Erläuternder Bericht
Vernehmlassung 2006/22: Gesamtschau FinöV · 138 Seiten
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Abbildung 6: Investitionen ZEB (Preisstand 2005), Angaben approximativ
Raum Westschweiz, Mittelland, Nordwestschweiz (vgl. Anhang 12)
In den Korridoren Genève – Lausanne – Biel/Bern/Wallis, Biel – Olten/Basel und Bern – Berner Oberland/Wallis sind Ausbauten in der Höhe von rund 1 Milliarde Franken vorgesehen. Die Kapazität der Gleisanlagen in den Bahnhöfen Lausanne und Bern sowie der Strecken Lausanne – Rennens und Bern – Thun (inkl. Wylerfeld) soll erhöht werden. Zudem sind Massnahmen zur Beschleunigung der Strecken von Lausanne ins Wallis, nach Biel – Olten/Basel sowie Richtung Bern geplant. Auf dem Abschnitt Bern – Lausanne wurde mit dem Tunnel Vauderens ein Teil der ursprünglich geplanten Neubaustrecke Vauderens – Villars-sur-Glâne im Rahmen von Bahn 2000 1. Etappe realisiert. Auf den grösseren Teil dieser Neubaustrecke kann verzichtet werden, weil die nötige Beschleunigung mit dem Einsatz von Neigezügen realisiert werden kann. Zwischen Bern und Thun ist eine Verkürzung der Zugfolgezeiten und zwischen Spiez und Interlaken der Bau einer Doppelspurinsel vorgesehen.
In den Korridoren Olten – Aarau – Zürich resp. Olten – Basel sind Investitionen im Umfang von knapp 2 Milliarden Franken geplant. Die Verkehrsströme in Olten Nord und Olten Ost sowie beim Adlertunnel auf der Seite Liestal sollen niveaufrei entflochten werden. Auf der Strecke Olten – Aarau – Zürich wird durch den Eppenbergtunnel (Däniken – Schönenwerd) und den Chestenbergtunnel (Rupperswil – Gruemet) ein durchgehendes 4-Spursystem Olten – Gruemet geschaffen.
Der Abschnitt Rupperswil - Gruemet und der Bau des Eppenbergtunnels stellen die grössten Einzelinvestitionen im Rahmen von ZEB dar. Daher wird ihr Nutzen hier nochmals in grösserem Detail dargelegt:
Mit der Zukünftigen Entwicklung der Bahninfrastruktur ZEB wird sowohl auf der Achse Zürich - Bern - Lausanne, als auch auf der Jurafusslinie eine massive Beschleunigung der Reisezüge möglich. Diese wird einerseits durch den Einsatz von Neigezügen, andererseits durch Streckenausbauten erreicht. Um das Nachfragewachstum im Kernnetz auffangen zu können und um eine attraktive Erschliessung der Mittelzentren sicherzustellen, ist eine gezielte Verdichtung des Fahrplans nötig.
So ist vorgesehen, dass sowohl auf der Strecke Zürich - Bern, als auch auf der Relation Zürich
- Biel je ein zusätzlicher Zug verkehrt. Hinzu kommen die Kapazitätsansprüche des bereits früher zu realisierenden Halbstundentakts Zürich - Basel und eine Erhöhung der Kapazität für den Güterverkehr im Zulauf zum Rangierbahnhof Limmattal. Dies sind zentrale Elemente des Kernangebotes von ZEB.
Diese Verkehre überlagern sich auf der Strecke zwischen dem Limmattal und Olten. Die Abschnitte Däniken - Aarau/Wöschnau und Rupperswil - Mellingen/Gruemet sind gegenwärtig mit ihrer Doppelspur Engpässe in diesem ansonsten vierspurig ausgebauten Kernstück des Netzes. Ohne weitere Infrastrukturmassnahmen sind auf diesem Korridor keine zusätzlichen Angebote mehr möglich.
Mit dem Eppenbergtunnel (Abschnitt Däniken - Aarau/Wöschnau) und der Strecke Chestenberg (Abschnitt Rupperswil - Mellingen/Heitersberg) wird einerseits die Kapazität für die zusätzlichen Züge des Kernangebots von ZEB geschaffen. Andererseits werden die für die Beschleunigung am Jurafuss notwendigen Fahrzeitgewinne realisiert (v.a. für die Relation