Erläuternder Bericht
Vernehmlassung 2017/7: Änderung des Bankengesetzes und der Bankenverordnung (Fintech) · 42 Seiten
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Crowdlending wird den Geldnehmern Eigenkapital zur Verfügung gestellt. Diese Finanzierungsform wird regelmässig von Start-ups genutzt, welche über die konventionellen Kanäle des Finanzmarkts keine Finanzierung erhalten (Equity-based Crowdfunding).
1.1.1.4 Zahlungsverkehr
Neuartige Zahlungsdienstleistungen werden primär bei Zahlungen zwischen privaten Endkunden (Peer-to-Peer, P2P) oder Zahlungen zwischen privaten Endkunden und Unternehmen (Peer-to-business, P2B) angeboten. Während es sich bei P2P-Zahlungen meist um reine Geldüberweisungen handelt, kommen P2B-Zahlungen hauptsächlich beim Bezug von Waren oder Dienstleistungen (bspw. an der Kasse oder im Internet, sog. E-Commerce) zur Anwendung.
Neuartige Zahlungsdienstleistungen können hinsichtlich folgender Aspekte variieren:
– Zugangstechnik: Zahlungen können sowohl vor Ort (Präsenzgeschäft, bspw. an der Kasse) als auch über Distanz (bspw. über das Internet) erfolgen. Beim Präsenzgeschäft kann weiter zwischen Kontaktzahlungen und kontaktlosen Zahlungen unterschieden werden. Kontaktzahlungen sind bspw. Kartenzahlungen, die über den elektronischen oder magnetischen Kontakt zwischen Kassenterminal und Chip auf der Karte funktionieren. Bei kontaktlosen Zahlungen im Nahbereich wird die Information bspw. über die near field communication (NFC) oder Bluetooth-Technologie übertragen.
– Zugangsgerät: Als Zugangsgeräte bei neuartigen Zahlungsdienstleistungen dienen hauptsächlich Smartphones, Tablets oder PCs. Auch Kartenzahlungen können kontaktlos mit einem Smartphone als Zugangsgerät ausgelöst werden. In diesem Fall wird die Karteninformation vom Smartphone an das Terminal bspw. über NFC übertragen.
– Zugangskanal: Als Zugangskanal für neuartige Zahlungsdienstleistungen dienen primär die Terminals am Verkaufspunkt, das Internet und das Mobilfunknetz. Jedoch können auch andere Zugangskanäle (bspw. Geldautomaten) zum Einsatz kommen. Oft werden bei neuartigen Zahlungsdienstleistungen auch mehrere dieser Kanäle kombiniert.
Auch bei neuartigen Zahlungsdienstleistungen kommt im Hintergrund primär die bereits bestehende Zahlungsinfrastruktur zum Einsatz, indem sie oft nach den Regeln und Verfahren der Zahlungskarten-Schemes (Kredit- oder Debitkarten) verarbeitet oder als Überweisungen oder Lastschriften über eine bestehende Infrastruktur abgewickelt werden.
Im weitesten Sinne ebenfalls zum Bereich des Zahlungsverkehrs zählen lassen sich die Zahlungsauslösedienste und Kontoinformationsdienste. Zahlungsauslösedienste ermöglichen es einer Kundin oder einem Kunden, bei Abschluss eines Geschäfts im Internet die Zahlung direkt im Internet auszulösen. Bei den Geschäftsmodellen einiger Dienstleister wird der Kunde vom Online-Händler auf die Webseite des Auslösedienstes weitergeleitet. Dieser greift wiederum beim kontoführenden Zah-