Ergebnisbericht

Vernehmlassung 2007/75: Nationales Programm Ernährung und Bewegung 2008-2012 (NPEB 2008-2012) · 25 Seiten

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sen fördern mit risikogerechten Prämienbonus/-malus-Systemen für die Versicherten, mit kasseneigenen Programmen mit regelmässigen, z.B. jährlichen Gesundheitschecks und entsprechenden begleitenden Ernährungs- und Gesundheits-Beratungsmodulen, eine gesundheitsbewusste Ernährungs- und Lebensweise der Versicherten, resp. der Bevölkerung“.

Von den Vertretern der Wirtschaftsverbänden und der Lebensmittelbranche, die sich zur Vision äussern, befürworten der Schweiz. Bauernverband SBV und der Schweiz. Obstverband SBV den vorliegenden Text, während ihn fial und GastroSuisse (Gs) ablehnen. Die formulierte Vision sei einerseits mit zu hohen Folgekosten verbunden und greife anderseits zu stark in die persönliche Lebensführung ein. Stattdessen beantragt Gs, die folgende Vision aufzunehmen: „Die Schweiz informiert Individuen, Familien und Gemeinschaften darüber, wie man sich ausgewogen ernähren, ausreichend bewegen und dadurch die Gesundheit fördern kann“. Die vier Punkte der Mission seien zudem zu allgemein gehalten. Sie seien so abzuändern, dass keine regulatorischen Massnahmen daraus abzuleiten wären. Es müsse sicher gestellt sein, dass der Staat nur informiere, nicht aber in die persönliche Lebensführung eingreife. Für den Schweiz. Obstverband ist die Mission des NPEB zu vage formuliert, so dass keine Stellungnahme abgegeben werden könne.

Alle 12 Fachorganisationen und die Schweiz. Arbeitsgemeinschaft der Jugendverbände SAJV, die sich zur Vision äussern, befürworten die Textversion. Die Beratungsstelle für Unfallverhütung bfu möchte die Terminologie anpassen und schlägt vor „...ausreichend bewegen…“ zu ersetzen durch „…gesundheitswirksam bewegen…“. Die SAJV unterstützt die Mission des NPEB, insbesondere Punkt 3, wo die Relevanz der Zielgruppe Kinder und Jugendliche betont wird. Es müsse aber ein zusätzlicher Fokus auf die Zielgruppen gelegt werden, welche mit den bisherigen Massnahmen nachweislich kaum oder nicht erreicht worden seien. Dies gelte insbesondere für Menschen bildungsferner Milieus sowie Menschen mit Migrationshintergrund, die schlecht in die Gesellschaft integriert seien. Die in Punkt 4 der Mission erwähnte Chancengleichheit sollte sich auch auf die Berücksichtigung der speziellen Ausgangslage dieser Zielgruppen beziehen.

Strategie und Ziele

Eine überwiegende Mehrheit der Anhörungsteilnehmer unterstützt die im NPEB verfolgte Strategie und Ziele. Von den 19 Vertretern der Kantone und Gemeinden, die dazu Stellung nehmen, unterstützen alle das gewählte Vorgehen bei der Strategie und den Zielen, teilweise allerdings mit zusätzlichen Erwägungen und Kritikpunkten. Ein Vertreter vertritt die Meinung, dass sich die eigentliche Strategie des NPEB nicht direkt erkennen lasse und aus den Abschnitten Vision, Mission, den Ziele und den Schwerpunkten abgeleitet werden müsse. Ein eigenständiger Abschnitt Strategie würde mehr Klarheit schaffen (NW). Der Kanton Basel-Stadt (BS) kann den Zielen des Programms weitestgehend folgen, weist aber auf einige Unklarheiten hin. So werde im NPEB erstmals versucht, die Zusammenarbeit und Arbeitsaufteilung zwischen BAG, BASPO und Gesundheitsförderung Schweiz in diesem Bereich zu definieren. Die vorgeschlagene Abgrenzung über die Hauptziele überzeuge aber noch nicht völlig, da sich diese zum Teil breit überschneiden. Weiter zeige der Bericht auf, wie wesentlich in diesem Prozess die verbesserte Koordination zwi-