Ergebnisbericht
Vernehmlassung 2007/75: Nationales Programm Ernährung und Bewegung 2008-2012 (NPEB 2008-2012) · 25 Seiten
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3.2. Stellungnahmen zu Vision, Strategie und den Zielen
Vision, Mission
Eine klare Mehrheit der Stellungnahmen unterstützt die dem NPEB zugrunde liegende Vision „Die Schweiz bietet Lebensbedingungen, in welcher Individuen, Familien und Gemeinschaften sich ausgewogen ernähren, ausreichend bewegen und dadurch ihre Gesundheit fördern“. Auch der Text der Mission wird mehrheitlich unterstützt.
Von den Kantonen und den Gemeinden, die sich zur Vision äussern (18), können sich alle grundsätzlich hinter den Text stellen. In der Stellungnahme des Kantons Basel-Land (BL) werden die Erwähnung der psychischen Aspekte von Ernährung und Bewegung, sowie die Fragen der Bewältigung der gesunden körperlichen Entwicklung in der Adoleszenz in der Vision oder Mission vermisst. Die Mehrheit der Jugendlichen sei mit dem eigenen Körper unzufrieden, was eine enge Verbindung zu den Themen Essen und Bewegen habe. Eine mögliche Ergänzung wäre auch, bei der Formulierung der Vision den Globalauftrag auf die Gemeinde und somit den unmittelbaren Lebensbereich zu delegieren (SZ). Auch dem im NPEB formulierten Text für die Mission stimmen die Kantone, die sich dazu äussern, zu. Allerdings wird darauf aufmerksam gemacht, dass der strategische Leitgedanke im zweiten formulierten Leitsatz („Folgekrankheiten aufgrund unausgewogener Ernährung und mangelnder Bewegung zu vermindern“) zwar im Gesamtkontext nachvollziehbar, jedoch schwer nachweisbar sein werde (GL). Bei den unter Punkt 3 der Mission erwähnten Angebote von Gesundheitsförderung, Prävention und Therapie genüge es nicht, diese nur „auszurichten“; vielmehr sei ein Ausbau nötig, damit die Ziele erreicht werden können (ZG).
Von den Parteien, die sich zur Vision äussern, unterstützen CVP, SP und FDP den Text. Aus Sicht der FDP müsse jedoch der freie Wille jeder einzelnen Person im Zentrum stehen: Massnahmen, welche die Bürgerinnen und Bürger zu einem bestimmten Verhalten zwingen wollen oder diejenigen Personen, die sich nicht freiwillig an den im NPEB stipulierten Grundsätzen orientieren, auf irgendeine Weise diskriminieren, seien nach liberalem Ermessen in der Schweiz nicht angezeigt. Demgegenüber führt nach der EDU die vorgeschlagene Vision im NPEB in die falsche Richtung. Die Vision müsse vielmehr der Tatsache Rechnung tragen, dass die Bevölkerung trotz sehr guter Voraussetzung für eine gesunde Ernährungsweise und sportlicher Betätigung für Einzelne und Gruppen, diese vorhandenen Möglichkeiten vorab aus Wohlstandsgründen nicht nutze. Die EDU schlägt deshalb für die Vision den folgenden Text vor: „Die Schweizer Bevölkerung erkennt die Zusammenhänge und gesundheitlichen Konsequenzen einer einseitigen Ernährung, ungenügender sportlicher Betätigung und der Risiken für Herz-Kreislauferkrankungen, hohem Blutdruck. Diabetes, usw. Sie ist informiert über die bestehenden, öffentlich zugänglichen Einrichtungen und Institutionen für sportliche Betätigung und –Gemeinschaft. Organisationen und Institutionen, welche gesunde Ernährung, sportliche Betätigung fördern und unterstützen, werden nach Bedarf öffentlich unterstützt. In den Volks-, Mittel-, Berufs- und Hoch-Schulen wird in geeigneter Weise über gesunde Ernährungs- und Lebensweise informiert. Die Krankenkas-