Ergebnisbericht

Vernehmlassung 2007/106: Revision des Raumplanungsgesetzes · 66 Seiten

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GR, JU und NW weisen darauf hin, dass die vorgeschlagene, dem geltenden Recht entsprechende Regelung die Raumordnung schwierig mache.

Für BL ist der Absatz verwirrend: Entweder ist der Wald aus der Raumplanung auszuklammern oder er ist zu integrieren. Die KBNL möchte präzisieren, dass trotz Waldgesetz auch Waldareale dem Raumentwicklungsgesetz unterstehen.

NW und SO hinterfragen den absoluten Schutz des Waldes.

BS verlangt für Rodungen ohne Wiederaufforstung am selben Ort ein Nutzungsplanverfahren.

Einzelne Vernehmlasser halten dafür, dass die Thematik nicht auf die Kulturlandzonen beschränkt werden sollte (GE, VD, ZG; err, Lausanne, Waldwirtschaft).

BVSZ, LBV, zbb und ZGBV möchten Anlagen mit sachlichem Bezug zu Wald und Holz als zonenkonform zulassen. OW möchte dies für nur kleinere holzverarbeitende Betriebe.

CHGEOL und err schliesslich beantragen, Gewässer - analog dem Wald - durch die Gewässerschutzgesetzgebung zu umschreiben und zu schützen.

4.5.5.3 Art. 49 Fruchtfolgeflächen Allgemeine Bemerkungen

Die Aufnahme der Fruchtfolgeflächen (FFF) ins Gesetz bzw. deren besseren Schutz wird von etlichen Vernehmlassern begrüsst (AG, BL, GL, NE, NW, SG; SP, EVP, GLP, GrüneCH; GdeV; SBV; aefu, Agora, agridea, alb, AWS, bgs, biosuisse, BVSZ, BZS, CAJB, coop, Forum Landschaft, greenpeace, Hausverein, HSR, LBV, LOS, Metropole, pro natura, Rheinaubund, SBLV, SGBV, SGS, SHS, SKBV, SMP, SMU, SL, suissemelio, SVS, uniterre, vbu, VCS, VKMB, vogelwarte, VSGP, VSLG, WSL, WWF, zbb, ZGBV, ZHBV, ZMP; Schüpbach).

Viele Vernehmlasser beantragen, zusätzlich zu den FFF auch die guten Grünlandflächen bzw. die gesamte Kulturlandfläche zu schützen (TG; GrüneCH; SBV; AGBV, aefu, biosuisse, BZS, greenpeace, FVPFL, FVPL, Hausverein, JLwK, LOS, Metropole, pro natura, Rheinaubund, SBLV, SGBV, SL, SMP, SOV, SVIL, SVS, vbu, VCS, vogelwarte, VSGP, WWF, ZHBV; Lüscher).

Vereinzelt wird die Streichung der Bestimmung beantragt (err, GdePräsSG). SZ steht der neuerlichen Normierung der FFF skeptisch gegenüber. Die KPK lehnt die Aufnahme der FFF ins Gesetz solange ab, bis die noch offenen Fragen, z. B. wie die durch den Bund beanspruchten FFF in die Beurteilung miteinzubeziehen seien, beantwortet sind.

Einzelne Vernehmlasser, die den Bestrebungen, die FFF besser zu schützen, grundsätzlich positiv gegenüberstehen, fordern eine stärkere Inpflichtnahme der Kantone, klarere gesetzliche Vorgaben bezüglich der Inanspruchnahme von FFF oder die Klärung heute noch offener Fragen (AG, FR, JU, TI, VD; Forum Landschaft, Lausanne, SHS).

Der Vorschlag, die FFF künftig auf Stufe Nutzungsplan zu schützen, wird vereinzelt begrüsst (UR, ZG), von TI und der KPK indessen als unrealistisch beurteilt.

Einige Vernehmlasser fordern für die FFF einen Schutzstatus analog dem Waldareal (TG; SBV; AGBV, agridea, BVSZ, FBS, Geosuisse, JLwK, SOBV, suissemelio, zbb, ZGBV, ZHBV).

Die VKMB verlangt, dass die Gesamtfläche der FFF im Gesetz festgeschrieben wird, und zwar in der Höhe von 450'000 ha plus 50'000 ha Reserve.

Absatz 1

GL weist darauf hin, dass unklar bleibt, welche Massnahmen geeignet sind, die FFF zu schützen.

Mehrere landwirtschaftliche Organisationen möchten Absatz 1 dahingehend ergänzen, dass die Flächen auch zweckmässig bewirtschaftbar sein müssen (SBV; AGBV, FVPFL, FVPL, JLwK, LOS, SBLV, SMP, VSGP).

Gemäss BE soll die Sicherung der FFF auch weiterhin primär Sache der Gemeinden und nicht der Kantone sein. Zudem hält BE dafür, dass der Schutz der FFF mit Schutzzonen gemäss Artikel 35 Absatz 3 E-REG über das Ziel hinausschiesse.

Der RZU moniert, dass mit einem kategorischen Schutz der FFF ohne Rücksicht auf die örtlichen Gegebenheiten der Handlungsspielraum der Planung eingeschränkt werde. Die LDK fordert denn auch, die FFF durch die Ausscheidung differenzierter Schutzzonen zu sichern.