Ergebnisbericht
Vernehmlassung 2024/54: Änderung der Raumplanungsverordnung (Umsetzung der zweiten Etappe der Teilrevision des Raumplanungsgesetzes [RPG 2] und des Bundesgesetzes über eine sichere Stromversorgung mit erneuerbaren Energien) · 57 Seiten
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- Es wird verlangt, dass die Ernährungssicherung und die Lebensmittelproduktion in den Inter- essenabwägungen als nationales öffentliches Interesse gelten (SVP; SBV; Agora, Agri- Genève, ASR, Aviforum, BEBV, Bell, Braunvieh, BVAG, BVAR, CAJB, CNAV, GalloSuisse,
GLBV, HOS, JardinSuisse, MS, Prométerre, SBLV, SGBV, SGP, SMP, SOV, Suisseporcs,
SVZ, Swiss Beef, swissherdbook, VLS-AAES, VSKP, WLK, ZBB, ZBV);
- Wenn Ein- und Umzonungen, die zu einem höheren umweltrechtlichen Schutzbedarf und folglich zu Einschränkungen der Nutzung oder Tätigkeit nahegelegener Landwirtschaftsbe- triebe führen können, ist die nur möglich, wenn für das betreffende Gebiet eine Zone nach Ar- tikel 15 Absatz 4bis RPG ausgeschieden wird. Wenn keine solche Geruchsüberlagerungs- zone ausgeschieden wird und die Grenzwerte für Immissionen nicht eingehalten werden kön- nen, darf die Ein- oder Umzonung nicht vorgenommen werden (SBV; Agora, AgriGenève,
ASR, Aviforum, BEBV, Bell, Braunvieh, BVAG, BVAR, CAJB, CNAV, GalloSuisse, GLBV, HOS, JardinSuisse, MS, SBLV, SGBV, SGP, SMP, SOV, Suisseporcs, SVZ, Swiss Beef, swissherd- book, VLS-AAES, VSKP, WLK, ZBB, ZBV);
- Es muss definiert werden, wann der Geruch übermässig ist (SBV; Agora, AgriGenève, ASR, BEBV, Bell, Braunvieh, BVAG, BVAR, CAJB, CNAV, GalloSuisse, GLBV, HOS, JardinSuisse, MS, SBLV, SGBV, SGP, SMP, SOV, SVZ, Swiss Beef, swissherdbook, VLS-AAES, VSKP,
WLK, ZBB, ZBV);
- SBS und STV fordern, das Vorrangprinzip für Landwirtschaft gegenüber anderen Nutzungen zu präzisieren und klarzustellen, dass touristische Nutzungen zulässig sind, sofern sie die Existenzgrundlage des betroffenen landwirtschaftlichen Betriebs nicht beeinträchtigen.
- JardinSuisse verlangt eine konsequente Gleichstellung des produzierenden Gartenbaus mit der Landwirtschaft.
Es ist klarzustellen, dass im Bereich des Vorrangs der Landwirtschaft Geruchs- und Lärmimmissionen aus der Landwirtschaft grundsätzlich zu dulden sind. Dementsprechend soll die Landwirtschaftszone analog zur Industriezone nicht als bewohnte Zone gelten. Eine übermässige Belastung soll bei 30% Geruchsstunden pro Jahr (Faktor 2 der Mischzone) angenommen werden (SVP; SBV; Agora, Agri- Genève, ASR, Aviforum, BEBV, Bell, Braunvieh, BVAG, BVAR, CAJB, CNAV, GalloSuisse, GLBV,
HOS, JardinSuisse, MS, Prométerre, SBLV, SGBV, SGP, SMP, SOV, Suisseporcs, SVZ, Swiss Beef, swissherdbook, VLS-AAES, VSKP, WLK, ZBB, ZBV).
Absatz 1
Verschiedene Kantone erachten die Formulierung der Generalklausel in Absatz als nicht sinnvoll (BL, SG, TG, UR).
Mehrere Kantone betonen, dass Umwelt- und Gesundheitsschutz auch in der Landwirtschaftszone gewährleistet bleiben müssen und daher keine Reduktion von Mindestabständen zulässig ist (BL, BS, FR, SG, TG, UR).
Unklar ist, ob Erleichterungen nach Artikel 38a Absatz 1 RPV begrenzt sind; der Alarmwert für Lärm- immissionen nach Artikel 17 Absatz 2 USG darf auch bei gewährten Erleichterungen nicht überschrit- ten werden (SG).
Die lärmschutzrechtlichen Grundlagen (Art. 25 USG, Art. 7 LSV, Art. 8 LSV, Art. 14 LSV) sehen mit dem bestehenden Wortlaut keine Erleichterungsmöglichkeit vor. Es besteht somit kein Spielraum für Erleichterungen. Die angedachte Revision der RPV steht mit ihrem Wortlaut somit im Widerspruch mit dem Lärmschutzrecht aus USG und LSV (LU).