Erläuternder Bericht
Vernehmlassung 2017/92: Beiträge des Bundes an die Olympischen und Paralympischen Winterspiele «Sion 2026» · 51 Seiten
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und Wirtschaft) einen zentralen Erfolgsfaktor darstellt. In einem ersten Schritt wurde daher die Tragfähigkeit einer weiteren schweizerischen Kandidatur mit Vertretern aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Sport ausgelotet.
Gestützt auf diese Diskussionen hat der Exekutivrat von Swiss Olympic im Oktober 2016 entschieden, ein nationales Nominierungsverfahren im Hinblick auf eine Kandidatur für die Austragung der Winterspiele 2026 zu lancieren. Daraus sollte ein erfolgversprechendes Projekt entstehen, das den Erfordernissen der Nachhaltigkeit genügt und gleichzeitig gute Chancen hat, eine Mehrheit der IOC-Mitglieder für sich einzunehmen.
Der Bundesrat hat ein erstes Mal in einer Aussprache im Dezember 2016 Kenntnis von den Bestrebungen einer möglichen Austragung von Winterspielen in der Schweiz im Jahr 2026 genommen. Nach seiner Auffassung sind die Winterspiele in mehrfacher Hinsicht eine Chance für die Schweiz. Zudem anerkannte er, dass ein Sportanlass dieser Grössenordnung ohne substanzielle finanzielle Unterstützung der öffentlichen Hand nicht möglich sein würde.
Der Bundesrat hat vor diesem Hintergrund entschieden, eine interdepartementale Arbeitsgruppe einzusetzen, welche die Machbarkeitsabklärungen der Hauptverantwortlichen für eine Kandidatur – Swiss Olympic und das Kandidaturkomitee – beratend und strategisch begleitet.
2.2.2 Internationale Ebene
Bekannt sind zurzeit Diskussionen über allfällige Kandidaturen in Kanada, den USA, Schweden, Japan und Italien. Am 15. Oktober 2017 hat die Tiroler Bevölkerung eine Kandidatur mit der Host City Innsbruck an der Urne abgelehnt.
Nach der Durchführung der Winterspiele 2010 in Vancouver (Kanada) und 2014 in Sotschi (Russland) sowie der Vergabe der Winterspiele 2018 nach Pyeongchang (Südkorea) und 2022 nach Peking (China) sind die Chancen intakt, dass für die Durchführung 2026 eine Vergabe nach Europa erfolgt.
3 Das Projekt „Sion 2026“
3.1 Organisation der Kandidatur
Der Dachverband Swiss Olymic hat am 11. April 2017 das Projekt „Sion 2026“ offiziell als Kandidatur für die Winterspiele 2026 bestätigt. Der Verein „Sion 2026“ zeichnet verantwortlich für die technischen und finanziellen Machbarkeitsabklärungen und die Vorbereitung des Kandidaturdossiers. Die Zusammensetzung der Organisation ist Gegenstand laufender Diskussionen im Hinblick auf die nächsten Prozessschritte in der Dialog- und Kandidaturphase. Im Rahmen der Botschaft des Bundes zur Unterstützung des Projekts werden die Strukturen der Organisation im Detail dargestellt.
Bei einem Zuschlag an das Projekt „Sion 2026“ im Herbst 2019 durch das IOC sind deren Führungsstrukturen anzupassen und auf die Erfordernisse für die Organisation und Durchführung der Winterspiele 2026 auszurichten.
3.2 Konzept
„Sion 2026“ ist ein dezentrales Konzept, das Wettkämpfe in den Kantonen Wallis, Waadt, Bern, Freiburg, Graubünden und allenfalls Obwalden vorsieht und der Agenda 2020 des IOC