Ergebnisbericht
Vernehmlassung 2023/20: Ausführungsrecht zum Bundesgesetz über die Förderung der Ausbildung im Bereich der Pflege und abschliessende Inkraftsetzung des Gesundheitsberufegesetzes (Umsetzung der 1. Etappe der Pflegeinitiative) · 75 Seiten
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Ergebnisbericht der Vernehmlassung zum Ausführungsrecht 1. Etappe Umsetzung Pflegeinitiative
OST fordert, dass im Sinne einer qualitativ hochwertigen Ausbildung die Lernortkoordination ebenso für das FH-Studium gelten müsse.
Für HES-SO ist es notwendig, klarzustellen, dass es um die Bedarfsplanung nicht nur auf kantonaler, sondern auf nationaler Ebene geht, die als Grundlage für die kantonalen Bedarfsplanungen dient. Der folgende Auszug erklärt den Punkt (S. 14): «Die Berechnung des maximalen Betrages für die gesamte Förderperiode pro Kanton erfolgt aufgrund der einzelnen kantonalen Bedarfsplanungen.» Es müsse unbedingt gesamtschweizerisch gedacht werden, da berufliche Mobilität unvermeidlich und notwendig ist.
ZHAW und SSPH+ fordern eine Anpassung des Textes: «Die Kantone erarbeiten auf der Grundlage der vom Bund erstellten ihrer Bedarfsplanung, welche auf aktuellen Zahlen und dem für sichere und angemessene Pflege notwendigen Skill-Grade-Mix beruht, […]». In den Statistiken vieler Institutionen werde nicht zwischen HF und BSc unterschieden, obwohl der Mehrwert von Pflegenden mit BSc sich längst in allen Einsatzbereichen anerkannt sei. Diese Unterscheidung sei für eine saubere Planung des Skill-Grade-Mix und der daraus abgeleiteten Bedarfsplanung essenziell und müsse neben dem Skill-Grade-Mix die Grundlage für die Bedarfsplanung darstellen. Es sei zu bedenken, dass internationale Literatur zur Definition der Bedarfsklärung BSc nur begrenzt herbeigezogen werden kann, da in vielen Ländern eine Pflegefachperson ausschliesslich mit BSc ein Diplom erlangen kann.
4.1.9.2 Artikel 9 Absatz 1 Buchstabe a
BroteggPraxis, curacasa, IG swissANP, ISMI, NOPS, Public Health Schweiz, SBK, SBK-BE, SBK-NE-JU, SGB, SHV, SIGA, SNS, SP Schweiz, Stillförderung Schweiz, SVBG, SVF und vsao verlangen, dass Massnahmen, die den Einstieg in die HF-Pflege Ausbildung erleichtern, nicht dazu führen dürften, dass das nachgelagerte FH-Studium verkürzt werde und damit nicht mehr den in der EU-Richtlinie 2005/36/EG Artikel 31 Ziffer 3 genannten Mindestdauer an theoretischem und praktischem Unterricht entspreche.
Syna und Travail.Suisse bemerken, dass die Formulierung «den Einstieg in die Ausbildung erleichtern» nicht klar sei. Wenn ein erleichterter Zugang zu einer schlechteren Ausbildung oder einer Verkürzung der nachgelagerten HF-Studiengänge führe, sei das nicht akzeptabel. In den Gesamterläuterungen (S. 13) ist ausdrücklich von «Adaption bestehender und Konzeption neuer Bildungsgänge» die Rede. Dies lässt vermuten, dass die Ausbildungen verkürzt und abgewertet werden könnten und die «Versuchung» bestehe, die Anzahl Abschlüsse um jeden Preis zu erhöhen und dafür, falls notwendig, die Qualität der Ausbildungen herabzusetzen. Travail.Suisse spricht sich klar gegen jede per Gesetz eingeräumte Möglichkeit aus, die Anzahl Abschlüsse zu erhöhen, indem die Qualität der Ausbildung gesenkt wird.
4.1.9.3 Artikel 9 Absatz 1 Buchstabe b
VAS AG fordert, dass die Kantone im Rahmen der Weiterbildung sicherstellen, dass den Beschäftigten im medizinischen Bereich (FaGe, Rettungssanitäter/-innen, Techniker/-innen)
eine Entwicklungsmöglichkeit angeboten wird, um alternativ zu einem Abschluss in Pflege zu kommen.
4.1.9.4 Artikel 9 Absatz 1 Buchstabe c
Für HES-SO sieht die Notwendigkeit, die in diesem Buchstaben enthaltenen Elemente zu klären, insbesondere ihre Ausgestaltung im Zusammenhang mit den Massnahmen, die sich aus den Artikeln über die Förderung der praktischen Ausbildung ergeben können. Zudem müsse sichergestellt werden, dass das Sonderprogramm für FH vergleichbare Massnahmen nach einem vergleichbaren Zeitplan abdecken kann.
4.1.9.5 Artikel 9 Absatz 2
ARTISET, ASPS, BroteggPraxis, curacasa, H+, IG swissANP, ISMI, KOGS, NOPS, OdA-Santé, Psychiatrie BL, Public Health Schweiz, SBK, SBK-BE, SBK-GR, SBK-NE-JU, senesuisse, SGB, SHV, SIGA, SNLeaders, SNS, SP Schweiz, Spitex Zürich, SSPH+, Stillför-