Ergebnisbericht

Vernehmlassung 2001/19: Strafprozessordnung · 108 Seiten

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in eine Strafprozessordnung.531 Eine Minderheit bef¸rwortet eine Regelung auch in diesem Rahmen.532 Was die konkreten Bestimmungen betrifft, werden, von Seiten der Bef¸rworter wie der Gegner, verschiedene Punkte beanstandet und zur ƒnderung vorgeschlagen. In Art. 297 (Allgemeines) Abs. 1 wird angeregt, neben Bild- auch Tonaufnahmen zuzulassen533 und lit. a zu erg‰nzen534. Die Regelung der Bewilligung in Abs. 2 wird zum Teil als solche verworfen535, zum Teil werden punktuelle ƒnderungen vorgeschlagen, so die Zust‰ndigkeit der Staatsanwaltschaft zur Bewilligung, mit Beschwerdemˆglichkeit an das Gericht536, oder die Verk¸rzung der 5t‰gigen Frist537. Im Zusammenhang mit dieser Frist wird verschiedentlich auch die Frage gestellt, wie diese zu berechnen sei538.

 ‹berwachung von Bankbeziehungen: die Regelung dieser Materie in der neu-

en Strafprozessordnung wird praktisch einhellig bef¸rwortet. Etwa die H‰lfte der Bef¸rworter spricht sich zudem f¸r eine Erweiterung auf die Post und andere Finanzintermedi‰re aus.539 Soweit an den vorgeschlagenen Bestimmungen Kritik ge‰ussert wird, ist diese vereinzelt. Hervorzuheben sind die Postulate, dass in Abweichung von Art. 319 Abs. 2 f¸r jede ‹berwachung des Bankverkehrs eine richterliche Bewilligung erforderlich sein sollte540, dass die Problematik der Zufallsfunde zu regeln sei541, dass die ‹berwachung nur bei Verfolgung schwerer Verbrechen und nur subsidi‰r zul‰ssig sein sollte542 und, im Sinn einer Lockerung der Voraussetzungen, dass die Polizei zur Anordnung zust‰ndig sei und in Abs. 2 auf die Bewilligung durch das Zwangsmassnahmengericht zu verzichten sei543.

9.7 7. Kapitel: Erkennungsdienstliche Unterlagen und Akten (Art. 320- 325)

Im 1. Abschnitt, Allgemeines (Art. 320-322), werden v.a. die Voraussetzungen und die Durchf¸hrung der erkennungsdienstlichen Erfassung (Art. 320 und 321) kom-

531 So ganz oder teilweise AG, AR, AI, BS, BE, FR, GL, GR, JU, NE, NW, SZ, SO, SG, TI, TG, UR, VS, ZH, LPS, Avocats GE, SKG, CAPP, StA AG, Police VD, Police Lausanne, Stapo SG, VSPB, SVSP, VBJAZ. 532 BL (will aber Differenzierung von Observationen als strafprozessuale Massnahme und als rein polizeiliche Massnahme), GE, OW, SH, VD, ZG, CSP (v.a. wenn Observation l‰nger als 5 Tage dauert), CVP (wie BL), FDP, SP, BAP (Observation ist Zwangsmassnahme, BGE 120 IV 260), SwissBanking, SAV, Uni SG, Uni Lausanne, STS, SPV. 533 BE. 534 Ñsie weiss oder ernsthafte Gr¸nde hat anzunehmen...ì: AR, TG, KKPKS. 535 Zu weitgehend, unnˆtig: AR, BE, OW, SO, TI, TG, VD, KKPKS, Police VD, Stapo BE, Stapo SG, VSPB. 536 AI, BL, GR, ZH, StA AG, KSBS. 537 Richterliche Bewilligung schon nach 24h nˆtig: SP, Uni SG; von Anfang an: DJS, SAV, SPV; nach mehr als 5 Tagen: SVSP (20 Tage), SSV. 538 SG, ZH, DSB, EDSB. 539 AG, AR, AI, BL, BS, BE, FR, GE, GL, GR, LU, NW, SH, SZ, SO, SG, TI, TG, UR, VD, VS, ZG, ZH, CSP, CVP, FDP, GPS, LPS, SP, SwissBanking, AJP, DJS, Avocats GE, SAV, CAPP, KSBS, StA AG, Police VD, Stapo BE, Stapo SG, Uni SG, Uni Lausanne, STS, SPV [Schr‰gdruck = bef¸rwortet Erweiterung]. Unter den hier nicht aufgef¸hrten Vernehmlassern bezweifelt einzig JU die Notwendigkeit einer Regelung. 540 SwissBanking; auch AJP, DJS (Anordnung durch Richter, analog B‹PF). 541 JU, SAV. 542 Avocats GE. 543 Stapo BE bzw. BE, NW, VD, KSBS, VBJAZ (beantragt auch Streichung von Abs. 3).