Ergebnisbericht
Vernehmlassung 2020/45: Änderung des Bundesgesetzes über die Krankenversicherung (Massnahmen zur Kostendämpfung - Paket 2) · 55 Seiten
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zu tiefe Referenztarife festlegen. PKS sowie Hirslanden AG, Hirslanden Klinik Birshof, Hirslanden Klinik St.Anna, VZK, Uniklinik Balgrist, Klinik Schützen Rheinfelden, vaka, ASL, ASM, KSA, KSB, SWT, Spital Zollikerberg und Swiss Medical Network fordern statt der unklaren Bestimmung die Übernahme des Tarifs des Standortkantons. Laut fme widerspricht eine freie Wahl des Spitals durch die Versicherten der Steuerung in Netzwerken.
Von den Versicherern unterstützen santésuisse sowie Groupe Mutuel, SWICA und CSS die Massnahme. santésuisse und Groupe Mutuel sind aber skeptisch, ob sie die gewünschte Wirkung erzielt. curafutura fordert die Einführung der schweizweit freien Spitalwahl. Die CSS wünscht eine verbindlichere Formulierung.
Von den Patientenorganisationen unterstützen GELIKO, FSP/DVSP, Krebsliga Schweiz, Oncosuisse, VASOS FARES den Vorschlag.Engagés pour la Santé hingegen lehnt die Massnahme ab, weil sie den administrativen Aufwand erhöhen, durch intensivierte Konkurrenz die Preise senken und zu Spitalschliessungen führen könnte.
Von den weiteren Organisationen ist das BFG inhaltlich einverstanden, die an sich bereits seit 2012 geltende Regelung wird von den Kantonen nicht angewendet.
4.9 Stellungnahme zu Artikel 42 Absatz 3ter (Elektronische Rechnungsübermittlung) inkl. Übergangsbestimmungen
Zu dieser Massnahme haben sich insgesamt 145 Vernehmlassungsteilnehmer geäussert. Die Massnahme wurde von einer Mehrheit begrüsst.
Die GDK und die Kantone sind mit der Massnahme einverstanden. TG weist darauf hin, dass Artikel 42 E-KVG dahingehend zu ergänzen sei, dass durch die elektronische Rechnungsstellung keine Gesundheitsdaten an Dritte gelangen.
Die Parteien (glp, BDP, CVP, SP, SVP und FDP) sind grundsätzlich einverstanden. Die glp weist darauf hin, dass die Formulierung «in elektronischer Form» präzisiert werden muss und dass es keine neuen Standards im Datenaustausch benötigt.
Die Dachverbände der Wirtschaft (CP, scienceindustries, Wirtschaftsverband Chemie,
Pharma Life Sciences, FGS, Economie suisse, ASSGP) sind mit der Massnahme einverstanden. FGS beantragt, den Begriff «elektronisch» mit «digital» zu ersetzen.
Die Konsumentenverbände (SGB, EKK, FRC, Acsi, Stiftung für Konsumentenschutz) sind mit der Massnahme einverstanden.
Die Leistungserbringer VSAO, SGPMR, Spitex Schweiz, Vips, iph, AGS, SBK, GRIP, KJM, Föderation der Schweizer Psychologinnen und Psychologen, Triaplus AG, Integrierte Psychiatrie Uri, Schwyz und Zug, PBL, SGM, Integrierte Psychiatrie Winterthur – Zürcher Unterland, SVPC, UPD, Hirslanden AG, SGAP-SPPA, Hirslanden Klinik St. Anna, PUK, LUPS, VDPS, SMHC, VKJC, Hirslanden Klinik Birshof AG, VPPS, H+, GSASA und Unimedsuisse sind einverstanden mit der Massnahme. FMPP, Alber Christoph, Haefelfinger Johannes, Praxis Welti GmbH, Andreas Schneider, Marie-Therese Gombert, Elster Katharina, Jochum Axel, Meng Heiner, Walter Meili, Bende Brigitta, Patrick Brunner, Christine Glauser, Holger Knoch, Ralph Lüthy, Christine Zinkernagel, Ruch Susanna, Büggelen Barbara, Tobias Wilhelm, Schillinger Carola, SGPP, MEDGES, SSCLPP, SGKJPP, FPPBS, Praxis Dr. med. Katalin Rohmeder-Arday, Martin Eichhorn, Gül Söllick, Philip Onderka, KKA, Société Médicale du Valais, SVPA, BEKAG, VLSS beantragen die Streichung der ersten beiden Sätze von Artikel 42 Absatz 3ter. Gemäss ASPS, Senesuisse, CURAVIVA, SSO, Verein Barmelweid, Insel Gruppe AG, Société vaudoise de médecine, USB, VKZS soll der Artikel gestrichen werden. Die FMH bemängelt, dass die Umsetzung sehr vage formuliert sei und zwingend mit einer Übergangsfrist von 5 Jahren versehen werden muss.
Die Versicherer (CSS, SWICA, Groupe Mutuel, santésuisse) sind grundsätzlich einverstanden. santésuisse beantragt, den Begriff «elektronisch» mit «digital» zu ersetzen.