Ergebnisbericht
Vernehmlassung 2017/83: Etappe 2 des Sachplans geologische Tiefenlager · 202 Seiten
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Sachplan geologische Tiefenlager
Gemäss Forum VERA Schweiz sollen keine übermässigen, sondern stufengerechte und der Zeit angepasste Untersuchungen angestellt werden. Eine Einzelperson fordert, die VU müssten endlich die bisher als nicht zu beantwortend bezeichneten Fragen (z. B. Entwicklung von Immobilienpreisen) beantworten.
G20 und zahlreiche Einzelpersonen betrachten die VU zum jetzigen Zeitpunkt als unnötig. Aussagen zu Wirtschaft und Gesellschaft über die nächsten Jahrzehnte kämen einem Orakel gleich.
Würdigung
Das Konzept für die VU in Etappe 3 wurde mit den RK (insb. den FG SÖW) und der AG Raumplanung erarbeitet. Dabei wurden namentlich die Kritikpunkte an der SÖW und die noch offenen Zusatzfragen aufgenommen. Um flexibler auf die Bedürfnisse der Standortregionen reagieren zu können, wurde die im Konzeptteil SGT vorgesehene Beschränkung der vertieften Untersuchungen auf volkswirtschaftliche Themen fallen gelassen. Im Gegensatz zur SÖW wurde darauf verzichtet, noch in Etappe 2 eine umfassende Gesamtmethodik für die VU zu erarbeiten, welche dann in Etappe 3 nicht mehr hätte angepasst werden können. Vielmehr sollen die VU ein Gefäss für einzelne koordinierte, teilweise sich regional unterscheidende Studien werden. Es ist möglich, dass in Etappe 3 neben den vorgesehenen sechs VU-Studien auch zusätzliche Fragestellungen oder Aktualisierungen von bestehenden Untersuchungen als untersuchungswürdig beurteilt werden – sei es aufgrund neuer Erkenntnisse oder aufgrund dem Fortschreiten der Planungsarbeiten. Solche werden nur angestossen, wenn die entsprechenden VU voraussichtlich zu neuen und relevanten Erkenntnissen führen und/oder einen konkreten Nutzen versprechen, z. B. als Entscheidungsgrundlage zu den OFI.
3.5 Sicherheitstechnische Aspekte
Kapitel 3.5 behandelt alle technischen Aspekte der Stellungnahmen. Es gliedert sich in fünf Blöcke:
‒ Lagerkonzept und Langzeitsicherheit der Schweizer Lager (Kapitel 3.5.1 bis 3.5.6):
Lagertyp, Lagerauslegung, Bautechnik, Zugangsbauwerke, Rückholbarkeit und Beobachtung
‒ Langfristiger Schutz von Mensch und Umwelt (Kapitel 3.5.7 bis 3.5.9):
Radionuklidausbreitung, Dosisberechnung, äussere Bedrohungen
‒ Geologisches Umfeld, geologische Barrieren und Nutzungskonflikte (Kapitel 3.5.10 bis 3.5.15):
Wirtgestein, Platzangebot, lagerbedingte Einflüsse, Erosion und Erdbeben
‒ Abfallinventar und Gasbildung (Kapitel 3.5.16 und 3.5.17):
Inventar, Konditionierung der Abfälle, HAA-Behälter
‒ Methodik und Vorgaben (Kapitel 3.5.18 und 3.5.19): Ausschlusskriterien, Untersuchungen
Raumplanerische Aspekte zu Grundwasser und Oberflächengewässern sind in Kapitel 3.6.3 aufgeführt.
3.5.1 Allgemeine Aspekte zur Sicherheit von gTL
Verschiedentlich werden grundsätzliche Sicherheitsbedenken zum Tiefenlagerprojekt angemerkt: Eine Einzelperson bezweifelt, dass Sicherheit überhaupt je garantiert werden könne. Aus Sicht einer anderen Einzelperson liegen bisher keine vollständigen Analysen vor, welche die Sicherheit von Mensch und Umwelt über die sehr langen Zeiträume gewährleisteten. Für Ecologie libérale können gTL diese Sicherheit nicht bieten. Gemäss Schlatt TG müsse die Standortsuche für gTL höchsten technischen und wissenschaftlichen Anforderungen genügen. Für Albbruck, Stadt Laufenburg (Baden), B90/Grüne Schwarzwald-Baar, Schwarzwaldverein Laufenburg sowie mehrere Einzelpersonen sind noch viele si-