Ergebnisbericht

Vernehmlassung 2024/54: Änderung der Raumplanungsverordnung (Umsetzung der zweiten Etappe der Teilrevision des Raumplanungsgesetzes [RPG 2] und des Bundesgesetzes über eine sichere Stromversorgung mit erneuerbaren Energien) · 57 Seiten

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Artikel 32d, Freistehende Solaranlagen nicht von nationalem Interesse ausser halb der Bauzonen

Allgemeines

Die SVP lehnt den Bau von freistehenden Solaranlagen auf Fruchtfolgeflächen und hochwertigen landwirtschaftlichen Böden strikt ab. Landwirtschaftliche Flächen sollen geschützt werden und Vor- rang zur Nutzung behalten.

Einige Teilnehmende beantragen, zu präzisieren, was unter «Vorteilen für die landwirtschaftliche Pro- duktion» zu verstehen ist (BL, GL, OW, TG, TI, UR, ZG, ZH; SBV; AgriGenève, ASR, Bell, BVAG,

BVAR, BEBV, Braunvieh, GalloSuisse, GH, GLBV, HOS, JardinSuisse, KOLAS, LDK, MS,

Prométerre, SBLV, SGBV, SMP, SOV, suissemelio, SVZ, Swiss Beef, swissherdbook, Swissolar,

VLS, VSKP, WLK, ZBB, ZBV).

Einige Teilnehmende sind der Ansicht, dass die Bestimmungen auch für die notwendige Netzinfra- struktur wie z.B. Trafostationen gelten soll (GE, SH, TG, VS; FDP; BKW, Insolight). Regiogrid schlägt vor, diese Bestimmung auch noch auf Speicher auszudehnen.

Absatz 1

aeesuisse, BKW, energie360°, GH, Regiogrid, Swissolar und Zürich beantragen, die schwimmenden Anlagen auf einem Stausee oder auf anderen künstlichen Gewässerflächen explizit zu erwähnen

Die ENHK und die EKD beantragen, in dieser Bestimmung aufzunehmen, dass die Standortgebun- denheit von freistehenden Solaranlagen nicht von nationalem Interesse ausserhalb der Bauzonen ein wenig empfindliches Gebiet voraussetze.

SAC und MW beantragen, Absatz 1 zur Konkretisierung der Begriffe «wenig empfindliche» und «be- reits mit anderen Bauten und Anlagen belastete Gebiete» dahin gehend zu ergänzen, dass dies Standorte unmittelbar neben Bauzonen oder bestehenden, ganzjährig intensiv genutzten Infrastruktu- ranlagen sind.

Absatz 2

BE, GE, JU, SG, SH, SZ, TG und ZH fordern, festzulegen, ab welcher Grösse oder Leistung freiste- hende Solaranlagen ausserhalb der Bauzonen, die nicht von nationalem Interesse sind, planungs- pflichtig sind.

Verschiedene Teilnehmende verlangen die Klarstellung, dass eine Planungspflicht bestehe, wenn für die Anlage eine Umweltverträglichkeitsprüfung durchzuführen ist (SBV; AgriGenève, ASR, BEBV,

Bell, Braunvieh, BVAG, BVAR, GalloSuisse, GLBV, HOS, Insolight, JardinSuisse, MS, Prométerre, SBLV, SGBV, SMP, SOV, SVZ, Swiss Beef, swissherdbook, VLS, VSKP, WLK, ZBB, ZBV).

Gemäss aeesuisse, energie360°, GH, Swissolar und Zürich sollen Anlagen mit einer Jahresproduk- tion bis 5 GWh von der Planungspflicht ausgenommen werden, um den Ausbau erneuerbarer Ener- gien nicht zu bremsen.

Absatz 3

ENHK und EKD begrüssen die verlangte umfassende Interessenabwägung. Sie weisen darauf hin, dass für solche Anlagen innerhalb von Bundesinventarobjekten gemäss Artikel 5 NHG aufgrund von Artikel 6 NHG eine eingeschränkte (bzw. zweistufige) Interessenabwägung gelte.

Einige Vernehmlassungsteilnehmende beantragen die Streichung der Bestimmung (SBV; Agri- Genève, ASR, Axpo, BEBV, Bell, Braunvieh, BVAG, BVAR, GalloSuisse, GLBV, HOS, JardinSuisse, MS, Prométerre, SBLV, SGBV, SMP, SOV, SVZ, Swiss Beef, swissherdbook, VLS, VSKP, WLK,

ZBB, ZBV).