharma im Herbst 2010 lanciert mit dem Ziel der Erarbeitung eines Schweizer Konsenspapiers für den Einsatz und die Ausgestaltung von Health Technology Assessments, das den aktuellen Stand der einschlägigen wissenschaftlichen Entwicklung und die in anderen Ländern gemachten Erfahrungen mit der Anwendung von HTAs reflektiert. Unter dieser Trägerschaft sowie den im Projektverlauf dazu gestossenen FMH und SAMW wurde im November 2011 ein Konsensus-Papier sowie zwischen November 2012 und Februar 2013 sechs Umsetzungspapiere veröffentlicht.18
1.5 Parlamentarische Vorstösse
Zusätzlich zur bereits erwähnten Motion der Kommission für Soziale Sicherheit und Gesundheit des Nationalrates (SGK-N) „Qualitätssicherung und Patientensicherheit“ (04.3624) und den Empfehlungen der Geschäftsprüfungskommission des Ständera-
18 www.swisshta.ch/index.php/Konsens.html