Ergebnisbericht

Vernehmlassung 2007/106: Revision des Raumplanungsgesetzes · 66 Seiten

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4.5.4.4 Art. 47 Bauverpflichtung

Die Bauverpflichtung gab Anlass zu kontroverser Beurteilung.

Grundsätzlich zustimmend äusseren sich: AG, GE, NE, NW; GdeV, SAB, SSV; GLP; SGB; AGBV, Agora, alb, AWS, Bevaix BVSZ, CAJB, ENHK, FSU, JLwK, Lausanne, LBV, MV, Prométerre, SBLV, SBV, SHS, SOBV, suissemelio, uniterre, VLP, zbb, ZGBV, ZMP, Zürich.

Abgelehnt oder kritisch beurteilt wird die Bestimmung von BL, BS, FR, LU, SG, VD, VS; sgv, SBVg; bauenschweiz, BPUK, CCIG, coop, CP, CS, FER, FRI, HEV, KGL, KVP, SAV, SBauV, SBB, SBK, SMU, SVIL, svit, VIV, VSE, VSEI, VSLG.

Verschiedene Vernehmlasser unterstützen zwar das Anliegen, Bauland verfügbarer zu machen, bezweifeln aber, ob die Bauverpflichtung das richtige Instrument sei (bauenschweiz, GdePräsSG, KGL, SMU, VSEI).

Die Voraussetzungen, unter denen das Gemeinwesen von der Bauverpflichtung Gebrauch machen kann, werden unterschiedlich beurteilt. Verschiedene Vernehmlasser möchten den einen oder andern Buchstaben streichen: Streichung von Buchstabe a (SHS); Streichung von Buchstabe b (sgv; MV); Streichung von Buchstabe c (SGB; ENHK, MV).

Lausanne möchte eine strengere Regelung, FSU zusätzlich eine minimale Ausnützung.

Verschiedene Vernehmlasser halten dafür, die Bauverpflichtung nicht voreilig, sondern erst nach Mahnung des Grundeigentümers einzusetzen (SAB; SBV; AGBV, JLwK, SBLV, VSGP).

Einige Vernehmlasser weisen darauf hin, dass es legitime Gründe (z. B. Landreserven für Betriebserweiterungen) geben könne, ein Grundstück nicht zu überbauen (AG; sgv; bauenschweiz, GdePräsSG, KGL, Prométerre, SBauV, SIHK, SMU, svit, VLP, VIV, VSEI) .

Einige Vernehmlasser befürchten Rechtsstreitigkeiten; Vereinfachungen bzw. tiefere Hürden könnten dem vorbeugen (AG; Grüne CH; SGB; biosuisse, FSU, greenpeace, Hausverein, pro natura, SL).

Verschiedene Vernehmlasser möchten Absatz 3 streichen (GE; La-Chaux-de-F; FSU, VLP) oder zumindest dessen zweiten und dritten Satz (MV, Zürich).

4.5.5 Kulturlandzonen, Allgemeines

4.5.5.1 Allgemeine Bemerkungen

Skeptisch bis ablehnend zum Konzept der Kulturlandzonen, namentlich auch bezüglich der Handlungsspielräume der Kantone, äussern sich BS, FR, GE, GR, JU, NE, OW, SG, SO, TG, TI, UR, VD, VS; SVP, SP, GLP, Grüne CH; SSV; SBV; AGBV, Agora, aefu, agridea, alb, AWS, bgs, biosuisse, BPUK, Bündner Planerkreis, BVSZ, BZS, CAJB, coop, eawag, EKL, ENHK, FBS, Forum Landschaft, FRR, FSU, GdePräsSG, greenpeace, GSR, Hausverein, JLwK, KGL, KPK, LDK, LOS, Metropole, NIKE, NJCA, PräsKKVA, pro natura, pusch, Rheinaubund, RZU, SAV, SBauV, SBK, SGBV, SGS, SHS, SL, SMP, STS, SVIL, SVS, ufs, uniterre, UPIAV, vbu, VCS, VLP, vogelwarte, wandern, WSL, WWF, zbb, ZGBV, ZHBV, Zürich, Pestalozzi.

Grundsätzlich begrüsst wird die neue Regelung, vor allem bezüglich der vorgeschlagenen Vereinfachungen, von BE, FR, GL, NE, VD; GdeV, SAB; sgv; bauenschweiz, hotelleriesuisse, KGL, LDK, SMU, VSEI.

Die Abgrenzung zwischen Bauzone und Nichtbauzone wird begrüsst von AR, SZ; SVIL.

Verschiedene Vernehmlasser halten dafür, dass die neue Konzeption und die zusätzlichen Handlungsspielräume der Kantone solange nicht abschliessend beurteilt werden können, als die Ausführungsbestimmungen des Bundesrates noch nicht vorliegen (BE, SG; agridea, BSLA, SOV). Einzelne befürchten, dass schliesslich weniger Handlungsspielräume resultieren (BE; BPUK).

Einige Vernehmlasser monieren, dass man in Zukunft für jedes Grundstück ausserhalb der Bauzonen nicht nur das Bundesrecht, sondern auch das kantonale und kommunale Recht konsultieren müsse (BE, UR; GrüneCH; aefu, biosuisse, greenpeace, Hausverein, pro natura, Rheinaubund, SAV, SL, SVS, vbu, VCS, vogelwarte).

ZH und sgv sehen es als vordringlich an, dass die Bestimmungen zum Bauen in der Landwirtschaftszone wieder übersichtlich geregelt werden. Eine Vereinfachung, nicht aber eine Lockerung wird auch angeregt von Grüne CH; Hausverein, pro natura, SL, SVS.