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Vernehmlassung 2015/56: Gesamtschau Sportförderung des Bundes · 46 Seiten

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und -athleten mit grosser medialer Ausstrahlung. Sportarten ohne spezielles Vermarktungspotential und weniger bekannte Athletinnen und Athleten sind auf privates Mäzenatentum und öffentliche Unterstützung angewiesen.

Fernsehübertragungen steigern den Wert der Sponsoringrechte. Entsprechend nimmt die hohe mediale Bedeutung von Sportarten wie Fussball, Eishockey oder Formel 1 weiter zu. Demgegenüber verlieren Traditionssportarten wie Leichtathletik, Radsport, Reiten, Rudern, Turnen oder Schwimmen an Bedeutung. Sportarten ohne grosses Vermarktungspotential sind in der Regel finanzschwach und müssen ihr Budget vorab über Lizenz- und Mitgliedergebühren finanzieren.

Die Aktivitäten von Swiss Olympic sind massgeblich durch Beiträge der Lotteriegesellschaften und der Eidgenossenschaft finanziert. Zum Budget 2014 in der Höhe von 45 Millionen Franken steuern die Sport-Toto-Gesellschaft 25 Millionen und der Bund 10 Millionen Franken bei. Auf dem Werbemarkt sieht Swiss Olympic weitgehend davon ab, mit den Mitgliedverbänden in Konkurrenz zu treten. Entsprechend bescheiden sind die direkten Werbeeinnahmen des Dachverbands.

Das finanzielle Engagement der Eidgenossenschaft für den Leistungssport beläuft sich auf rund 44 Millionen Franken pro Jahr. Dieser Betrag setzt sich zusammen aus Subventionen (Verbände, Programme), Aufwendungen für Personal, Dienstleistungen und Infrastruktur (Magglingen und Tenero). Der Bundesbeitrag an die Sportverbände beträgt seit über zehn Jahren unverändert 4 Millionen Franken. Zusammen mit den Fördermitteln der Lotterien bildet die finanzielle Unterstützung durch den Bund das finanzielle Rückgrat für den Leistungssport der meisten Sportverbände.

Die Landeslotterien „Swisslos“ und „Loterie Romande“ schütteten im Jahr 2013 einen Gewinn von 570 Millionen Franken aus. Von diesem Gesamtbetrag erhielt der Breiten- und Leistungssport einen Anteil von 140 Millionen Franken (25%). Ungefähr ein Viertel dieser Mittel (35 Millionen) floss schliesslich in den Leistungssport zur Unterstützung von Verbänden und Athleten.

Die kantonale Förderung des Leistungssports findet einerseits über den allgemeinen Staatshaushalt und anderseits über die - von den beiden Lotteriegesellschaften - alimentierten Lotteriefonds statt. Von den 140 Millionen Franken, welche die Lotterien für den Sport bereitstellen, gehen über 100 Millionen Franken an die Sportfonds der Kantone. Soweit die Lotteriegesellschaften in den vergangenen Jahren die Beiträge an den Sport erhöht haben, gingen die Erhöhungen zu rund drei Viertel an die kantonalen Sportfonds und zu rund einem Viertel an Swiss Olympic und die nationalen Sportverbände.

Das Ausmass der Förderung variiert von Kanton zu Kanton erheblich. Verlässliche Zahlen über den gesamten finanziellen Aufwand der Kantone zugunsten des Leistungssports sind nur beschränkt verfügbar. Erhebungen im Rahmen der SPLISS-Studie zeigen, dass die Kantone rund 18% ihrer Sportfördergelder für den Nachwuchsleistungs- und Spitzensport (inklusive Anteil für Sportinfrastrukturen) einsetzen.

Grosse Unterschiede hinsichtlich des Förderungsumfangs bestehen auch auf kommunaler Ebene. In der Regel tragen die Gemeinden einen grossen Teil der Investitions- und Betriebskosten der Sportinfrastrukturen. Sodann ist es üblich, dass die Gemeinden die Sportvereine direkt oder indirekt unterstützen. Eine wichtige Rolle im Bereich der Leistungssportförderung können vor allem grössere Gemeinden und Städte spielen. Konsolidierte Zahlen zur gesamthaften kommunalen Unterstützung des Leistungssports existieren nicht.

5.3.2 Finanzielle Situation der Förderadressaten

Adressaten der Unterstützungsleistungen des Bundes im Bereich des Leistungssports sind