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Vernehmlassung 2021/103: Szenariorahmen 2030/2040 für die Stromnetzplanung · 33 Seiten

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Aktenzeichen: BFE-471.3-20/10

Die Laststeuerung der Endkunden und Endkundinnen wird als «Demand Side Management» (DSM) oder falls mittels Preissignalen der Verbrauch gesteuert als «Demand Side Response» (DSR) bezeichnet. Auf der Nachfrageseite wurde in der Vergangenheit mit Rundsteuerungsanlagen und der Tarifierung (u.a. Doppeltarif) der Verbrauch gesteuert resp. beeinflusst. Dies waren zumeist starre Lösungen, da die Tarife und Zeiten nicht dem Angebot angepasst wurden. Zukünftig soll beispielsweise die Ladung der Batterien der Elektrofahrzeuge, die Verwendung der Wärmepumpen und der Einsatz von PtX-Anlagen teilweise flexibel sein. Im SZR CH wird der flexible Anteil der Elektrofahrzeuge, der Wärmepumpen und PtX-Anlagen ausgewiesen. Dieser Leistungsbezug des flexiblen Anteils von Elektrofahrzeugen, Wärmepumpen und PtX-Anlagen kann im Rahmen der Modellierung zeitlich verschoben werden. Der flexible Anteil kann gemäss Ladeleistung der Fahrzeuge bzw. elektrische Leistung der Wärmepumpen und der Batteriekapazität bzw. Wärmespeicherkapazität der Gebäude verschoben werden. Dieser Anteil macht bspw. 71 bis 84 % des Verbrauchs von Wärmepumpen in Haushalten im Jahr 2030 aus. Der nicht flexible Anteil des Verbrauchs wird nach typischen Lastprofilen für Elektrofahrzeuge und Wärmepumpen bezogen. Es wird bspw. 67 bis 70 % der Energie für Elektrofahrzeuge nach einem nicht flexiblen Lastprofil im Jahr 2040 bezogen. Die PtX-Anlagen werden als 100 % flexibel angenommen und befinden sich in der Regel direkt bei Laufwasserkraftwerken. Grundsätzlich werden die PtX-Anlagen im Dauerbetrieb betrieben, aber bei kritischen Versorgungslagen z.B. am Ende des Winters bei tiefen Füllständen der Speicherseen, kann der Betrieb eingestellt werden. Unter Elektrofahrzeugen werden in den folgenden Tabellen ausschliesslich batterieelektrische Fahrzeuge (BEV) angegeben ohne Plug-in-Hybride (PHEV) und Brennstoffzellenfahrzeuge (FCEV). Es fehlen auch die E-LKW und Busse, welche als nicht flexibel angenommen wurden und in Kapitel 5.2 beschrieben wurden. Die Verbreitung von Elektrofahrzeugen ist in den Szenarien 1 und 2 identisch mit etwa 2 Mio. E-PKW und 200 000 E-LNF (leichte Nutzfahrzeuge) bis im Jahr 2040. Die Anzahl von Wärmepumpen in privaten Haushalten und im Dienstleistungssektor ist etwas höher in Szenario 2 als in Szenario 1. In Szenario 3 ist die gesamte Entwicklung etwas langsamer. Weitere Annahmen zur Anzahl von Elektrofahrzeugen und Wärmepumpen sind im Anhang 10.1 zu finden.

Jahr 2019 2030 2040 2019 20302040

Flexibilität Anzahl [n] davon Anteil Flexibel [%]

Quelle: EP2050+ E-PKW 27 000 498 000 1 962 000 - 1733

E-LNF 700 45 000 203 000 - 1733

Wärmepumpen Haushalte 287 000 669 000 997 000 - 8076

Wärmepumpen Dienstleistungen inkl. Landwirtschaft 4 300 7 700 11 500 - 5144

Power-to-X Anlagen 0 5 28 - 100100

Tabelle 18: Annahmen zur Flexibilität im Szenario 1 gemäss Modellabschätzung EP2050+ (nicht veröffentlicht)

Jahr 2019 2030 2040 2019 20302040

Flexibilität Anzahl [n] davon Anteil Flexibel [%]

Quelle: EP2050+ E-PKW 27 000 498 000 1 962 000 - 1733

E-LNF 700 45 000 203 000 - 1733

Wärmepumpen Haushalte 287 000 685 000 1 067 000 - 7770

Wärmepumpen Dienstleistungen inkl. Landwirtschaft 4 300 10 500 17 300 - 5244

Power-to-X Anlagen 0 5 28 - 100100

Tabelle 19: Annahmen zur Flexibilität im Szenario 2 gemäss Modellabschätzung EP2050+ (nicht veröffentlicht)

Jahr 2019 2030 2040 2019 20302040

Flexibilität Anzahl [n] davon Anteil Flexibel [%] Quelle: EP2050+

E-PKW 27 000 460 000 1 656 000 - 15 E-LNF 700 33 000 164 000 - 15 Wärmepumpen Haushalte 287 000 601 000 845 000 - 91 Wärmepumpen Dienstleistungen inkl. Landwirtschaft 4 300 6 900 8 700 - 57 Power-to-X Anlagen 0 5 28 - 100 Tabelle 20: Annahmen zur Flexibilität im Szenario 3 gemäss Modellabschätzung EP2050+ (nicht veröffentlicht) 24/33 BFE-D-433E3401/362