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Vernehmlassung 2013/41: Teilrevision der Ausführungsbestimmungen zur Eisenbahnverordnung (AB-EBV) und der Verordnung des UVEK über die technischen Anforderungen an die behindertengerechte Gestaltung des öffentlichen Verkehrs (VAböV) · 343 Seiten

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Kapitel: Fahrzeuge Blatt Nr.: 3

Abschnitt: Triebfahrzeuge und Zugskompositionen der Zahnradbahnen

Artikel: Bremsen Ausgabe: 01.07.2010

AB 60.2

1 Mechanische Anhaltebremsen: z Z N S

AB 60.2.a

1 Als reine Zahnradbremse gilt eine Bremse beliebiger Anordnung, de- z Z N S

ren Bremskraft rein formschlüssig auf das Zahnrad und damit auf die

Zahnstange übertragen wird.

1.1 Bei nicht trennbarer Kupplung von Adhäsions- und Zahnradantrieb z Z N S

(sog. verkuppelter Antrieb) gilt auch die Adhäsionsbremse als reine

Zahnradbremse.

2 Die reine Zahnradbremse z Z N S

2.1 darf nur dann auf die einzelnen Fahrzeuge einer Zugskomposition z Z N S

verteilt werden, sofern dieselbe betrieblich nicht verändert wird, die

Instandhaltung der ganzen Komposition nach den für Triebfahrzeuge

geltenden Vorschriften erfolgt und die Bremskraft jedes Fahrzeuges

entsprechend seinem Gewicht bemessen ist.

2.1.1 Mit dem Wortlaut "betrieblich nicht verändert wird" ist gemeint, dass z Z N S

eine solche Komposition nur durch qualifiziertes Personal im Depot

oder in einer Werkstätte in ihrer Grösse verändert werden darf. Da-

durch wird zum einwandfreien Funktionieren dieser Bremse beigetra-

gen.

2.1.2 Die vereinigte Führung von Zugskompositionen dieser Art ist grund- z Z N S

sätzlich zulässig (vgl. Art. 61 Abs. 2).

2.2 In allen andern Fällen darf diese Bremse nur auf die Triebfahrzeuge z Z N S

der Komposition wirken.

3 Die andere mechanische Anhaltebremse darf wie folgt gebaut sein: z Z N S

3.1 Als kombinierte Zahnrad- und Adhäsionsbremse, die auf die Komposi- z Z N S

tion verteilt ist, d.h. auch auf die Wagen wirkt.

3.1.1 Der Anteil der Adhäsionsbremse darf durch Magnetschienenbremsen z Z N S

unterstützt werden, wenn folgende Bedingungen erfüllt sind:

3.1.1.1 Die Komposition verkehrt auf der gleichen Strecke auch auf reinen z Z N S

Adhäsionsabschnitten mit unabhängigem Bahnkörper, mit Neigungen

von mehr als 60 ‰.

3.1.1.2 Die Ansteuerung der Magnetschienenbremsen erfolgt nach den z Z N S

Grundsätzen gemäss AB 48.4 Ziffer 3 ff.

3.2 Auf Neigungen bis höchstens 90 ‰ als reine Adhäsionsbremse, die z Z N S

auf die Komposition verteilt sein muss, d.h. auf alle Fahrzeuge wirken

muss.

4 Für den Betrieb auf Zahnstangenstrecken muss bei der hierfür speziel- z Z N S

len Auslegung der Bremskraft-Anteile der Adhäsions- und Zahnrad-

bremsen berücksichtigt werden,

4.1 dass auf den grossen Gefällen Radsätze entlastet werden, wodurch z Z N S

Zeichenerklärung: A=Adhäsion, z od. Z=Zahnrad, zZ= alle Neigungen, z≤125 ‰, Z>125 ‰;

N=Normalspur, S=Schmalspur, T=Strassenbahn (Trambahn),

L=nur Triebfahrzeuge