Erläuternder Bericht
Vernehmlassung 2024/14: Weiterentwicklung der leistungsabhängigen Schwerverkehrsabgabe, LSVA (Teilrevision des Schwerverkehrsabgabegesetzes, SVAG) · 101 Seiten
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Erläuternder Bericht zur Revision des SVAG
leitungen nutzt, um sich mit Strom zu versorgen. Die Ergebnisse zeigen, dass emissionsfreie Fahrzeuge je nach Fahrzeuggrösse zwischen 2030 und 2040 generell wettbewerbsfähiger als Dieselfahrzeuge sein werden. Darüber hinaus variieren die Kosten und die Wettbewerbsfähigkeit von emissionsfreien Fahrzeugen je nach Technologie. batterieelektrisch angetriebene Fahrzeuge und Fahrzeuge, die ein elektrifiziertes Strassennetz nutzen, können in Europa aufgrund ihrer Energieeffizienz und der niedrigen Betriebskosten, die ihre Anschaffungskosten kompensieren, kostenmässig gegenüber Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor wettbewerbsfähig werden. Die Kostenwettbewerbsfähigkeit von emissionsfreien Fahrzeugen hängt aber auch vom Ausbau der Infrastruktur ab. Im Gegensatz dazu sind Fahrzeuge mit Brennstoffzellenantrieb (Wasserstoff) grundsätzlich weniger wettbewerbsfähig als die beiden anderen Technologien. Lediglich unter bestimmten konservativen Annahmen für elektrische Batterien und ehrgeizigen Annahmen für den Einsatz von Wasserstofffahrzeugen können sie mithalten. Dies liegt daran, dass die Erzielung von Grössenvorteilen bei der Produktion von Wasserstofffahrzeugen, um den Kaufpreis zu senken, und die Sicherstellung einer ausreichenden Wasserstoffversorgung grosse Herausforderungen für den Einsatz von Wasserstofffahrzeugen in Europa darstellen. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Wasserstofffahrzeuge mit Brennstoffzellen voraussichtlich eine Marktnische darstellen werden, während batterieelektrisch angetriebene Fahrzeuge und Fahrzeuge, die ein elektrifiziertes Strassennetz nutzen, die effektivsten und kosteneffizientesten Technologien zur Reduzierung der CO2-Emissionen im europäischen Schwerverkehr sind.
Die Studie zeigt auch, dass die Dekarbonisierung des Güterverkehrssektors nicht ohne aktives Eingreifen der Regierungen erreicht werden kann. Angesichts der Ungewissheit, wie sich der Markt für emissionsfreie Fahrzeuge entwickeln wird, sollten Massnahmen seitens der Politik technologieneutral bleiben, um nicht die Tür für die eine oder andere Technologie zu verschliessen.
Zudem hat die Europäische Kommission ehrgeizige CO2-Emissionsziele für neue schwere Nutzfahrzeuge vorgeschlagen. Die Kommission schlägt eine schrittweise Einführung strengerer CO2-Emissionsnormen gegenüber dem Stand von 2019 mit zertifizierten CO2-Emissionen für nahezu alle neuen schweren Nutzfahrzeuge vor, und zwar 45% weniger Emissionen ab 2030, 65% weniger Emissionen ab 2035 und 90% weniger Emissionen ab 2040.24
Carbon4 führte eine Studie25 über die Dekarbonisierung von Schwerverkehrsfahrzeugen in Frankreich durch. Die Emissionen des Güterverkehrssektors, insbesondere die von schweren Nutzfahrzeugen, stellen das grösste Hindernis für die Erreichung des Ziels der Dekarbonisierung des Verkehrssektors dar. Die Flotte, die fast vollständig mit herkömmlichen fossilen Brennstoffen betrieben wird, soll bis 2050 durch Alternativen ersetzt werden, die in der Nutzungsphase keine Treibhausgase ausstossen. Von den drei Alternativen, die eine den klimatischen Herausforderungen entsprechende Dekarbonisierung der schweren Nutzfahrzeuge ermöglichen - Biogas (aber
24 Vorschlag für eine Verordnung des Europäischen Parlaments und des Rates zur Änderung der Verordnung (EU) 2019/1242 im Hinblick auf die Verschärfung der CO2- Emissionsnormen für neue schwere Nutzfahrzeuge und die Einbeziehung von Meldepflichten sowie zur Aufhebung der Verordnung (EU) 2018/956, COM(2023) 88 final.
25 Rapport_Camion_Electrique_Logistique_Urbaine (carbone4.com)