Ergebnisbericht

Vernehmlassung 2022/79: Pa.Iv. Bei häuslicher Gewalt die Härtefallpraxis nach Artikel 50 AIG garantieren · 61 Seiten

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für Betroffene von häuslicher Gewalt vorzunehmen und für eheunabhängige Aufenthaltsmög-

lichkeiten für alle Opfer nach einer Trennung zu sorgen, sodass es Betroffenen möglich sei,

die Gewaltsituation zu verlassen. Die Schweizer Regierung habe in ihrem Kommentar zum

Bericht von GREVIO bereits auf die vorliegende parlamentarische Initiative hingewiesen. Die

genannten Akteure seien davon überzeugt, dass diese Initiative einen wirksamen Schutz für

migrantische Opfer ermöglichen könne und gleichzeitig die Anforderungen der Istanbul-Kon-

vention erfüllt würden und begrüssen dies.

Einige interessierte Kreise19 und SKG machen einen Hinweis auf die Empfehlungen des

CEDAW-Ausschusses (UNO-Konvention zur Beseitigung jeder Form von Diskriminierung der

Frau) vom 31. Oktober 2022 an die Schweiz. In seinen Empfehlungen habe der Ausschuss

die Schweiz aufgefordert, sicherzustellen, dass alle Frauen, die Opfer häuslicher oder sexua-

lisierter Gewalt seien, ihren gewalttätigen Ehepartner verlassen könnten, ohne ihren Aufent-

haltsstatus zu verlieren und unabhängig von der Schwere der erlittenen Gewalt.

4 Ergebnisse im Einzelnen

In diesem Kapitel werden explizite Äusserungen zu den jeweiligen Themen aufgeführt. Zur

besseren Übersichtlichkeit wurden die Formulierungsvorschläge zu den einzelnen Absätzen

in einem Anhang zusammengestellt ( s. Anhang I).

4.1 Änderung des Begriffs «eheliche Gewalt» in «häusliche Gewalt»

Die überwiegende Mehrheit der Vernehmlassungsteilnehmenden20 begrüsst den Vor-

schlag ausdrücklich, anstelle des Begriffs «eheliche» Gewalt neu «häusliche» Gewalt im Ge-

setzestext zu verwenden. Zahlreiche Teilnehmende21 merken an, dass es sich um eine wich-

tige und zeitgemässe Anpassung handle. Gewalt in Paarbeziehungen finde unabhängig vom

Zivilstand statt.

SO führt aus, dass indem inskünftig von «häuslicher Gewalt» anstatt bloss von «ehelicher

Gewalt» die Rede sei, würde der Gesetzestext begrifflich auf sämtliche Formen physischer

Llorens, Netzwerk Istanbul Konvention, NGO-Koordination post Beijing Schweiz, Plate-Forme Eglises(s) et Migrants, Plateforme Traite, Queeramnesty Schweiz, SAH Tessin, SBAA, SGCH, SIT, SKF, Solidarité femmes Biel/Bienne & Region, Solidarité sans frontières, SP Migrant:innen, Stiftung gegen Gewalt an Frauen und Kindern, SVF-ADF, TGNS, unine, Unterschlupf, VIOLENCE QUE FAIRE, Vogay

19CCSI Genève, CSP, EFS, FIZ, GT, NGO-Koordination post Beijing Schweiz, SGCH

20Kantone: AI, BL, FR, GE, GL, JU, LU, SH, SO, SZ, VD, ZH // politische Parteien: EVP, FDP, Grüne // gesamtschweizerische Dachverbände: SGB // nationale Konferenzen und Vereinigungen: SKG, SKHG, SODK // interessierte Kreise: AJP, Amnesty International, Anthrosocial,

ARVD, Assocation Palabres, Association découvrir, Association elisa-asile, Association La Virgule, Association Rainbow Spot, AvenirSocial, Beratungsstelle kokon, BIF, Brava, CAFF, CAPAS, Caritas Genève, Caritas, CCSI Fribourg, Centre Gauche-PCS VS romand, Centre LAVI Genève, cfd, CLAFG, CMS de Sierre, CSI, CSP, DAO, DJS, Dr. Hofner, eff-zett das fachzentrum, EFS, EKF, Fachstelle Zwangsheirat, Feministisches Streikkollektiv Bern, F-Information, FIZ, Fondation L’Essenti’Elles, Fondation MalleyPrairie, Fondation Surgir, Frauenberatung sexuelle Gewalt, Frauenhaus beider Basel, Frauenhaus Graubünden, Frauenhaus St. Gallen, Frauenhaus Winterthur, Frauen-Nottelefon, Frauenzentrale Aargau, Frauenzentrale Graubünden, Freiplatzaktion Zürich, FVGS, GT, HEKS, Herberge für Frauen - Frauenhaus Zug, humanrights.ch, IAMANEH Schweiz, IG Frau und Museum, Institut des études genre, InterAction Schweiz, JPV, Le Réseau femmes*, LSDH-GE,

Maison de santé communautaire, MASM, Médecins du Monde, Mélissa Llorens, Netzwerk Istanbul Konvention, NGO-Koordination post Beijing Schweiz, ODAGE, Plate-Forme Eglises(s) et Migrants, Plateforme Traite, Queeramnesty Schweiz, SAH Tessin, SAH, SBAA, SFH,

SGCH, SIT, SKF, Solidarité femmes Biel/Bienne & Region, Solidarité sans frontières, SP Migrant:innen, Stiftung gegen Gewalt an Frauen und Kindern, SVF-ADF, TGNS, Unterschlupf, VIOLENCE QUE FAIRE, Vogay

21Kantone: FR, GE // nationale Konferenzen und Vereinigungen: SKG // interessierte Kreise: Amnesty International, Anthrosocial, ARVD,

Association découvrir, Association elisa-asile, Association La Virgule, Association Palabres, Association Rainbow Spot, AsyLex, AvenirSocial, Beratungsstelle kokon, BIF, Brava, CAFF, CAPAS, Caritas Genève, CCSI Fribourg, Centre Gauche-PCS VS romand, Centre LAVI Genève, cfd, CLAFG, CMS de Sierre, CSI, CSP, DAO, Dr. Hofner, eff-zett das fachzentrum, EFS, Feministisches Streikkollektiv Bern, F-Information, FIZ, Fondation L’Essenti’Elles, Fondation MalleyPrairie, Fondation Surgir, Frauenberatung sexuelle Gewalt, Frauenhaus beider Basel, Frauenhaus Graubünden, Frauenhaus St. Gallen, Frauenhaus Winterthur, Frauenzentrale Aargau, Frauenzentrale Graubünden, Freiplatzaktion Zürich, FVGS, HEKS, Herberge für Frauen –Frauenhaus Zug, humanrights.ch, IAMANEH Schweiz, IG Frau und Museum, Institut des études genre, InterAction Schweiz, JPV, Le Réseau femmes*, LSDH-GE, Maison de santé communautaire, MASM, Médecins du Monde, Mélissa Llorens, Netzwerk Istanbul Konvention, NGO-Koordination post Beijing Schweiz, Plate-Forme Eglises(s) et Migrants, Plateforme Traite, Queeramnesty Schweiz, SAH Tessin, SAH, SBAA, SFH, SGCH, SIT, SKF, Solidarité femmes Biel/Bienne & Region, Solidarité sans frontières, SP Migrant:innen, Stiftung gegen Gewalt an Frauen und Kindern, SVF-ADF, TGNS, Unterschlupf, VIOLENCE QUE FAIRE, Vogay