Ergebnisbericht

Vernehmlassung 2009/122: Totalrevision des Alkoholgesetzes: Entwurf eines Spirituosensteuergesetzes und eines Alkoholgesetzes · 97 Seiten

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konsumentenforum (WO11) und KAPO Wallis (WO16) befürworten das Abgabeverbot an unbeaufsichtigten Automaten. Unterstützung erhalten sie von Coop (EU4) und TFAG (EU5).

Der Kanton Basel-Landschaft (K13) kann einer solchen Regelung nur zustimmen, soweit diese Automaten über eine Jugendschutzprüfvorrichtung verfügen. Der Kanton Neuenburg (K18) weist darauf hin, dass die Zulassung des Automatenverkaufs eine Angebotserweiterung darstelle, die schwierig zu überwachen sei. Für den Kanton Tessin (K26) gehen vom ambulanten Verkauf, wie ihn unter anderem die Automaten ermöglichen, grosse Risiken für die Gesundheit aus.

Ein generelles Verkaufsverbot für alle öffentlich zugänglichen Automaten legen fünf Kantone (Zürich, Schwyz, Glarus, Thurgau, Waadt) nahe.

Zwei Kantone (Bern, Tessin), unterstützt von EVP (P4), Grüne (P5), SP (P6), Hausärzte Schweiz (B5) und FMH (B20) sowie infodrog (PO3), Sucht Info Schweiz (PO4), NAS (PO5), Blauem Kreuz (PO9), FEGPA (PO10), ISPMZ (PO11), Public Health (PO12), Croix-bleue romande (PO13), AGS (PO14), fondationdépendences (PO15), LVT (PO16), Fondation O2 (PO17), Suchtprävention Zürich (PO18), SAJV (PO19), DOJ (PO21), FSKZ (PO22), StiftungStillen (PO23), CRIAD (PO24), FVA (PO25), FNA (PO26), Krebsliga (PO27), FASE (PO28), IOGT (PO30), GREA (PO31), FS (PO33), Ticino Addiction (PO34), FSP (PO35), Juvente (PO36), VBGF (PO38), REPER (PO39), Pro Juventute (PO40), VfS (PO41), bfu (WO12), SKS (WO9), FRC (WO15) und EKAL (KA1) verlangen ein Verkaufsverbot an Automaten, unabhängig davon, ob sie beaufsichtigt oder unbeaufsichtigt sind. FEGPA (PO10), LVT (PO16), FNA (PO26), GREA (PO31), FS (PO33) und Ticino Addiction (PO34) verweisen auch auf die Kosten, die eine Kontrolle der vom Bundesrat vorgeschlagenen Regelung nach sich ziehen würde. Für den Kanton Jura (K17) ist die Zulassung des Verkaufs an beaufsichtigten Automaten das Gegenteil einer effizienten Prävention.

Der SBV (W5) lehnt die Vorschrift ab.

Abs. 1 Bst. b

Das Verbot der unentgeltlichen Abgabe alkoholischer Getränke an einen unbestimmten Personenkreis vorbehältlich Degustationen unter Aufsicht befürworten 15 Kantone (Solothurn, Zürich, Genf, Luzern, Bern, Zug, Schwyz, Uri, Basel-Stadt, Schaffhausen, Neuenburg, Thurgau, Appenzell Innerrhoden, Wallis, St. Gallen), der Städteverband (D1), die Städte Kloten (SG1) und Zürich (SG5) sowie die Gemeinde Kriens (SG2). EVP (P4), SP (P6), SGB (W1), SPIRITSUISSE (B7), SOV (B10), IG DHS (B21), SSV (B23), kantonale Vertreter der Landwirtschaft (LBV, BOV, BVBB, SOBV) sowie SAPPM (PO1), Blaues Kreuz (PO9), FEGPA (PO10), Public Health (PO12), Croix-bleue romande (PO13), AGS (PO14), fondationdépendences (PO15), LVT (PO16), SGAP (PO20), StiftungStillen (PO23), CRIAD (PO24), FVA (PO25), FNA (PO26), Krebsliga (PO27), IOGT (PO30), GREA (PO31), FS (PO33), Ticino Addiction (PO34), REPER (PO39), Jubla (PO42), SJH (WO1), Swiss Olympic (WO2), konsumentenforum (WO11), bfu (WO12), KAPO Wallis (WO16), Coop (EU4) und TFAG (EU5) schliessen sich dieser Haltung an.

Nach Auffassung von SP (P6), FMH (B20), NAS (PO5), SAJV (PO19), DOJ (PO21), GREA (PO31), FS (PO33) und Ticino Addiction (PO34) muss es zulässig sein, Spirituosen auf allgemein zugänglichen Plätzen zu verkaufen, um insbesondere den einheimischen Produzenten Absatzmöglichkeiten an Märkten zu eröffnen. Auch der Kanton Wallis (K24) unterstützt die Aufhebung des für Spirituosen derzeit geltenden Verkaufsverbots auf allgemein zugänglichen Strassen und Plätzen. Damit würde die anachronistische Ungleichbehandlung von Spirituosen, Bier und Wein überwunden.

Gegenteiliger Meinung sind die Vertreter der Gastrobranche, die sich für die Fortführung eines Verkaufsverbots für Spirituosen an Wochenend- und Bauernmärkten einsetzen.