Vorlage

Vernehmlassung 2013/41: Teilrevision der Ausführungsbestimmungen zur Eisenbahnverordnung (AB-EBV) und der Verordnung des UVEK über die technischen Anforderungen an die behindertengerechte Gestaltung des öffentlichen Verkehrs (VAböV) · 343 Seiten

Fedlex · Vorlage · Seite 198Fedlex · Vorlage

Kapitel: Fahrzeuge Blatt Nr.: 5

Abschnitt: Grundlagen des Fahrzeugbaus

Artikel: Bremsen Ausgabe: 01.07.2010

(AB 49.1bis.b)

5 Sofern ihre Betätigung mittels Kurbel oder Handrad erfolgt, muss sie A z Z N S T

so eingerichtet sein, dass die Bremskraft vergrössert wird, wenn Kur-

bel oder Handrad im Uhrzeigersinn gedreht werden.

6 Für die Berechnung sind in der Regel anzunehmen: A z Z N S T

6.1 500 N Kraft an der Kurbel bei zweihändig bedienbaren Bremskurbeln;

6.2 200 N Kraft an der Kurbel bei einhändig bedienbaren Bremskurbeln;

6.3 Wirkungsgrad des Bremsgestänges: ca. 97 % pro Hebel;

6.4 Wirkungsgrad der Bremsspindel : 29 bis 42 %, je nach Gewinde-

form und Steigung.

6.5 Ausser bei Triebfahrzeugen darf ein Übersetzungsverhältnis von

1'400 : 1 in der Regel nicht überschritten werden.

7 Das Bremsgewicht der Feststellbremse (sog. "Handbremsgewicht") ist A z Z N S T

wie folgt zu berechnen:

F ⋅⋅⋅⋅ü ⋅⋅⋅⋅ ηηηη BH ==== ⋅⋅⋅⋅ c ⋅⋅⋅⋅ f 9,81

BH "Handbremsgewicht" in t

F Kraft am Betätigungsorgan (z.B. Handrad, Feder-

speicherzylinder) in kN

ü Gesamtübersetzung (Spindel, Gestänge, Wirkdurch-

messerverhältnis bei Scheibenbremsen)

η Gesamtwirkungsgrad (Spindel, Gestänge)

10

c Erfahrungswert =

6

f Material- und Konstruktionsfaktor:

Graugussbremsklötze: f = 1

Kunststoffbremsklötze und -beläge bei Scheibenbremsen:

f = 2/3 (μo ≥ 0,25 bei sog. "K"-Sohlen)

bis

f= 1/3 (μo = 0,15 bei sog. "L"-Sohlen)

Zeichenerklärung: A=Adhäsion, z od. Z=Zahnrad, zZ= alle Neigungen, z≤125 ‰, Z>125 ‰;

N=Normalspur, S=Schmalspur, T=Strassenbahn (Trambahn),

L=nur Triebfahrzeuge

Fortsetzung Blatt Nr. 5