Erläuternder Bericht

Vernehmlassung 2017/92: Beiträge des Bundes an die Olympischen und Paralympischen Winterspiele «Sion 2026» · 51 Seiten

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haben. Eine Evaluationskommission des IOC wird in dieser Zeit u.a. das mit den Spielen angestrebte Vermächtnis im Austragungsland und in der Region, die vorgeschlagene Governance-Struktur der Projekte sowie deren politische Abstützung auf regionaler und nationaler Ebene beurteilen. Auf diese Weise sollen die Herausforderungen und Opportunitäten der einzelnen Projekte vergleichbar werden. Die Evaluationskommission des IOC wird im Sommer 2019 einen öffentlich zugänglichen Rapport vorlegen, der die Stärken und Schwächen der einzelnen Kandidaturprojekte umfassend darlegt. Die Phase 2 endet mit dem Vergabeentscheid durch die IOC-Vollversammlung im Oktober 2019 in Mailand.

2.1.4 Garantien

Das IOC verlangt verschiedene Garantien, um die Durchführung der Winterspiele zu gewährleisten. Das Organisationskomitee sowie das IOC sollen vor Risiken und Mitarbeitende und Auftragnehmende vor Verlusten geschützt werden. Weiter soll das Organisationskomitee die bestmöglichen Rahmenbedingungen für die Organisation der Olympischen Spiele vorfinden. Die eingeforderten Garantien dienen dem IOC als Grundlage zur Vornahme einer Risikobeurteilung im Rahmen des Evaluierungsprozesses. Das IOC hat am 17. Oktober 2017 die beizubringenden Garantien publiziert.

Die Vorgaben des IOC für den Kandidaturprozess 2026 ermöglichen es, dass in föderalen Strukturen verschiedene staatliche Ebenen in die Übernahme der Risiken eingebunden werden und die entsprechenden Garantien sicherstellen. Die vom Bund beizubringenden Garantien sind unter Ziff. 5.2 dargestellt.

2.1.5 Organisationskapazität der Schweiz

Mit der erfolgreichen Durchführung verschiedener internationaler Sportgrossveranstaltungen hat die Schweiz den Nachweis erbracht, dass sie die Kompetenzen und Kapazitäten aufbringt, um anspruchsvolle Grossanlässe zielführend zu organisieren. Zu diesen Veranstaltungen mit internationaler Ausstrahlung gehören etwa die FIS Ski-Weltmeisterschaften in Crans-Montana 1987 sowie in St. Moritz 2003 und 2017, die UEFA EURO 2008 und jährlich wiederkehrende Weltcupveranstaltungen in Wengen, Adelboden, Crans-Montana, Lenzerheide und St. Moritz. Zudem werden 2020 in Lausanne die Olympischen Winter-Jugendspiele und 2021 in der Zentralschweiz die Winteruniversiade (Weltsportspiele der Studierenden) stattfinden. Die Schweiz ist auch Austragungsort internationaler Anlässe im Behindertensport, wie z.B. der World Para Alpine Skiing Championships 2019 in Obersaxen (GR).

Solche internationalen Sportgrossveranstaltungen tragen dazu bei, den Bekanntheitsgrad und das Image der Schweiz im Ausland positiv zu prägen. Winterspiele sind in allen Belangen eine Dimension grösser und entsprechend ein Anlass von besonders hoher Komplexität. Unter diesen Vorzeichen stellt deren Organisation eine ausserordentlich grosse Herausforderung dar. Ebenso gross sind aber auch die Chancen für eine langfristige Steigerung von Image und Reputation der Schweiz, wenn es gelingt, die Winterspiele erfolgreich durchzuführen.

2.2 Das nationale und internationale Umfeld der Kandidatur 2026

2.2.1 Nationale Ebene

Die Analyse der bisher gescheiterten Olympiakandidaturen führen zur Erkenntnis, dass der rechtzeitige Einbezug aller betroffenen Kreise (Bund, Kantone, Gemeinden, Swiss Olympic