Ergebnisbericht

Vernehmlassung 2018/79: Agrarpolitik ab 2022 · 71 Seiten

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Bericht über die Ergebnisse der Vernehmlassung: Agrarpolitik ab 2022

Kantone Parteien Organisationen

Argumente  Zulage für Fütterung ohne Silage soll weiterhin nur für Milch gewährt

werden, die zu entsprechenden Milchprodukten (Rohmilchkäse) verarbeitet wird.

 Mit Entkoppelung würde die Qualitätsstrategie als Begründung für die Zulage für Fütterung ohne Silage weitestgehend wegfallen.

 Wird die Zulage unabhängig von der Verwertung ausgerichtet, können marktfremde und kontraproduktive Anreize zur Produktion von Milch höchster Qualität entstehen, die keinen entsprechenden Absatz hat. Aktuell hat es ausreichend silofrei produzierte Milch auf dem Markt.  Zum Ausgleich der höheren Produktionskosten für silofreie Milch reicht die aktuelle Zulage von 3 Rappen aus. Ein allfälliger zusätzlicher Betrag ist am Markt zu realisieren.

 Es ist nicht nachvollziehbar, weshalb eine spezifische Milchproduktionsart besonders gestützt werden soll und andere nicht wie zum Beispiel Bio- oder Weidemilch.

 Zulage soll weiterhin über die Milchverarbeiter ausbezahlt werden. Die aktuellen Kontrollen und die aktuelle Transparenz reichen aus.  Produktbezogene Beiträge sind generell aufzuheben (WEKO).

4.5.1.3 Erhöhung der Zulage für Fütterung ohne Silage auf 6 Rappen

Kantone Parteien Organisationen

Zustimmung UR, OW, FR, AG, SPS, GPS AOP-IGP, Gruyère, Uniterre,

VS, NE FRC, VKMB, Wissensch. CH

Argumente  Deckt sich mit der Zielsetzung "Grasland Schweiz".

 Damit wird Qualitätsmilch auf Basis von Raufutter gefördert.

 Förderung der Produktion von Spezialitäten mit hohem Mehrwert, einschliesslich Rohmilchkäse.

 Die verringerte Silageproduktion wirkt sich potenziell positiv auf die Umwelt (z.B. Reduktion des Verbrauchs von Plastikfolie, geringerer Düngereinsatz) und die Biodiversität (Schnitt erfolgt wetterangepasst und tendenziell später) aus.

Zustimmung mit Alter- BE, LU, NW, SZ, BDP SMP, SBV, Holstein, BO Milch, nativen ZG, AI, SG; GalloSuisse, SALS, SAB, Fro-

KOLAS, LDK marte, SCM, BO Butter, BSM, SRP, SAV

Alternativen  Pro Rappen Erhöhung der Zulage für Fütterung ohne Silage braucht

es zwingend rund 10 Millionen CHF zusätzliche Mittel.

 Die Sömmerungsbetriebe sollen ebenfalls von der Erhöhung der Zulage für Fütterung ohne Silage profitieren können.

 Werden die zusätzlichen Mittel über eine Reduktion der Zulage für verkäste Milch beschafft, dann sollen zur Kompensation die Sömmerungsbeiträge für Milchkühe erhöht werden.

Ablehnung – SVP SGWH, VMI, BIO SUISSE, SBLV,

WEKO

Argumente  Die unterschiedlichen Qualitäten der Produktion mit und ohne Silage

sollen wie heute am Ladentisch mit unterschiedlicher Konsumentenpreisen entschädigt werden.

 Der Markt ist bereits heute ausreichend mit silofreier Milch versorgt.  Produktbezogene Beiträge sind generell aufzuheben (WEKO).

072.10-00011 \ COO.2101.101.4.1509400