Ergebnisbericht

Vernehmlassung 2007/75: Nationales Programm Ernährung und Bewegung 2008-2012 (NPEB 2008-2012) · 25 Seiten

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Kantone

Eine Mehrheit der Kantone unterstützt das vorgeschlagene Programm Ernährung und Bewegung. Das Programm wird von keinem der 24 Kantone, die eine Stellungnahme eingereicht haben, abgelehnt. Begründet wird die Annahme des Programms in erster Linie mit gesundheitspolitischen Argumenten: „Ausreichende Bewegung und ausgewogene Ernährung sind erwiesenermassen zentrale Elemente für die Gesundheit, und der zunehmenden Übergewichtsproblematik ist aus volksgesundheitlicher und volkswirtschaftlicher Sicht höchste gesundheitspolitische Priorität einzuräumen“ (GR). Aus Sicht des Kantons BE wird vom Bund mit dem Nationalen Programm Ernährung und Bewegung ein wichtiges Signal ausgesendet: Einerseits beugen gesunde Ernährung und ausreichende Bewegung Krankheiten verschiedener Art vor und anderseits bilden gesunde Ernährung und Bewegung eine der Antworten auf die zunehmende Übergewichtigkeit der Menschen in unserem Land. Der Handlungsbedarf und die grosse gesundheitspolitische Bedeutung der beiden Themenfelder seien längst bekannt (BL). Andere Kantone betonen, dass der NPEB-Entwurf gut strukturiert, inhaltlich vollständig und sich modernen Grundsätzen der öffentlichen Gesundheit verpflichte (FR). Die Hälfte der Kantone weist darauf hin, dass sie bereits über eigene Programme auf diesem Gebiet verfügen, bzw. daran sind solche zu entwickeln (AG, BE, BL, FR, GE, GR, JU, LU, OW, NW, TG, ZG, ZH). Auch aus diesem Grund und um Doppelspurigkeiten zu vermeiden, wird eine nationale Koordination befürwortet, aber auch eine Klärung der Verantwortlichkeiten bei den verantwortlichen Stellen auf Bundesebene (BAG, BASPO und Gesundheitsförderung Schweiz) gefordert.

Gemeinden

Sowohl der Gemeindeverband SGemV und der Schweiz. Städteverband SSV unterstützen das Nationale Programm Ernährung und Bewegung, setzen sich aber für eine kohärente Politik von Bund, Kantonen und Gemeinden auf diesem Gebiet ein. In Bezug auf die kommunale Ebene fehle die strategische Ebene im NPEB noch weitgehend.

Parteien

Sechs Parteien, darunter die vier Regierungsparteien, haben Stellung bezogen: vier Parteien (FDP, SP, EVP und EDU) unterstützen das Programm, teilweise allerdings mit Vorbehalten; zwei Parteien (SVP, CVP) lehnen es aus unterschiedlichen Gründen ab.

Die FDP begrüsst insbesondere den partizipativen Prozess der Erarbeitung des Programms auf der Grundlage der WHO-Berichte. Die Berichte der WHO bezüglich der Bedeutung eines gesunden Körpergewichtes für das gesundheitliche Wohlergehen und die Vermeidung von Folgeschäden innerhalb der Gesellschaft seien unbestritten. Vor diesem Hintergrund sei es auch in der Schweiz angezeigt, dass das BAG unter Mitwirkung aller beteiligten Akteure eine adäquate Strategie erarbeite, mittels derer die Bevölkerung vermehrt für Fragen betreffend einer ausgewogenen Ernährung und der körperlichen Bewegung sensibilisiert werden könne.