Erläuternder Bericht

Vernehmlassung 2026/64: Vorlage zur verkehrsträgerübergreifenden Bewältigung der Mobilitätsbedürfnisse: Verkehr ’45 · 147 Seiten

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vollzogen, sodass die Ausbauschritte zukünftig nach dem Jahr bezeichnet werden, in welchem der Bundesrat die Gesamtbotschaft zu allen Verkehrsträgern verabschiedet. Die Terminologie der früheren Beschlüsse bleibt bestehen, auch wenn diese inhaltlich angepasst werden.

2.1.2 Funktionsfähigkeit und Resilienz des Bahnnetzes

Die Verkehrsleistung für den Personenverkehr auf der Schiene wird gemäss Verkehrsperspektiven 2050 zwischen 2017 und 2050 um rund 33 Prozent zunehmen. Der Anteil des öffentlichen Verkehrs an der Verkehrsleistung wird gemäss den Verkehrsperspektiven 2050 im Szenario «Basis» von 21 auf 24 Prozent ansteigen. Gleichzeitig wächst die Transportleistung im Güterverkehr in Tonnenkilometer im Vergleich zum Jahr 2017 je nach Szenario zwischen 35 und 40 Prozent. Mit dem heutigen Angebot kann die steigende Nachfrage auf dem Schienennetz nicht auf allen Strecken gedeckt werden. Die Verkehrsperspektiven werden im Moment überarbeitet. Die Resultate werden im Herbst 2026 vorliegen.

Mit der steigenden Nachfrage und Netznutzung erhöhen sich die Anforderungen an die Fahrplanstabilität und die Bahnproduktion. Bereits heute verfügt das dicht befahrene Netz über kurze Zugfolgezeiten und damit kaum über Reserven. Das kann rasch zu Verspätungen und damit zu negativen Kettenreaktionen auf dem ganzen Netz führen. Zudem stehen kaum noch genügend Kapazitäten für betrieblich notwendige Fahrten (z.B. die Fahrt in eine Abstellanlage, Unterhaltsanlage oder Güterverkehrsanlage) zur Verfügung. Besonders kritisch sind dabei Knotenpunkte, in denen sich dichte Zugabfolgen mit komplexen Umsteigebeziehungen überschneiden. Diese fordern eine besonders hohe Fahrplanstabilität und eine hochpräzise Bahnproduktion. Um auch in Zukunft einen stabilen Fahrplan sicherstellen zu können, sind neben einer konsequenten Digitalisierung des Eisenbahnnetzes auch gezielte Ausbauten unerlässlich.

2.1.3 Stand der Ausbauprogramme

Für die drei Bahnausbauprogramme «Zukünftige Entwicklung Bahninfrastruktur», «Ausbauschritt 2025» und «Ausbauschritt 2035» wurden drei Verpflichtungskredite für Ausbaumassnahmen beschlossen. Das Investitionsvolumen der beschlossenen Massnahmen inkl. der planerischen Vertiefung weiterer Massnahmen liegt bei rund 31,4 Milliarden Franken (zum Preisstand des jeweiligen Kredits, ohne Teuerung und Mehrwertsteuer, vgl. Tabelle 1).