Ergebnisbericht

Vernehmlassung 2013/59: Änderung der Raumplanungsverordnung (inkl. Technische Richtlinien Bauzonen und Ergänzung des Leitfadens für die kantonale Richtplanung) · 50 Seiten

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Referenz/Aktenzeichen: N081-0034

1.3 Artikel 30a

1.3.1 Allgemein

Wir beantragen, den Artikel zu streichen (AI, AR, BE, FR, GL, GR, JU, LU, NE, NW, SG, SH, TG, TI, UR, VD, VS, ZG; CVP, SVP; sgv; bauenschweiz, BPUK, Gastro Suisse,

Gewerbe LU, IGS, KPK, SBMV, SVIT; Delémont, USPI, VSGU, VSLG) bzw. wir lehnen ihn ab (FRI). Er ist durch einen neuen Absatz in Artikel 5a zu ersetzen, der präzisiert, dass die für die Nutzungspläne anwendbare Dimensionierungsmethode ein obligatorischer Inhalt des kantonalen Richtplans darstellen muss (FR).

Wir halten die vorgesehene Methode für zweckmässig (SSV) bzw. hinreichend plausibel (RZU, ZPG, ZPZ). Wir begrüssen die Beschränkung der Bauzonengrössen auf den

statistischen Zentralwert der Gemeinden des gleichen Typs (SO). Massgebend soll nicht der Medianwert sein, sondern der flächeneffizienteste Viertel der vergleichbaren

Gebietseinheiten (EVP, glp, SPS; HVCH, Pro Natura, SL, VCS, WWF). Die beanspruchte Fläche, die sich der Kanton höchstens anrechnen lassen darf, darf in keinem Fall höher als 400 m2 (EVP, SPS; HVCH, Pro Natura, SL, VCS, WWF) bzw. 300 m2 (glp) pro Einwohnerin und Einwohner und pro beschäftigter Person sein.

Die Bestimmung ist aus kompetenzrechtlicher Sicht zu überprüfen und der Inhalt,

zumindest teilweise, auf die TRB und die E-LRB zu beschränken (TI; VLP-ASPAN).

Es ist zu prüfen, inwieweit die vorgeschlagene Berechnungsmethodik um einen

konzeptionell-qualitativen Rahmen erweitert werden könnte, der auf dem Raumkonzept Schweiz beruhen könnte; dieser ergänzende Ansatz könnte dazu dienen, Prioritäten und Schwerpunkte der räumlichen Entwicklung zu bestimmen (ERR; RZU, Stadt Zürich, ZPG).

Die Differenzierung von Wohn-, Misch- und Zentrumszonen einerseits und Arbeitszonen

andererseits ergibt sich nicht unmittelbar aus dem Gesetzestext; sie ist aber nachvollziehbar und dürfte auch rechtmässig sein (SO), bzw. sie ist zweckmässig (SSV).

Von Bundesrechts wegen sind die einzuhaltenden Rahmenbedingungen für alle Arten von Bauzonen gleich (AI, AR, GL, GR, JU, LU, SG, SH, TG, UR, ZG; CVP, SVP; sgv;

bauenschweiz, BPUK, IGS, KPK, SVIT; Delémont). Eine unterschiedliche Behandlung von Wohn-, Misch- und Zentrumszonen einerseits und Arbeitszonen andererseits ist nicht

sachgerecht (AI, AR, GL, GR, JU, LU, NW, SG, SH, TG, TI, UR, VS, ZG; CVP;

bauenschweiz, BPUK, IGS, KPK, Delémont, SGS) bzw. stützt sich auf eine Unterscheidung, die das Gesetz nicht macht (FR; SVIT, VLP-ASPAN).

Die Vorgabe der Ausrichtung auf den voraussichtlichen Bedarf von 15 Jahren ist

ausreichend (AR, BL, GL, GR, GR, JU, LU, NE, SH, TG, UR, ZG; CVP; bauenschweiz,

BPUK, Delémont, IGS, KPK). Die Einzelheiten der Berechnungsart gehören in die TRB (AG, AI, AR, BE, BL, GL, GR, JU, LU, OW, SG, SH, TG, UR, ZG; CVP, SVP; sgv; bauenschweiz, BPUK, IGS, KPK, SBMV, SVIT; Delémont). Das Überführen weiter Teile der TRB in die RPV ist rechtlich problematisch, weil die Richtlinien damit Rechtssatzcharakter erhalten (VLP-ASPAN).

Bei der Bestimmung der Grösse und Lage der gesamtkantonalen Bauzonen wie auch bei möglichen Neueinzonungen muss auch die Bodenqualität berücksichtigt werden, mit dem Ziel, die besten Böden zu schonen (SBV; AgorA, AGRO BVA, BVBB, BVSH, FBV, ZBV).

1.3.2 Absatz 1

Die Arbeitszonen müssen auch genannt werden (pusch, RWU, SGS, SVS). Statt die

einzelnen Zonen zu nennen, besser von „die verschiedenen Bauzonen » sprechen (UFS).

16/50 412/2004-00920/41/22/10/N081-0034