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Vernehmlassung 2021/103: Szenariorahmen 2030/2040 für die Stromnetzplanung · 33 Seiten
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Aktenzeichen: BFE-471.3-20/10
Der Ausbau der Wasserkraft erfolgt in den Szenarien 13 unter optimierten Nutzungsbedingungen mit dem Ziel, die Richtwerte des Energiegesetzes (EnG) bzw. die Ausbauziele gemäss Botschaft des Bundesrates zum ersten Massnahmenpaket der Energiestrategie 2050 respektive der Botschaft zum «Bundesgesetz über eine sichere Stromversorgung mit erneuerbaren Energien»10 zu erreichen. Angaben zur angestrebten Realisierung von Wasserkraftprojekten können aus der BFE Studie «Wasserkraftpotential der Schweiz 2019» [5] entnommen werden. Für die Abschätzung der Leistungen der Wasserkraftanlagen, wird eine durchschnittliche Realisierungswahrscheinlichkeit verschiedenster Projekte angenommen. Es wird zusätzlich gemäss dieser Studie angenommen, dass sich das Maximum des Wasserabflusses aufgrund der höheren Temperaturen bis zum Jahr 2050 um ungefähr zwei Wochen in Richtung des Winterhalbjahres vorverschiebt, was in der Modellierung der Wasserkraftwerke berücksichtigt werden sollte.
4.2 Kernkraft
Für den Szenariorahmen wurde die Laufzeit der Kernkraftwerke (KKW) in der Schweiz mit 50 Jahren angenommen, damit allfällige erforderliche Netzmassnahmen rechtzeitig geplant und realisiert werden und die Vergleichbarkeit zwischen den Szenarien bestehen bleibt. Somit wird im Zieljahr 2030 noch das KKW Leibstadt und im Jahr 2040 kein Kernkraftwerk mehr in Betrieb sein.
Jahr 2019 20302040
Szenario Sz. 1 Sz. 2 Sz. 3 Sz. 1 Sz. 2 Sz. 3 Stromerzeugung Installierte Leistung [MW] Quelle: EP2050+
Kernkraftwerke 3 330 1 220 1 220 1 220 - - - Tabelle 4: Entwicklung der Erzeugungskapazitäten Kernkraft
Quelle: [4] Excel: Umwandlungssynthese Blatt: 03 installierte Leistung
4.3 Thermische Kraftwerke
Die heute fossil betriebenen Anlagen werden in Zukunft vermehrt mit biogenen bzw. erneuerbaren oder klimaneutralen Kraftstoffen betrieben. Im Szenario 3 kommen ca. 2500 MW installierte Leistung von grossen Gaskraftwerken hinzu, welche gemäss EP2050+ langfristig mit mehrheitlich importiertem Wasserstoff betrieben werden. Bei Kehrichtverbrennungsanlagen (KVA), Abwasserreinigungsanlagen (ARA) und Biomasse (Holz) Kraftwerken sind keine wesentlichen Veränderungen abzusehen.
Jahr 2019 20302040
Szenario Sz. 1 Sz. 2 Sz. 3 Sz. 1 Sz. 2 Sz. 3 Stromerzeugung Installierte Leistung [MW] Quelle: EP2050+
Kehrichtverbrennung 420 420 420 420 420 420420
weitere thermische Kraftwerke 360 340 340 600 200 180 2 830 Biomasse (Holz) 70 70 70 70 70 7070
Biogas Kraftwerke 30 120 120 130 250 280300
Abwasserreinigung 30 30 30 30 30 3030
Summe* 920 990 980 1 250 970 950 3 650
Tabelle 5: Entwicklung der Erzeugungskapazitäten thermischer Kraftwerke
Quelle: [4] Excel: Umwandlungssynthese Blatt: 03 installierte Leistung (Kehrichtverbrennung aufgeteilt erneuerbar/nicht-erneuerbar; «weitere thermische Kraftwerke» unter «neue KW fossil/PtG)
* ist die gerundete Summe der exakten Einzelwerte
4.4 Geothermie
Bisher gibt es keine Geothermie Kraftwerke in der Schweiz, welche Strom erzeugen. Im Szenario 1 und 3 wird davon ausgegangen, dass bis 2040 etwa 90 MW Geothermie Kraftwerke installiert werden. Im Szenario 2 ist die Entwicklung, aufgrund der unterstellten aktuellen Rahmenbedingungen, geringer.
10 Botschaft zum Bundesgesetz über eine sichere Stromversorgung mit erneuerbaren Energien, 2021, https://www.admin.ch/gov/de/start/dokumentation/medienmitteilungen.msg-id-84018.html 18/33 BFE-D-433E3401/362