Ergebnisbericht

Vernehmlassung 2018/41: Änderung der Grundbuchverordnung (GBV) · 15 Seiten

Fedlex · Ergebnisbericht · Seite 8Fedlex · Ergebnisbericht

Ergebnisbericht Vernehmlassung: Änderung der Grundbuchverordnung (Elektronischer Zugang zu Grundbuchdaten)

Referenz/Aktenzeichen: COO.2180.109.7.284573 / 233.1/2017/00006

wurde vorgeschlagen, den Kreis der möglichen Ermächtigten zu erweitern. 7 Kantone73 und

9 Organisationen74 stimmen der vorgeschlagenen Erweiterung explizit zu.75 Demgegenüber lehnen 7 Kantone76 und 5 Organisationen77 den Vorschlag des Bundesrats explizit ab.

- Vereinzelt78 wird vorgeschlagen, den Kreis der möglichen Berechtigten noch weiter zu öffnen;

- Zur Wahrung der Vertraulichkeit wird vorgeschlagen, die Belege in «öffentliche» und in «vertrauliche» zu kategorisieren.79 In eine ähnliche Richtung geht zudem der Vorschlag, die Grundbuchverordnung habe vorzusehen, dass die bestehenden und künftigen Belege als separate PDF-Dateien abzuspeichern seien.80

- 2 Kantone81 schlagen vor, den Zugriff für Eigentümerinnen und Eigentümer auf die Belege ab dem Zeitpunkt des Eigentumserwerbs zu ermöglichen;

4.2.3.3 Erweiterter elektronischer Zugang zu den öffentlich zugänglichen Daten

Der Vorschlag zur Regelung des erweiterten elektronischen Zugangs auf die öffentlich zugänglichen Daten (Art. 28 Abs. 3 E GBV) wird von 7 Kantonen und 3 Organisationen82 explizit abgelehnt.83 Demgegenüber stimmen 11 Kantone (4 Kantone84 explizit und 7 Kantone85 implizit) sowie 14 Organisationen (6 Organisationen86 explizit und 8 Organisationen87 implizit) dem bundesrätlichen Vorschlag zu.

Folgende Anpassungs-/Ergänzungsvorschläge sind eingegangen:

- Der Begriff der «Berechtigten nach Absatz 1» sei durch «weitere Personen» auszutauschen.88 Es wird darauf hingewiesen, dass bereits heute alle 14 Kantone, deren Grundbuchdaten im Auskunftsportal Terravis abgerufen werden können, weiteren, nicht privilegierten Personen den Zugriff auf die öffentlichen Grundbuchdaten gemäss Artikel

26 GBV gewähren.89

- Der Begriff der Serienabfrage sei zu definieren.90

73GE (S. 2), JU (S. 1), NE (S. 2), NW (S. 2), OW (S. 1), VS stimmt grundsätzlich zu, verweist aber auf technische Probleme

(S. 1); ZG (S. 1).

74bls (S. 2), EGT (S. 2), fsai (S. 2), KGAST (S. 2), SFAMA (S. 2), SBVg (S. 2), SIX SIS (S. 2), Transparency (S. 1), VSGV

(S. 2).

75Hinzugezählt werden können die Vernehmlassungsteilnehmenden, die der Vorlage in ihrer konkreten Ausgestaltung gene-

rell zustimmen: 3 Kantone (AI, BE und GL) sowie 6 Organisationen (avobis, CAJB, finovo, HypothekenZentrum, VZ Depotbank, VZ Holding) sowie jene 5 Kantone, die sich zum konkreten Vorschlag nicht äussern, und die Vorlage grundsätzlich/vorbehältlich konkret geäusserter Punkte unterstützen: AG, BS, LU, TG, ZH.

76AR (S. 2), FR (S. 1), GR - mit der Ausnahme der Grundeigentümerinnen und Grundeigentümer (S. 5); SG (S. 2), SH (S. 2),

SZ (S. 2), TI (S. 2).

77HEV Schweiz (S. 3); teilweise Ablehung sgv (S. 1), sbv (S. 2) und SVIT (S. 2), ZBGR (S. 1 f.).

78GE (S. 2), SBVG (S. 2).

79NW (S. 2), SZ (S. 2), ZG (S. 1), EGT (S. 2), VSGV - wobei der VSGV weitere Lösungsmöglichkeiten präsentiert und bean-

tragt, es sei den Kantonen zu belassen, mit welchem Mittel die Vertraulichkeit gewahrt werde (S. 2).

80SNV (S. 2), VBN (S. 2).

81SO (S. 1), ZG (S. 1).

82HEV Schweiz (S. 2), SNV (S. 3), VSGV (S. 2).

83BS (S. 2), GE (S. 2), GR (S. 5), NW (S. 2), SH (S. 2), TI (S. 2), ZH (S. 2).

84AR (S. 2), NE (S. 2), vorbehältlich Ergänzung auch TG (S. 2) und UR (S. 2).

85Hinzugezählt werden können die 3 Kantone, die der Vorlage in ihrer konkreten Ausgestaltung generell zustimmen (AI, BE

und GL) sowie jene 4 Kantone, die sich zum konkreten Vorschlag nicht äussern, und die Vorlage grundsätzlich/vorbehältlich konkret geäusserter Punkte unterstützen (AG, LU, OW, VS).

86bls vorbehältlich der beantragten Anpassung (S. 2), CP (S. 2), economiesuisse (S.2), EGT (S. 2), fsai (S. 2), SBB (S. 1 f.).

87Hinzugezählt werden können jene, die sich zum konkreten Vorschlag nicht äussern, und die Vorlage grundsätzlich/vorbe-

hältlich konkret geäusserter Punkte unterstützen: CAJB, SGV, sgv, SSV, Transparency, uspi suisse, VBN, ZBGR.

88Sinngemäss GE (S. 2), NW (S. 2), ähnlich SH (S. 2), TG (S. 2). Konkret gemeint sind Grosskunden wie Swisscom, Axpo

usw. oder Architektinnen und Architekten (vgl. TG, S. 2), UR (S. 2), bls (S. 2), economiesuisse (S. 2), EGT (S. 2), fsai (S. 2), sinngemäss VSGV (S. 2). Economiesuisse beantragt, der direkte Zugriff habe sämtlichen Playern im Hypothekargeschäft offenzustehen, d.h. insbesondere auch Fondsleitungen und Anlagestiftungen aber auch privatrechtlichen, konzessionierten Infrastrukturbetreibern nach Enteignungsgesetz, Verwaltungstreuhändern von Register-Schuldbriefen, Credit Servicern, etc. (S. 2).

89vgl. z.B. economiesuisse (S. 2) oder EGT (S. 3).

90AR (S. 2).