Ergebnisbericht
Vernehmlassung 2020/5: Bundesgesetz über die Verminderung der Risiken durch den Einsatz von Pestiziden · 71 Seiten
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VKCS, BL, BS, TI, SwissOlio: Beim Aufbau eines zentralen Informationssystems ist darauf zu achten, dass Synergien genutzt und keine Doppelspurigkeiten aufgebaut werden.
GLP, SPS: Die Errichtung eines zentralen Informationssystems für alle gewerblichen und beruflichen Anwendungen ist zu begrüssen, sie ist seit langem überfällig. Nur mit einem guten Monitoringsystem ist es überhaupt möglich, das Risiko zu messen und gezielt zu reduzieren.
Da die Anwenderinnen und Anwender in der Landwirtschaft schon heute verpflichtet sind, ihre PSM-Einsätze zu dokumentieren, ist der entsprechende Mehraufwand für sie gering.
scienceindustries, SKW: Grundsätzlich werden die Bemühungen, die Transparenz zu erhöhen und Informationen der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen, unterstützt. Denn: Eine erhöhte Transparenz stärkt das Vertrauen der Bürger in den Staat und in die Industrie und kann eine korrekte Risikowahrnehmung bei der Bevölkerung unterstützen. Bereits heute müssen die Anwendungen von PSM dokumentiert werden (ÖLN- Kontrollen). Wichtig ist, dass den Anwendern ein einfach bedienbares Erfassungstool zur Verfügung gestellt wird.
Bei der Erarbeitung und Einführung des Informationssystems müssen folgende Punkte besonders beachtet werden:
Projektkosten;
Aufwand für die Anwender;
Datenschutz;
Finanzierung. Das Informationssystem darf nicht durch eine Lenkungsabgabe auf Pflanzenschutzmittel finanziert werden, da dies zu weiteren Wettbewerbsnachteilen für die Schweizer Landwirtschaft führen würde.
WWF, Greenpeace, Pro Natura, Agrarallianz, SFV, SGB: Nur mit einem guten Monitoringsystem ist es überhaupt möglich, das Risiko zu messen und gezielt zu reduzieren. Pestizide sind giftige und gefährliche Produkte. Der Bund muss unbedingt einen Überblick darüber haben, welche Produkte wo und in welchen Mengen verwendet werden. Die bisher verwendeten Verkaufszahlen sind nicht zuverlässig und teilweise irreführend. Einerseits bilden sie die Änderung von Lagerbeständen nicht ab, anderseits bedeutet eine Verminderung der Verkaufsmengen nicht zwingend eine Risikoreduktion. Die bisher verwendeten Zahlen führen somit zu einer Verzerrung der Zielwerterreichung.
Alle Akteure, sowohl die ProduzentInnen als auch die KonsumentInnen, werden davon profitieren, dass die durch das Informationssystem erhobenen Daten zu mehr Transparenz beim Pestizidproblem führen. In der laufenden Debatte über den Pestizideinsatz in der Schweiz führt der Mangel an Daten zu grosser Unsicherheit, verhindert einen lösungsorientierten Dialog und führt insbesondere dazu, dass sich die AnwenderInnen zunehmend angegriffen und unverstanden fühlen. Mit Hilfe dieses Informationssystems können nicht nur die Risiken auf transparente Art und Weise reduziert, sondern kann auch die Debatte beruhigt und versachlicht werden. Wir begrüssen insofern das gezielte Erfassen der Pflanzenschutzeinsätze. Da die AnwenderInnen in der Landwirtschaft schon heute verpflichtet sind, ihre PSM-Einsätze zu dokumentieren, entsteht draus ein zumutbarer Aufwand.
IP-Suisse: Nur mit einem guten Monitoringsystem ist es überhaupt möglich, das Risiko zu messen und gezielt zu reduzieren. Der Bund muss einen Überblick darüber haben, welche Produkte, wo, in welchen Mengen und inkl. dem Anwendungsgrund verwendet werden. Die bisher verwendeten Verkaufszahlen sind nicht genügend. Eine Verminderung der Verkaufsmengen bedeutet nicht zwingend eine Risikoreduktion.