Ergebnisbericht

Vernehmlassung 2018/41: Änderung der Grundbuchverordnung (GBV) · 15 Seiten

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Ergebnisbericht Vernehmlassung: Änderung der Grundbuchverordnung (Elektronischer Zugang zu Grundbuchdaten)

Referenz/Aktenzeichen: COO.2180.109.7.284573 / 233.1/2017/00006

- Schliesslich wird auf die Diskrepanz/Privilegierung hingewiesen, dass der Zugang nach Artikel 28 Absatz 3 E GBV zu den öffentlich zugänglichen Daten des Hauptbuchs nach Artikel 26 GBV gewährt werden könne, während die Publikation im Internet nach Artikel 27 Absatz 1 GBV auf die Daten gemäss Artikel 26 Absatz 1 Buchstabe a beschränkt sei.91 Es wird eine Umformulierung in «Den Berechtigten nach Absatz 1 stehen die öffentlich zugänglichen Daten des Hauptbuchs gemäss Artikel 27 Absatz 1 im gleichen Abrufverfahren wie für den erweiterten Zugriff zur Verfügung. (...).» beantragt.92

4.2.4 Erweiterter Zugang: Modalitäten (Art. 29 E GBV)

Der Vorschlag des Bundesrats, den Kantonen in Bezug auf die Regelung der Modalitäten einen grösseren Spielraum einzuräumen (insb. Möglichkeit des Erlasses eines Rechtssatzes anstelle des Abschlusses von Vereinbarungen nach einem Muster des EGBA), wird kontrovers beurteilt. Konkret sprechen sich 9 Kantone93 gegen die vorgeschlagene Anpassung aus. Explizite Zustimmung erhält der Vorschlag demgegenüber von 3 Kantonen94, während weitere 11 Kantone95 die Änderung implizit unterstützen. Von Seiten Organisationen wird der Vorschlag mehrheitlich abgelehnt.96

Gegen die vorgeschlagene Anpassung werden der damit verbundene zusätzliche gesetzgeberische Aufwand für die Kantone97 und die Notwendigkeit einer gesamtschweizerischen Regelung98 angeführt.

In redaktioneller Hinsicht wird vorgeschlagen, beim Buchstaben f den Begriff der «Bearbeitung» durch jenen der «Verwendung» zu ersetzen.99

4.2.5 Protokollierung, Entzug der Zugriffsberechtigung bei Missbrauch (Art. 30 E GBV)

Die SP äussert sich als einzige Partei konkret zum bundesrätlichen Vorschlag und macht geltend, die vorgeschlagene Änderung sei nicht notwendig.100

Eine Vielzahl von Kantonen verzichtet auf eine Kommentierung der vorgeschlagenen Bestimmung.101 1 Kanton102 spricht sich explizit gegen das vorgeschlagene Einsichtsrecht aus.103 Begründet wird die Ablehnung mit dem damit verbundenen administrativen Aufwand.104 Der Kanton Wallis hinterfragt, ob durch die Bestimmung das verfolgte Ziel erreicht werden könne.105

Der Kanton Zürich beantragt mit Verweis auf die kantonale Zuständigkeit die Streichung von Artikel 30 Absatz 1 E GBV.106

91 BL (S. 2), NW (S. 2), vgl. auch TI (S. 2), UR (S. 2), EGT (S. 2).

92 SZ (S. 2).

93 AR (S. 3), GR (S. 5), NW (S. 2), SO (S. 1 f.), SZ (S. 1 und 4), TI (S. 2 f.), UR (S. 2), ZG (S. 2), ZH (S. 3).

94 BL (S. 2), GE (S. 2), SG (S. 1).

95 AG, AI, BE, BS, GL, LU, NE, OW, SH, TG, VS.

96 Explizite Ablehnung: bls (S. 2), ecomomiesuisse (S. 2), EGT (S. 3), fsai (S. 2), sbv (S. 1), SBVg (S. 2), SIX SIS (S. 2), VSGV (S. 2). Explizite Zustimmung: SNV (S. 3), uspi suisse (S. 1). Implizite Zustimmung: CAJB, CP, SGV, sgv, SSV, SVIT, VBN.

97 AR (S. 3).

98 AR (S. 3), BL (S. 2), GR (S. 6), ecomomiesuisse (S. 2), EGT (S. 3), SBVg (S. 2), VSGV (S. 2).

99 SVIT (S. 2).

100 SP (S. 1).

101 So explizit: AR, GE. Implizit: AI, BE, BL, BS, FR, GL, GR, JU, OW, VD.

102 NE (S. 2).

103 Folgende Organisationen unterstützen den Vorschlages explizit: grundsätzlich EGT (S. 4), grundsätzlich HEV (S. 4), SNV (S. 4), grundsätzlich ZBGR (S. 2).

104 NE (S. 2).

105 VS (S. 1).

106 ZH (S. 2).