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Vernehmlassung 2021/103: Szenariorahmen 2030/2040 für die Stromnetzplanung · 33 Seiten
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Aktenzeichen: BFE-471.3-20/10
Der Zubau erneuerbarer Stromproduktion erfolgt mit ebenfalls hohen Anteilen an Photovoltaik (2030: ca. 9.7 GW und 2040: ca. 18.6 GW). Für die inländische Stromproduktion wird ein Ausbaupfad für erneuerbare Energien angenommen, mit welchem im Jahr 2050 eine ausgeglichene Jahresbilanz des Importsaldos für Strom gewährleistet ist (Strategievariante «ausgeglichene Jahresbilanz bis 2050» gemäss EP2050+). Bis 2040 ist diese ausgeglichene Jahresbilanz jedoch noch nicht erreicht.
Hinsichtlich der Entwicklung in der EU wird wie in Szenario 1 auf das Szenario «Distributed Energy» des TYNDP2020 der ENTSO referenziert (vgl. hierzu Ausführungen in Kapitel 3.1).
Mit der moderaten Zunahme des Stromverbrauchs in der Schweiz in Kombination mit einem Zubau von Gasturbinen unter Einsatz von Wasserstoff wird im Vergleich mit Szenario 1 und 2 eine Entlastung der Stromnetze erwartet. Diese Entwicklung in der Schweiz passt am ehesten zu einer Entwicklung in Europa gemäss dem Szenario «Distributed Energy».
3.4 Szenarien und Varianten der Energieperspektiven 2050+
Die EP2050+ haben mit dem Szenario «Netto-Null» und dessen Varianten Entwicklungspfade des Schweizer Energiesystems untersucht [4], welche das langfristige Klimaziel von «Netto-Null» Treibhausgas-Emissionen bis 2050 erreichen. Das Szenario «Weiter wie bisher» verfehlt dieses Ziel. Die nachfolgende Abbildung 6 zeigt die jeweiligen Szenarien, Varianten und Varianten der Stromproduktion (Strategievarianten), welche als Datengrundlage Schweiz für die Szenarien 1 3 des SZR CH dienen.
In der Strategievariante «ausgeglichene Jahresbilanz bis 2050» der EP2050+ wird ein Ausbau betrachtet, der notwendig ist, um in der Jahresbilanz den Strombedarf der Schweiz decken zu können. Mit dem raschen Ausbau der inländischen Erzeugung aus erneuerbaren Energien entsteht in der Tendenz im Sommerhalbjahr ein Stromüberschuss. Im Winterhalbjahr ist nach wie vor ein Import von Strom erforderlich, doch trägt der verstärkte Ausbau zur Deckung des Stromverbrauchs im Winterhalbjahr bei. Die Strategievariante «aktuelle Rahmenbedingungen» basiert auf den heutigen Gesetzes- und Marktbedingungen, in welchen sich der Ausbau von erneuerbarer Stromproduktion verzögert, was in der Tendenz zu einem erhöhten Importsaldo im Winterhalbjahr führt.
Abbildung 6: Wahl der Szenarien und Varianten der EP 2050+ für die drei Szenarien des SZR CH 15/33 BFE-D-433E3401/362