Ergebnisbericht

Vernehmlassung 2014/126: Änderung des Berufsbildungsgesetzes (BBG): Stärkung der höheren Berufsbildung · 52 Seiten

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Vernehmlassung zur Änderung des Berufsbildungsgesetzes (BBG): Stärkung der höheren Berufsbildung

Nach Ansicht von BSB und PK Holz, pr suisse und SVV minimiere die Auszahlung der Beiträge nach Kursabsolvierung, aber vor der Prüfungsablegung allfällige Zahlungsengpässe der Teilnehmenden im Vergleich zu einer Auszahlung nach der Ablegung der eidgenössischen Prüfung nur unwesentlich. Die Anknüpfung des Auszahlungszeitpunktes an das Absolvieren der Prüfung sei daher zu begrüssen.

Meldeliste

Dachverbände der Wirtschaft

SGB unterstützt die Etablierung einer Meldeliste durch den Bund. Das genaue Verfahren dazu sei aber noch zu definieren.

Für SGV widerspricht die Meldeliste dem System und sollte gestrichen werden, da die vorbereitenden Kurse freiwillig und non-formal seien. Wenn schon eine solche Meldeliste geführt werde, müssten die eingetragenen Kurse gewissen formalen Anforderungen genügen und die Trägerorganisationen müssten die Möglichkeit haben, einen Kursanbieter, der diese Kriterien nicht erfüllt, abzulehnen. Jedoch wäre der Aufwand für die Trägerschaften für die Überprüfung unsinnig und unverhältnismässig.

KFMV fordert die Streichung der Meldeliste. Anbieter, welche nicht auf diese Liste gelangten, würden auf dem Bildungsmarkt keine Zukunft haben und somit alles tun, um über juristische Mittel auf eine entsprechende Meldeliste zu gelangen. Hierzu fehlten auch allfällige Definitionen und Zuständigkeiten bei Rekursen. Zudem impliziere die Meldeliste eine durch die Trägerschaft durchzuführende Qualitätskontrolle. Diese ergebe eine unerwünschte Rollenvermischung für die Trägerschaften.

SAV lehnt die Meldeliste weitgehend ab, denn sie könne zu einer unerwünschten «Akkreditierung light» führen. Die erhoffte Transparenz und Entscheidungshilfe für Weiterbildungswillige könne kaum erreicht werden. Milizträgerschaften würden mit den wirtschaftlichen Interessen professioneller Anbieter konfrontiert. Zudem würde die Meldeliste Ziel- und Rollenkonflikte fördern, wenn Prüfungsträger gleichzeitig auch Bildungsträger seien.

Gesamtschweizerisch koordinierende Gremien

Dualstark, SVEB und VSP setzen sich für eine Abschaffung der Meldeliste ein. Einerseits scheine sie faktisch die Akkreditierung der Bildungsanbieter zu ersetzen, anderseits könnten Trägerschaften in einen ernsthaften Konflikt bezüglich des damit generierten Aufwandes geraten. Die klare Definition eines für die Meldeliste gültigen vorbereitenden Kurses fehle bisher und werde in der konkreten Umsetzung aufgrund der Vielfalt in der HBB zu Problemen führen.

eduS versteht die Meldeliste als Akkreditierungsinstrument für vorbereitende Kurse durch die Trägerschaften. Es fehlten klare Kriterien für die Aufnahme auf der Meldeliste und das Rekursrecht. Das Verfahren sei zudem mit einem hohen Aufwand für die Trägerschaften verbunden. eduS setzt sich dafür ein, Kursangebote frei von allfälliger Willkür und subjektiv getroffenen Kriterien dem Nachfragenden zur Verfügung zu stellen.

Trägerschaften und interessierte Kreise

SBC begrüsst die Meldeliste, soweit sie die Unabhängigkeit der einzelnen Anbieter wahre und die vorbereitenden Kurse weiterhin keiner staatlichen Kontrolle unterzogen würden. Um eine Ausuferung von Kursen beliebiger Dritter zu verhindern, seien lediglich von den zuständigen OdA anerkannte Anbieter von vorbereitenden Kursen auf die Meldeliste zu setzen.

Gemäss FER sollten nicht die Trägerschaften sondern eine neutrale Stelle mit der Aufgabe betraut werden zu entscheiden, welche vorbereitenden Kurse auf die Meldeliste aufgenommen werden.

Laut VSEI, ASTAG, BDS, viscom, R-Suisse und SMGV müsste die Aufnahme auf der Meldeliste mit der Erfüllung gewisser formaler Anforderungen verbunden sein. Eine Überprüfung von einzelnen Modulen von vorbereitenden Kursen durch die Prüfungsorganisationen sei nicht sinnvoll und würde einen unverhältnismässigen Aufwand bedeuten. Die Meldeliste widerspreche zudem dem Prinzip, dass vorbereitende Kurse eigentlich freiwillig und nicht reglementiert seien.

CP, FMP und uspi suisse sprechen sich für die Abschaffung der Meldeliste aus. Sie habe einen deklaratorischen Charakter, der zu einer unerwünschten Normierung und Reglementierung der vorbereitenden Kurse führen und die freie Marktwirtschaft untergraben würde. Zudem sei eine solche durch den Bund geführte Liste nie auf dem neusten Stand und könne keine Qualität garantieren. Ausserdem werden die Kompetenzen, Unparteilichkeit und Strukturen der Trägerschaften angezweifelt, um über die

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