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Vernehmlassung 2015/56: Gesamtschau Sportförderung des Bundes · 46 Seiten
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nebst Swiss Olympic, den Sportverbänden sowie den Veranstaltern von internationalen Sportwettkämpfen und den Betreibern von Sportanlagen vor allem rund 15‘000 Nachwuchs- und Eliteathletinnen und -athleten sowie etwa 2‘000 Trainerpersonen. Rund die Hälfte der Bundesmittel werden für die Erbringung von Dienstleistungen, Forschung und Entwicklung sowie Ausbildungsprogramme eingesetzt (23 Millionen Franken). Die andere Hälfte betrifft Transferzahlungen an Swiss Olympic, die Sportverbände und Organisatoren der J+S-Nachwuchsförderung (Vereine, Regionalverbände) (21 Millionen Franken). Die an den Leistungssport adressierten Mittel der Lotterien werden über Swiss Olympic zweckgebunden an die Verbände weitergeleitet bzw. für die Schweizer Delegationen an den Olympischen Spielen eingesetzt.
Die Finanzsituation der Sportverbände ist generell angespannt. Nur wenige Sportverbände bewegen sich auf finanziell gesichertem Boden. Zahlreiche Verbände befinden sich permanent in einem finanziellen Überlebenskampf. Entsprechend sind sie nur beschränkt oder gar nicht in der Lage, die besten Athletinnen und Athleten ihrer Sportart so zu unterstützen, dass diese auf der Grundlage einer finanziell gesicherten Existenz die bestmögliche Leistung erbringen können. Im Jahre 2011 zählte die Schweiz rund 1‘500 Elitesportlerinnen und -sportler. Lediglich ein Drittel der im Rahmen der SPLISS-Studie befragten Schweizer Elitesportlerinnen und -sportler konzentriert sich zu 100% auf den Sport. Trotz einzelner hoher Einkommen verdient die Hälfte aller Schweizer Profisportlerinnen und -sportler weniger als 23‘000 Franken pro Jahr. Zur Sicherung ihrer Existenz sind sie deshalb auf weitere Einnahmequellen - meist auf die Unterstützung des Elternhauses - angewiesen.
Die anderen zwei Drittel der Athletinnen und Athleten betreiben den Leistungssport im Teilzeitpensum nebenberuflich oder studieren bzw. arbeiten zu 100% und trainieren ausschliesslich in ihrer Freizeit. Die Erhebungen der erwähnten Studie zeigen, dass nur gerade 25% der befragten Eliteathletinnen und -athleten auf der Grundlage ihrer Sport- und Berufstätigkeit ein 50‘000 Franken übersteigendes Jahreseinkommen erzielen. Rund die Hälfte der befragten Athletinnen und Athleten verdient weniger als 14‘000 Franken pro Jahr. Viele Athletinnen und Athleten sind darum auch nicht in der Lage, ihre berufliche Vorsorge zu finanzieren.
Die rund 400 Sportsoldaten, die die Rekrutenschule, Wiederholungskurse und ausserordentliche Diensttage für den Spitzensport nutzen können, profitieren nicht nur von optimalen Trainingsbedingungen, sondern auch von Unterstützungsgeldern durch die EO im Umfang von insgesamt rund 2 Millionen Franken pro Jahr (Zahl für 2014).
Die Relation zwischen Einkommen und Erfolg ist insoweit von Bedeutung, als beispielsweise alle Schweizer Medaillengewinner der Olympischen Sommerspiele 2012 finanziell gut dotierten Fördergefässen angehörten. In finanzieller Hinsicht repräsentieren diese Athleten nicht den Regel-, sondern den Ausnahmefall des schweizerischen Fördersystems.
Bei den Trainerpersonen präsentiert sich die Situation ähnlich. Von den 400 besten Elite- und Nachwuchstrainerpersonen, die an der SPLISS-Studie teilgenommen haben, arbeiten lediglich 47% in einer Vollzeitstelle als Trainer. Trainermandate im Nebenamt sind in allen Sportarten verbreitet. Das Jahreseinkommen einer vollamtlichen Trainerperson beträgt bei generell hoher Arbeitsbelastung rund Fr. 65‘000.- (Mittelwert). Dieser Wert liegt unter dem vergleichbaren schweizerischen Mittelwert von 77‘000.- pro Jahr (Berufsabschluss und unteres Kader). Besonders unbefriedigend sind Anstellungsverhältnisse und finanzielle Entschädigung der Trainerpersonen im Nachwuchsbereich, wo die Rekrutierungsprobleme entsprechend auch besonders gross sind.