Ergebnisbericht
Vernehmlassung 2009/122: Totalrevision des Alkoholgesetzes: Entwurf eines Spirituosensteuergesetzes und eines Alkoholgesetzes · 97 Seiten
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Die Kantone Zürich (K3) und St. Gallen (K25) schlagen vor, Lockvogelangebote erst vollständig zu verbieten, wenn sie sich tatsächlich als ein Problem erweisen sollten. Der Kanton Bern (B7) setzt sich für eine schweizweit einheitliche Regelung ein und verweist auf sein Verbot der Gratisabgabe.
Die Gemeinde Kriens (SG2) verlangt eine Ausdehnung der ab 21 Uhr für Bier und Wein verbotenen Lockvogelangebote auf alle Wochentage. Die EVP (P4) kann sich eine Ausdehnung des zeitlich begrenzten Lockvogelverbots im Minimum auf den Donnerstag bzw. auf alle Wochentage vorstellen. Zudem soll die Beschränkung auch für den Einzelhandel gelten.
Wegen fehlender Verfassungsgrundlage für die Regulierung von Bier und Wein beantragen AWMP (W3), SGV (W4), SBV (W5) und Centre Patronal (WO3) die Streichung von Abs. 2. Gleiches verlangen HandelSchweiz (B6), SOV (B10), VELEDES (B16), hotelleriesuisse (B19), SSV (B23), Prométerre (KB1), Vertreter der Gastro- und der Weinbranche, kantonale Vertreter der Landwirtschaft und Brenzer Kirsch (WO10).
HANDELSCHWEIZ (B6), hotelleriesuisse (B19) und die Vertreter der Gastrobranche betonen, dass übermässiger Alkoholkonsum ausserhalb des Gastgewerbes stattfinde. Zudem sei Wein davon nicht betroffen. Prométerre (KB1) schliesst sich dieser Sichtweise an: Das Verbot von Happy-Hours führe zu einer einseitigen, unsachlichen Beschränkung des Gastgewerbes bzw. der persönlichen Freiheit von Erwachsenen und sei nicht nötig. Auch für hotelleriesuisse (B19) ist Abs. 2 zu wenig zielführend und bietet lediglich eine Scheinlösung.
Art. 8 Abgabebeschränkungen für alkoholische Getränke im Einzelhandel
Der Kanton Tessin (K26) schlägt vor, dass die Kantone im öffentlichen Interesse weitere Abgabebeschränkungen vorsehen können.
VSG (B14), SBV (B15) und Vertreter der Weinbranche (SWBV, SVSW, IVN, GOV) erachten den ganzen Artikel als überflüssig, da geltendes Recht wiederholt würde.
Abs. 1
15 Kantone (Solothurn, Zürich, Genf, Luzern, Bern, Zug, Schwyz, Uri, Basel-Stadt, Schaffhausen, Neuenburg, Thurgau, Nidwalden, Wallis, St. Gallen), GDK (K2), die Städte Kloten (SG1) und Zürich (SG5) sowie die Gemeinde Kriens (SG2) befürworten das Abgabeverbot für Spirituosen an unter 18-jährige bzw. an unter 16-jährige für Wein und Bier. Gleicher Meinung sind SBV (W5), HANDELSCHWEIZ (B6), SPIRITSUISSE (B7), SOV (B10), EV (B11), AWS (B12), VELEDES (B16), IG DHS (B21), SSV (B23), santésuisse (B35) und kantonale Vertreter der Landwirtschaft (LBV, BOV, BVBB und SOBV) sowie SAPPM (PO1), infodrog (PO3), Pro Familia (PO6), FEGPA (PO10), Public Health (PO12), AGS (PO14), fondationdépendences (PO15), LVT (PO16), SAJV (PO19), SGAP (PO20), StiftungStillen (PO23), CRI-AD (PO24), FVA (PO25), FNA (PO26), Krebsliga (PO27), GREA (PO31), FS (PO33), Ticino Addiction (PO34), REPER (PO39), Pro Juventute (PO40), Jubla (PO42), SJH (WO1), Swiss Olympic (WO2), Centre Patronal (WO3), konsumentenforum (WO11), KAPO Wallis (WO16), EKAL (KA1), EKKJ (KA2), Coop (EU4) und TFAG (EU5).
Gemäss Städteverband (D1) können sich verschiedene Städte mit einer abgestuften Regelung des Abgabealters einverstanden erklären. Auch die EVP (P4) begrüsst ein gestuftes Abgabealter, damit ein verantwortungsvoller Umgang mit Alkohol schrittweise gelernt werden kann.
Der Kanton Bern (K7) wünscht eine schweizweit einheitliche Regelung des Abgabealters.
Während der Kanton Graubünden (K9) die Prüfung eines Abgabealters 18 für alle alkoholischen Getränke anregt, sprechen sich die Kantone Solothurn (K1) und Nidwalden (K21) für ein einheitlich geregeltes Abgabealter. Unterstützt werden sie vom Kanton Neuenburg (K18),