Erläuternder Bericht
Vernehmlassung 2006/1: Vernehmlassung über die Abgabe der Bundesbeteiligung am Unternehmen Swisscom AG · 64 Seiten
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hat sich der Wert der Swisscom-Aktie um 21,8% erhöht. Wird der „total return“ als Performance-Ausweis beigezogen, schneidet Swisscom für die Periode vom 2. Oktober 1998 (Börsengang) bis Dezember 2005 mit +59,2% gut ab. Zwei Vergleichszahlen bestätigen dies: SMI (Swiss Market Index) +62,1%, DJS Telecom (Index aller Westeuropäischen Telekom-Incumbents) –4,8%. Deutlich schlechter als Swisscom haben sich beispielsweise die Deutsche Telekom (-33,4%) und France Telecom (-52,1%) entwickelt. Der Spanische Incumbent Telefonica weist hingegen mit +67,8% eine bessere Performance als Swisscom auf22.
Swisscom hat seit dem Börsengang 1998 insgesamt 15,9 Milliarden an ihre Aktionäre ausgeschüttet (inklusive 2005). Dieser Betrag teilt sich in Dividendenzahlungen im Umfang von 6 Milliarden, in Nennwertreduktionen von 1,6 Milliarden und in Aktienrückkaufsprogramme von 8,3 Milliarden auf. In nur sieben Jahren hat Swisscom somit mehr als die Hälfte der aktuellen Börsenbewertung an ihre Aktionäre ausgeschüttet. 2005 betrug die gesamte Ausschüttung rund 2,9 Milliarden, dies in Form einer Dividende und eines Aktienrückkaufs.
Einnahmen des Bundes aus seiner Beteiligung an Swisscom
Der Bund erzielte anlässlich des Börsengangs der Swisscom im Oktober 1998 einen Erlös von insgesamt 5,9 Milliarden aus dem Verkauf von 25 374 750 Aktien. Nach Abzug der Vorleistung des Bundes an die Swisscom von 3,2 Milliarden (Umwandlung eines Darlehens des Bundes in Eigenkapital der Gesellschaft) verblieb dem Bund eine „Extra-Dividende“ von 2,7 Milliarden.
Nach dem Börsengang hat die Swisscom-Beteiligung dem Bund Einnahmen von knapp 10 Milliarden eingetragen. Diese verteilen sich gemäss untenstehender Tabelle 1 auf Dividendenzahlungen von insgesamt 3,8 Milliarden, Nennwertrückzahlungen von insgesamt 1,0 Milliarden und Aktienverkäufe von insgesamt 5,1 Milliarden.
Im Jahr 2005 nahm der Bund 569 Millionen an Dividenden ein und löste 412 Millionen aus Aktienverkäufen (Wandlung einer Anleihe). Im Weiteren hat er sich am Aktienrückkauf der Swisscom an der Börse beteiligt. So konnte mit dem Verkauf von weiteren 2.2 Millionen Aktien ein zusätzlicher Erlös von 938 Millionen erzielt werden.
Die Tabelle unterscheidet zwischen ordentlichen Dividendeneinnahmen, die normalerweise jährlich anfallen und ausserordentlichen, die Substanz der Anlage vermindernden, Investitionseinnahmen (Aktienrückkaufsprogramme durch die Swisscom, Aktienverkäufe durch den Bund). Nennwertreduktionen fallen als zukünftige Einnahmenquelle für den Bund kaum mehr in Betracht, da die Swisscom-Aktie bereits einen solchen von 1 Franken hat. Ausserdem wäre es falsch, von vergangenen Einnahmen auf zukünftige Zahlungsströme zu schliessen. Letztlich hängen diese von den verfügbaren Gewinnen ab, welche wiederum Funktion des Geschäftsgangs und der getätigten Investitionen sind.
22 Für sämtliche Performance-Berechnungen gewählte Periode: Schlusskurs vom 2. Oktober 1998 bis Schlusskurs vom 30. Dezember 2005. Quelle: Bloomberg.