Erläuternder Bericht

Vernehmlassung 2005/62: Fachhochschulakkreditierungsvereinbarung, Fachhochschulakkreditierungsagenturenverordnung, Fachhochschulakkreditierungsrichtlinien und Teilrevision Fachhochschulverordnung · 10 Seiten

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Fachhochschulakkreditierungsrichtlinien: Erläuternder Bericht

zwischen grundständigen und weiterbildenden Master müssen dabei gut erkennbar sein.30 Hinweise für die Überprüfung der unterschiedlichen Profile liefern die im Rahmen der Joint Quality Initiative erarbeiteten sog. Dublin Descriptors.

Die Curricula des grundständigen Studienangebots sollten so ausgestaltet sein, dass die Absolvierenden gute Chancen haben, eine ihrer Qualifikation entsprechende Berufstätigkeit aufzunehmen. Gemäss diesem Bildungsauftrag muss die Antrag stellende Fachhochschule den Zusammenhang zwischen beruflichen Tätigkeitsfeldern, berufsfeldspezifischem Qualifikationsprofil und Curriculum, in dem sich das Profil manifestiert, plausibel darlegen, ohne dass die Form des Nachweises a priori vorgegeben ist. Zu starre Vorgaben wären in diesem Zusammenhang kontraproduktiv, da die Feststellung der Berufsrelevanz nach Fachgebiet, Ausrichtung des Studiengangs oder arbeitsmarktpolitischen Rahmenbedingungen variieren kann. Die Akkreditierung sollte daher auf dem Grundsatz beruhen, dass die Antrag stellende Fachhochschule in ihrer Selbstevaluation die von ihr gewählten fachspezifischen Standards für die zu akkreditierenden Studiengänge unter Angabe des Referenzsystems beschreibt. Die mit der Akkreditierung beauftragte Agentur stellt der Gutachtergruppe die ergänzenden fachlichen Standards der scientific community (Fachkonferenzen, Hochschulvereinigungen etc.) und der Berufspraxis als Orientierung zur Verfügung. Damit können auch die Zielerfüllung (fitness for purpose) als auch die Zulässigkeit des Ziels (fitness of purpose) angemessen und hochschuladäquat beurteilt werden.

30 Vgl. Vereinbarung zwischen Bund und Kantonen über den Aufbau von Diplomstudiengängen auf der Masterstufe an Fachhochschulen, Bern 2006 (Entwurf März 2006 in Anhörung).