Erläuternder Bericht

Vernehmlassung 2018/21: Wirksamkeitsbericht 2016-2019 des Finanzausgleichs zwischen Bund und Kantonen unter Einschluss von Vorschlägen zur Anpassung des Bundesgesetzes über den Finanz- und Lastenausgleich (FiLaG) · 176 Seiten

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Wirksamkeitsbericht des Finanzausgleichs zwischen Bund und Kantonen

Tabelle 6.01 Tabelle 6.01:Index SSE nach Ressourcen- und Härteausgleich 2018 Index SSE nach Ressourcen- und Härteausgleich 2018

Index SSE SSE vor Ressourcen- Index SSE Härte- SSE nach RA

RI SSE nach RA nach RA + Ausgleich ausgleich nach RA ausgleich und HA

HA

ZH 120.2 10'433 367 10'066 116.0 12 10'054 115.9 BE 75.2 6'523 -1'196 7'718 88.9 -31 7'749 89.3 LU 89.5 7'762 -324 8'086 93.2 -39 8'125 93.6 UR 68.2 5'914 -1'748 7'662 88.3 13 7'649 88.1 SZ 172.1 14'935 1'310 13'625 157.0 12 13'614 156.9 OW 102.4 8'884 43 8'841 101.9 12 8'829 101.7 NW 159.7 13'860 1'085 12'775 147.2 12 12'763 147.1 GL 71.2 6'175 -1'502 7'677 88.5 -160 7'837 90.3 ZG 244.1 21'185 2'618 18'568 214.0 11 18'556 213.8 FR 79.5 6'898 -893 7'791 89.8 -382 8'173 94.2 SO 74.6 6'474 -1'237 7'711 88.9 13 7'698 88.7 BS 149.7 12'988 902 12'086 139.3 14 12'072 139.1 BL 96.5 8'374 -60 8'434 97.2 13 8'421 97.1 SH 93.0 8'072 -172 8'245 95.0 13 8'232 94.9 AR 85.6 7'424 -523 7'947 91.6 14 7'934 91.4 AI 85.2 7'395 -542 7'937 91.5 13 7'924 91.3 SG 79.2 6'869 -915 7'784 89.7 12 7'772 89.6 GR 83.2 7'218 -660 7'878 90.8 13 7'865 90.6 AG 85.3 7'400 -538 7'938 91.5 12 7'927 91.4 TG 79.0 6'853 -927 7'781 89.7 12 7'769 89.5 TI 97.4 8'451 -38 8'489 97.8 12 8'477 97.7 VD 99.6 8'646 -2 8'647 99.7 11 8'636 99.5 VS 66.8 5'795 -1'864 7'659 88.3 11 7'648 88.1 NE 94.3 8'179 -128 8'307 95.7 -510 8'817 101.6 GE 146.1 12'678 837 11'841 136.5 12 11'829 136.3 JU 65.9 5'720 -1'938 7'658 88.3 -217 7'875 90.8 CH 100.0 8'677

Mit diesem ergänzten Index kommt einerseits der ressourcenschwächste Kanton Jura auf einen

Wert von über 90 Punkten. Dies bedeutet, dass er dadurch mehr freie Mittel zur Verfügung

hat als acht Kantone, welche vor den Finanzausgleichszahlungen ressourcenstärker waren.

Konkret erreichten seine standardisierten Steuereinnahmen nur 65,9 Prozent des schweizeri-

schen Mittels. Nach Ressourcen- und Härteausgleich erreicht er 90,8 Prozent. Das ist mehr als

der Kanton Graubünden, welcher aber bereits vor dem Ausgleich einen Indexwert von 83,2

erreichte. Ähnliches lässt sich von den Kantonen Glarus und Freiburg sagen. Beim Kanton

Neuenburg kommt noch dazu, dass er einen Indexwert von über 100 Punkten erreicht und

in dieser Betrachtung ressourcenstark wird. Da alle Kantone in den Härteausgleich einzahlen

müssen, sinken die Indexwerte bei denjenigen Kantonen, welche keine Zahlungen erhalten um

0,1 bis 0,2 Punkte.

Der Härteausgleich war integraler Bestandteil der NFA-Vorlage, welche am 28. November 2004

von Volk und Ständen angenommen wurde. In den ersten beiden Wirksamkeitsberichten wur-

de ausführlich dargelegt, dass eine vollständige Aufhebung dieses Ausgleichs nicht angezeigt

ist. In der dritten Vierjahresperiode hat sich aus Sicht des Bundesrats wenig an dieser Situation

geändert. Zudem werden die Zahlungen jedes Jahr um fünf Prozent reduziert, womit im Jahr

2020 die Beträge bereits um einen Viertel tiefer liegen als in den ersten zwei Vierjahresperio-

den. Dies führt bei den betroffenen Kantonen schon heute zu teilweise erheblichen Minder-

einnahmen.