Bericht Aufgabenüberprüfung
Vernehmlassung 2009/119: Konsolidierungsprogramm 2011-2013 (KOP 11/13) und Bericht zur Umsetzung der Aufgabenüberprüfung des Bundes · 51 Seiten
Fedlex · Erläuternder Bericht · Seite 11Fedlex · Erläuternder Bericht
Im Bereich Telekommunikation ist das BIT heute der zentrale Leistungserbringer für die
Realisierung und den Betrieb von Kommunikationslösungen, namentlich für die Daten- und Sprachkommunikation der Bundesverwaltung und deren Anbindung ans Internet einschliesslich von Leistungen für das Bereitschaftsnetz des VBS. Das BIT weist in diesem Bereich eine unterschiedlich grosse Fertigungstiefe aus. Es verfügt punktuell über eigene Infrastrukturen im Netz (z.B. eigene Glasfasern im Grossraum Bern). Für die meisten Strecken im Landesnetz hat das BIT Glasfasern gemietet und bezieht Dienste direkt von Providern.
Im Rahmen einer Telekommunikationsstrategie für die Bundesverwaltung prüft das EFD u.a. den Bezug von weiteren Telekommunikationsleistungen am Markt, um die Gesamtkosten zu senken. Die Strategie behandelt die Übertragungs-, Standort- und Gebäudeerschliessungs- sowie Mobil- und Auslandsnetze der Bundesverwaltung einschliesslich des Bereitschaftsnetzes des VBS. Sie berücksichtigt nach Massgabe der Geschäftsbedürfnisse auch die Integration der Telefonie und andere Zukunftsentwicklungen. In diesem Zusammenhang soll auch geprüft werden, ob mit einer Veräusserung der im Bundeseigentum stehenden Glasfasern Einnahmen erzielt werden können, welche Auswirkungen sich aus der Auflösung der langfristigen Verpflichtungen für die Miete ergeben und in welchem Verhältnis diese zu den langfristigen Kosten für den Bezug von Telekommunikationsdiensten am Markt stehen. Die Telekommunikationsstrategie soll bis Ende 2010 vorliegen. Eine Quantifizierung der Entlastungswirkung ist möglich, sobald die vertieften Analysen vorliegen.
Rechtliche Anpassungen Bundesinformatikverordnung
Meilensteine Umsetzung Entscheid Bundesrat über IKT-Sourcing-Strategie und
über Zentralisierungsvarianten: Ende 2010
Entscheid Bundesrat über Telekommunikationsstrategie: Ende 2010
E-Billing In:
̵ Start der elektronischen Rechungsverarbeitung: 2012 ̵ Flächendeckende Einführung des elektronischen Rechnungsempfangs: 2013
angestrebte Haushaltentlastung (in Mio.) 2011 2012 2013 20142015
- Zentralisierung Leistungserbringer IKT 5.0 20.0 20.0
- E-Billing In n.q. n.q. n.q.
- Telekommunikationsstrategie n.q. n.q.
1.2.3 Straffung des Portfolios bei den zivilen Bundesbauten
Das BBL verwaltet ein Immobilien-Portfolio von rund 2'700 zivilen Bauten und Objekten, davon rund 2'100 im Eigentum des Bundes. Neben den Verwaltungsgebäuden umfasst das Portfolio auch Zollgebäude, Prestigebauten wie Museen sowie die Gebäude der schweizerischen Vertretungen im Ausland. Die Massnahme sieht vor, dieses Immobilienportfolio im Rahmen verschiedener Projekte zu straffen. So sollen Wohnbauten (insb. Dienstwohnungen GWK und EDA) verkauft, die Kulturbauten (u.a. Denkmäler, Ruinen, Amphitheater) auf ihre nationale Bedeutung überprüft und gegebenenfalls verkauft, die Bauten der Auslandschweizerschulen in Rom und Catania an diese Institutionen übertragen und die Nutzung der verschiedenen Labors der Bundesverwaltung mittels einer Gesamtkonzeption optimiert werden.