Vorlage und Bericht
Vernehmlassung 2007/115: Bericht zur Sanierung der Pensionskasse SBB · 57 Seiten
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schäftstätigkeiten der SBB spezifisch ausgewählten Pensionskassen verglichen. Ausserdem wird gezeigt, wie sich die Finanzierung der Leistung zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber aufteilt.
Die Leistungen der PK SBB werden sowohl unter der Annahme einer vollständig sanierten Vorsorgeeinrichtung (langfristige Verzinsung der Altersguthaben mit 3,5%), einer teilweise sanierten Kasse (Verzinsung 2,75%) und einer nicht sanierten Kasse (Verzinsung von 0% für die nächsten 10 Jahre, danach 2,75%21) aufgezeigt. Eine vollständig sanierte Pensionskasse verfügt über einen Deckungsgrad von 100% gemäss BVV 2 sowie über eine vollständig geäufnete Wertschwankungsreserve.
Auch für PUBLICA werden die Leistungen bei einer Verzinsung der Altersguthaben von 3,5% und bei einer Verzinsung von 2,75% gezeigt.
Keine der unterbreiteten Lösungsvarianten mit Beteiligung des Bundes führt zu einer vollständigen Sanierung der PK SBB, welche eine Verzinsung der Altersguthaben von 3,5% erlauben würde. Daher ist im Fall der PK SBB von Interesse, wie sie abschneidet, wenn die Verzinsung der Altersguthaben zum Mindestzins erfolgt oder wenn in den nächsten zehn Jahren mit einer Nullverzinsung gerechnet werden muss. In den ersten Jahren nach dem Primatswechsel wird PUBLICA die Altersguthaben mutmasslich gemäss Mindestzins verzinsen, weshalb auch in ihrem Fall diese Variante realistisch ist.
Ergebnisse Kaderszenarien
– Werden die Altersguthaben mit dem Mindestzins von 2,75% verzinst, beträgt das Ersatzeinkommen der Rente (inklusive AHV- und Überbrückungsrente) bei den Kadermitarbeitern der SBB zwischen 51% und 56% des zuletzt erhaltenen Gesamteinkommens. Der Median aller untersuchten Kassen22 liegt für die fünf Szenarien bei 54% bis 60% des letzten Einkommens und damit über dem Ersatzeinkommen der SBB-Kadermitarbeiter. Die Leistungen der PK SBB liegen auf den Rängen 8 bis 11 von 15 Platzierungen.
– Das Ersatzeinkommen der Kadermitarbeiter der SBB sinkt je nach Szenario auf 43% bis 54% des letzten Gesamteinkommens, wenn die Altersguthaben in den nächsten zehn Jahren mit 0 Prozent und anschliessend mit 2,75% verzinst werden. Diese Ersatzeinkommen liegen bis zu 11 Prozentpunkte unter dem Median. Die PK SBB belegt je nach Szenario die Ränge 11 bis 13 von 15, was klar unterdurchschnittlich ist.
– Kadermitarbeiter, die bei PUBLICA versichert sind, erzielen ein Ersatzeinkommen von 53% bis 60%, wenn die Altersleistungen mit dem Mindestzins verzinst werden. Je nach Szenario liegen die Ersatzeinkommen knapp über oder unter dem Median. Damit belegt PUBLICA die Ränge 6 bis 11 von 15.
21 Diese Variante entspricht der letzten der unter Ziffer 2.4. beschriebenen Sanierungsmassnahmen. Das Vorsorgekapital der aktiven Versicherten im Betrag von rund 4,7 Milliarden würde in den nächsten 10 Jahren statt mit dem Mindestzins von 2,75% mit 0% verzinst. Dadurch spart die PK SBB rund 130 Millionen pro Jahr, was in 10 Jahren rund 1,3 Milliarden entspricht.
22 Der Median entspricht dem Wert, bei dem 50% aller betrachteten Werte darüber und 50% darunter liegen.