Ergebnisbericht
Vernehmlassung 2007/74: Via sicura; Handlungsprogramm des Bundes für mehr Sicherheit im Strassenverkehr · 104 Seiten
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Bemerkungen, Kritiken, Vorschläge
- Der Unfallanalyse wird auf kantonaler Stufe schon seit Jahren starkes Gewicht beigemessen. Unfallschwer-
punkte werden laufend analysiert und saniert. Die Schaffung von Sicherheitsexperten würde auch auf der Stufe der Gemeinden zu zusätzlichen Schnittstellen führen. Linienorganisationen der Kantone und des Bundes verfügen bereits über ausreichende Instrumente (BL, KKPKS).
- Es werden schon genügend Statistiken geführt (FMS).
- Der Nutzen steht in keinem Verhältnis zum Aufwand (FPS, SVS).
- Verbesserungen im Bereich Forschung und Statistik werden grundsätzlich begrüsst, die Neuerungen in den
Artikeln 6a - 6d SVG jedoch abgelehnt. Eine Kooperation privatrechtlicher und öffentlichrechtlicher Stellen ist sinnvoll; diese Fragen müssten jedoch in Zusammenarbeit geklärt werden (NVB&NGF, SVV).
- Die Möglichkeit, sich an internationale Forschungen anzugliedern, wird bevorzugt (SSPB).
- Es wäre besser, die bestehenden gesetzlichen Grundlagen konsequenter umzusetzen (BUL).
Keine Stellungnahme / nicht betroffen: SAB, IRM BE, IRM BS, IRM SG, KSBS, OPTICS, ReKo BE, ReKo TG,
RVS, SchweizMobil, SFA, SFMGV, SOV, Velokonf., velosuisse, 1 Privater
3.3.5 Frage 34: Weitere Bemerkungen
Infrastruktur
- Folgende Massnahmen sind zusätzlich zu realisieren; Massnahmen gegen Kollisionen mit festen Hindernis-
sen ausserorts (hindernisfreie Räume), sicherheitstechnische Optimierung im Bereich von Autobahnanschlüssen, Sanierung von Knoten mit Unfällen beim Richtungswechsel innerorts, Überprüfung und Sanierung der Beleuchtung an ausgewählten Örtlichkeiten, Sanierung von Fussgängerquerungen, Sicherung von Querungen und Linksabbiegemanövern für den leichten Zweiradverkehr, Überprüfung und Sanierung von Knoten innerorts und ausserorts, Massnahmen zur Sanierung von Schulwegen (Schulwegkonzepte), Verbesserung der baulichen Schnittstellen zwischen öffentlichem Verkehr und Individualverkehr (bfu, VfV).
- Verkehrsberuhigungsmassnahmen wie Bäume oder grosse Steine bei Verkehrsteilern können bei kleiner
Unaufmerksamkeit zu einem grossen Schaden führen und sind deshalb nicht mehr zuzulassen (FMS).
- Bei der Gestaltung von Kreiseln ist eine einheitliche Regelung zu schaffen. Die heutigen Inseln sind oft un-
übersichtlich und führen zu höherer Verletzungsgefahr (FMS).
- Verbleibende gefährliche Bahnübergänge müssen rasch saniert werden. Die erforderlichen Mittel sind über
die Leistungsvereinbarungen mit den SBB bzw. den KTU bereitzustellen (SGV).
- Tempo-30-Zonen, durch die Buslinien führen, können bei grosser Ausdehnung zu Fahrzeitverlusten führen
und damit die Bedienungsqualität beeinträchtigen. Bauliche Massnahmen müssen den Bedürfnissen der öffentlichen Verkehrsmittel gerecht werden (VöV).
- Kinder brauchen sichere Strassen, damit sie Spielorte überhaupt selbständig aufsuchen können oder den
Strassenraum für Spiel und Bewegung brauchen können. Die Beurteilung einer Strassensituation sollte deshalb aus der Augenhöhe eines Kindes erfolgen. Bei der Planung und Umsetzung von Verkehrskonzepten sollten Kinder direkt mitwirken können. Durch die Eliminierung von Fussgängerstreifen fühlen sich Kinder unsicher und vermissen die Orientierung (Kibü BS).
- Im Sinne von sicheren und fehlertoleranten Infrastrukturen sollten auch Lehranstalten sensibilisiert werden,
damit das Sicherheitsdenken der Planer gefördert werden kann (LU).
- Einführung von separaten Busspuren würde die Verkehrssicherheit erhöhen und den öffentlichen Verkehr in
Agglomerationen flüssiger machen (sev).
Raser:
- Identifizierung der noch nicht vollständig ausgeschöpften Massnahmen im geltenden Recht und Koordination
der beteiligten Vollzugsorgane im Sinne einer klaren Sanktionspraxis (BE).
- Umsetzung des geltenden Gesetzes, z.B. lebenslanger Führerausweisentzug. Notwendige Mittel für die Prä-
vention und die Repression müssen zwingend zur Verfügung gestellt werden (SP).