Ergebnisbericht

Vernehmlassung 2017/71: 15.468 Pa.Iv. «Stärkung der Selbstverantwortung im KVG» · 17 Seiten

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Assura betrachtet die erwarteten Einsparungen als zu gering im Verhältnis zu den Umsetzungsproblemen (siehe Minderheitsantrag und Übergangsbestimmung).

Befürchtung, dass mehr Versicherte tiefe Franchisen wählen und die Selbstverantwor-

tung damit geschwächt wird

BE, FR, GL, SO, TI, SPS, curafutura, economiesuisse, mfe, Kf, Ombudsstelle, SKS, FER, Schulden, viele Studierende UZH befürchten, dass mehr Versicherte tiefere Franchisen wählen und danach mehr Leistungen beziehen und somit höhere Kosten verursachen.

AR weist darauf hin, dass nicht zuverlässig abgeschätzt werden kann, wie die Vorlage auf das Verhalten der Versicherten wirken wird.

Mehr Leistungsverzicht und damit Mehrkosten wegen verspäteter Behandlung

FR, GE, GL, NE, VD, SPS, FMH, FRC, SGB, SKS, VSAO, Diabetes CH/BS/GE/VD/VS, Handicap, Schulden, Sida, viele Studierende UZH befürchten, dass Versicherte aus finanziellen Gründen auf erforderliche Behandlungen verzichten und deshalb später aufwändiger behandelt werden müssen.

Befürchtung negativer Auswirkungen auf die Versicherten

GE, FRC, SKS, VSAO, Handicap, Schulden, Sida befürchten, dass Versicherte, die hohe Franchisen übernehmen müssen, in finanzielle Schwierigkeiten geraten.

TI befürchtet, dass Versicherten, die bereits heute sehr solidarisch sind, insbesondere jungen Familien, die Sparmöglichkeit der Wahlfranchisen erschwert wird.

GPS, SPS befürchten eine weitere Entsolidarisierung zu Lasten von tiefen und mittleren Einkommen sowie alten, chronisch kranken und mehrfach kranken Versicherten.

FMH möchte die finanziellen Auswirkungen auf die Versicherten kennen.

Diabetes CH/BS/GE/VD/VS befürchten, dass die soziale Chancenungleichheit in der Gesundheit verschärft wird, weil Versicherte mit tiefen Einkommen ein höheres Risiko tragen, chronisch krank und weniger gut betreut zu werden.

Befürchtung, dass die Kantone mehr Sozialhilfe und Ergänzungsleistungen erbringen sowie Verlustscheine übernehmen müssen

BE, FR, GE, NE, VD, SPS, SGB, Diabetes CH/BS/GE/VD/VS, Schulden, viele Studierende UZH gehen davon aus, dass die Kantone sich stärker an den Kosten der EL- und Sozialhilfe-Beziehenden werden beteiligen müssen.

BE, NE befürchten zudem, dass die Versicherer durch die höhere Kostenbeteiligung mehr Verlustscheine erhalten, welche der Kanton nach Artikel 64a KVG zu 85 Prozent übernehmen muss.

AR, BE, GR, OW, VD bemängeln, dass die finanziellen Auswirkungen auf die Kantone betreffend Prämienverbilligung, Sozialhilfe und Ergänzungsleistungen nicht abschätzbar oder ungenügend ausgewiesen sind.

Selbstbeteiligung der Versicherten ist bereits hoch

GPS, mfe, SGB, VSAO, Schulden, legen dar, die Selbstbeteiligung der Versicherten sei in der Schweiz im europäischen Vergleich bereits heute hoch. Sie betrage gemäss OECD 27%, wohingegen sie sich beispielsweise in Deutschland auf 13% und in Frankreich auf nur 7% belaufe.

SPS erklärt, die Beteiligung der Versicherten an den Gesundheitskosten habe seit 1996 durchschnittlich um 4,1 Prozent zugenommen.