Ergebnisbericht

Vernehmlassung 2024/54: Änderung der Raumplanungsverordnung (Umsetzung der zweiten Etappe der Teilrevision des Raumplanungsgesetzes [RPG 2] und des Bundesgesetzes über eine sichere Stromversorgung mit erneuerbaren Energien) · 57 Seiten

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Vernehmlassungsteilnehmende beantragen, in dieser Bestimmung das Wort «umfassenden» zu strei- chen (BS; aeesuisse, Axpo [als Eventualantrag], BKW, energie360°; Regiogrid).

Es wird beantragt, die Begründungslast bei der Interessenabwägung zu verschärfen: geltend ge- machte Interessen müssen im Bewilligungsverfahren ausführlich begründet werden, und eine Bewilli- gung darf nur verweigert werden, wenn überwiegende öffentliche oder sehr gewichtige private Inter- essen entgegenstehen (SG; sgv; aeesuisse, Axpo, BKW, energie360°, GH, Regiogrid, Swissolar).

Es wird verlangt, in der Interessenabwägung stets die architektonische Gestaltung und landschaftli- che Einbettung zu berücksichtigen. Die Aspekte Landschaftsbild und Baukultur sollen eine hohe Ge- wichtung erhalten und in der Bestimmung explizit erwähnt werden (BPK, FSU, ROREP, SIA, RZU, SCNAT).

Absatz 4

Solaranlagen sollen nach einer über zehnjährigen Produktionsunterbrechung als endgültig ausser Be- trieb gelten und zurückgebaut werden müssen (SPS; BirdLife, BSLA, Casafair, Heimatschutz-CH,

oeku, Pro Natura-BS, Pro Natura-LU, Pro Natura-NE, Pro Natura-SH, Pro Natura-ZH, PUSCH, SL-FP, SVU). Einige Teilnehmende schlagen vor, dass dies bereits nach einem fünfjährigen Unterbruch erfolgen soll (FFW, Landschaftsinitiative, Pro Natura-BE, Pro Natura-GL, Pro Natura-JU, Pro Natura-VD, Vogelwarte, VCS, WWF).

aeesuisse, GH, Swissolar und Zürich weisen darauf hin, dass PV-Unterkonstruktionen bis 60 Jahre halten und ein Repowering nach halber Lebensdauer möglich sein soll.

Absatz 5

BS beantragt die Streichung der Bestimmung; ein gesetzliches Pfandrecht sei unangemessen und die gesetzliche Grundlage sei fraglich.

Da Projektanten meist nicht Grundeigentümer sind, könnte die Pfandrechtsdrohung Eigentümer von einer Grundstücksbereitstellung abhalten (TG; Axpo).

Der erste Satz der Bestimmung soll gestrichen werden, da Kanton für solche Details zuständig ist (AgriGenève, ASR, Aviforum, Bell, BVAG, BVAR, BEBV, Braunvieh, GalloSuisse, GLBV, HOS, Jard- inSuisse, MS, Prométerre, SBLV, SGBV, SGP, SMP, SOV, Suisseporcs, SVZ, Swiss Beef, swiss- herdbook, VLS, VSKP, WLK, ZBB, ZBV).

Absatz 6

Einige Vernehmlassungsteilnehmende beantragen die Streichung der Bestimmung (AI, BS, GL, NW, UR, VS; SBV; AgriGenève, ASR, Aviforum, BEBV, Bell, Braunvieh, BVAG, BVAR, GalloSuisse,

GLBV, HOS, JardinSuisse, MS, Prométerre, RKGK, SBLV, SGBV, SGP, SMP, SOV, Suisseporcs, SVZ, Swiss Beef, swissherdbook, VLS, VSKP, WLK, ZBB, ZBV).

Artikel 32e, Anlagen zur Nutzung der Energie aus Biomasse

Allgemeines

Die SVP unterstützt Biomassanlagen, die nah an bestehenden Infrastrukturen errichtet würden und somit die lokale Landwirtschaft direkt unterstützten. Grossflächige kommerzielle Biomasseprojekte seien allerdings kritisch zu betrachten.

Mehrere Teilnehmende begrüssen die Bestimmung, welche die Entwicklung von Biomasse- und Bio- gasanlagen fördert und damit zur Energie- und Klimastrategie beiträgt (Biomasse Suisse, Mitte Muri, POWERLOOP, VSG).