Erläuternder Bericht
Vernehmlassung 2006/19: Revision des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) · 73 Seiten
Fedlex · Erläuternder Bericht · Seite 48Fedlex · Erläuternder Bericht
Marktanteil der Suva an den versicherten Vollbeschäftigten
100%
80%
60%
40%
20%
0%
1990 1991 1992 1993 1994 1995 1996 1997 1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004
3.1.2 Herausforderungen für die SUVA
Die Entwicklung der Marktanteile der SUVA zeigt, dass das auf den industriellen Sektor beschränkte Teilmonopol der SUVA keine Garantie für einen wachsenden oder zumindest stabilen Versichertenbestand bietet. Auch für die SUVA ist die Perennität der Versicherung nicht absolut gewährleistet. Ein starker Rückgang der Versichertenbestände führt zwar grundsätzlich zu keinen Problemen in der Garantie der versicherten Leistungen, wenn dafür die nötigen Rückstellungen gebildet worden sind. Weil aber die Teuerungszulagen für die Renten, falls die Zinsüberschüsse aus den Kapitalrückstellungen nicht ausreichen, auch im Umlageverfahren, also durch die heute versicherten Personen finanziert werden müssen, kann ein starker Rückgang der Versicherten bei gleichzeitig hohen Beständen an Rentnern zu einer starken Belastung der aktuell Prämien zahlenden Personen führen. Für die SUVA stellt dies eine besondere Herausforderung dar, weil sie noch einen hohen Bestand an Rentnern aus der Zeit vor dem Inkrafttreten des UVG hat, welchen sie die Teuerungszulagen ebenfalls nach den Regeln des UVG auszurichten muss. Mit der Zeit wird sich dieser im Vergleich zu den übrigen Versicherern bestehende Nachteil aber ausgleichen, wenn bei den übrigen Versicherern aus der langjährigen Durchführung der obligatorischen Unfallversicherung ebenfalls hohe Bestände an Rentnern bestehen. Zusätzliche Herausforderungen in der Finanzierung können sich auch durch Änderungen der Rechnungsgrundlagen (höhere Lebenserwartung, Senkung des technischen Zinsfusses) ergeben.
Trotz der Aufteilung des Marktes durch das Teilmonopol der SUVA besteht vor allem im Bereich der Nichtberufsunfall-Prämien eine Konkurrenzsituation mit den übrigen Versicherern. Hier ergeben sich für die SUVA Nachteile, weil auf Grund der körperlichen Arbeit im sekundären Sektor auch bei Freizeitunfällen die Auswirkungen auf die Dauer der Arbeitsunfähigkeit und das Invaliditätsrisiko grösser sind als im tertiären Sektor. Dies hat unter anderem dazu geführt, dass die