Ergebnisbericht
Vernehmlassung 2007/75: Nationales Programm Ernährung und Bewegung 2008-2012 (NPEB 2008-2012) · 25 Seiten
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schen den einzelne Interventionsebenen auf Höhe Bund, Kantonen und Gemeinde sowie auch NGO’s seien. Die im Bericht vorgelegte Analyse gehe aber in diesem Punkt noch zu wenig weit: So würden beispielsweise nur nationale Präventionsprojekte beschrieben und keine Schlüsselprojekte aus Kantonen und Gemeinden. Damit sei die wesentlichste Umsetzungsebene nicht genügend in die bisher gemachte Analyse einbezogen. Auch der Kanton Glarus (GL) vermisst im NPEB klare und unmissverständliche Aussagen zu den finanziellen Aspekten und Verantwortungen in der geplanten Ausrichtung und Zielsetzung. Eine mit Erfolg gekrönte Umsetzung der aufgeführten Leitgedanken und Aufgaben müsse entsprechend den Grundsätzen der fiskalischen Äquivalenz an ein geeignetes Finanzierungsmodell gebunden sein. Der Kanton Schaffhausen (SH) unterstützt die Ziele und die Strategie des Programms, sowie auch die Berücksichtigung der bereits bestehenden Anbieter von Programmen und Kampagnen, hält aber Absprachen im strategischen wie im operativen Bereich zwischen BAG und Gesundheitsförderung Schweiz für äusserst wichtig. Vor allem sollte transparent werden, wer beim Thema „Gesundes Körpergewicht“ nun den Lead hat, um unnötige administrative Arbeiten zu vermeiden und sicher zu stellen, wann und wo welche Gelder an die Kantone zur Verfügung gestellt würden. Auch stelle sich die Frage, in welchem Verhältnis das NPEB zum geplanten Präventionsgesetz stehe. Der Kanton Zug (ZG) vermisst bei den Zielsetzungen insbesondere die Ausrichtung auf politische und gesellschaftliche Entscheidungsträger und verweist auf die auch im NPEB mehrfach genannte „Europäische Charta zur Bekämpfung der Adipositas 2006“, wo als erste Zielsetzung „Entschlossenheit und Führungswille auf höchster politischer Ebene und ein starkes Engagement des gesamten Staates“ genannt werde. Deshalb sollten die fünf bisherigen NPEB-Ziele mit der Zielsetzung „Lobbying“ ergänzt werden. Mehrere Kantone (NE, VD, ZH) weisen darauf hin, dass der Body Mass Index (BMI), bzw. die darauf beruhende Einteilung, ein problematischer Indikator für die Gesundheit sein könnte.
Die Parteien, die das NPEB befürworten, begrüssen mehrheitlich die gewählte Strategie und die Ziele. Für die FDP ist die Sicherstellung der nationalen Koordination ein zentrales Anliegen um Synergien zu erzielen und Doppelspurigkeiten zu vermeiden. Der im zweiten Ziel (ausgewogene Ernährung) vorgesehene Fokus auf das Ernährungsverhalten von Kindern und Jugendlichen sei aus liberaler Sicht ebenfalls wichtig. Beim Ziel 5 (Optimierung des Beratungs- und Therapieangebotes) sollte das Problem von Untergewicht und Magersucht integriert werden.
Die NPEB-Ziele und -Strategien werden von den Wirtschaftsverbänden und der Nahrungsmittel-Branche kritisch kommentiert, aber mehrheitlich positiv beurteilt. Das Centre Patronal (CP) befürwortet insbesondere eine nationale Koordination auf diesem Gebiet. Die fial findet die in Aussicht genommenen Zielsetzungen nicht überzeugend. Die nationale Koordination, die selbstverständlich wichtig sei, und der Zielbereich Therapie von Übergewicht und Essstörungen, werden eher als Massnahmen betrachtet und nicht als eigentliche Ziele. In Anlehnung an das in Deutschland verabschiedete Grundlagenpapier schlägt die fial vor, sich auf die folgenden drei einfach nachvollziehbaren und zu kommunizierenden Ziele zu beschränken: 1. Nachhaltige Verbesserung des Ernährungs- und Bewegungsverhaltens; 2. Stopp der Zunahme des Übergewichtes bei Kindern und 3. Verringerung der Verbreitung von Übergewicht und Adipositas. GastroSuisse for-