Ergebnisbericht
Vernehmlassung 2009/122: Totalrevision des Alkoholgesetzes: Entwurf eines Spirituosensteuergesetzes und eines Alkoholgesetzes · 97 Seiten
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Brenzer Kirsch (WO10) spricht sich gegen weitergehende kantonale Massnahmen aus und IG Freiheit (WO8) verweist auf die abschliessende Kompetenz des Bundes gemäss Verfassung.
[Weitere Stellungnahmen zur Kompetenzverteilung zwischen Bund und Kantonen sie-
he Ziff. 4.4.3]
Art. 4 Werbung für die übrigen alkoholischen Getränke
Mit den für die übrigen alkoholischen Getränken geltenden Werbebeschränkungen einverstanden erklären sich im Grundsatz elf Kantone (Solothurn, Zürich, Genf, Bern, Graubünden, Schaffhausen, Thurgau, Nidwalden, Appenzell Innerrhoden, Wallis, St. Gallen) sowie die Stadt Kloten (SG1) und der SGB (W1). Ebenfalls einverstanden erklären sich HAN-
DELSCHWEIZ (B6), IG DHS (B21), LBV (KB5), SOBV (KB17), SGAP (PO20), Jubla (PO42), SJH (WO1), Swiss Olympic (WO2), Centre Patronal (WO3), konsumentenforum (WO11) und Coop (EU4).
SKS (WO9) und FRC (WO15) begrüssen, dass Jugendliche nicht als Konsumierende dargestellt werden dürfen. Auch die die vorgeschlagene örtliche Werbebeschränkung begrüssen sie, betonen aber, dass diese Massnahmen nicht ausreichen würden.
Aus Sicht des Jugendschutzes als ungenügend erachtet auch Sucht Info Schweiz (PO4) die Werbebestimmungen. Ähnlich argumentieren NAS (PO5), FEGPA (PO10), ISPMZ (PO11), LVT (PO16), SAJV (PO19), DOJ (PO21), FNA (PO26), Krebsliga (PO27), KiM (PO29), IOGT (PO30), GREA (PO31), FS (PO33), Ticino Addiction (PO34), FSP (PO35) und VBGF
(PO38). Nach Meinung von FEGPA (PO10), LVT (PO16), FNA (PO26), GREA (PO31), FS (PO33) und Ticino Addiction (PO34) darf Alkohol nicht mit kulturellen Identifikationssymbolen beworben werden. Für FMH (B20) sind die Werbebestimmungen für Wein und Bier «lasch».
Strengere Werbebestimmungen für die Bier und Wein wünschen – mit Unterstützung der GDK (K2) – zehn Kantone (Freiburg, Luzern, Zug, Schwyz, Uri, Basel-Stadt, Basel-
Landschaft, Glarus, Neuenburg, Waadt). Auch der Kanton Wallis (K24) könnte sich strengere Vorschriften vorstellen, will sie jedoch auf den Jugendschutz ausgerichtet wissen.
Die Gemeinde Kriens (SG2) sowie die Stadt Zürich (SG5) verlangen eine Regelung auf dem für Spirituosen geltenden Niveau. Der Städteverband (D1) schliesst sich dieser Forderung an. Sucht Info Schweiz (PO4), Pro Familia (PO6), ISPMZ (PO11), Public Health (PO12),
fondationdépendences (PO15), LVT (PO16), Suchtprävention Zürich (PO18), FSKZ (PO22), FNA (PO26), KiM (PO29), GREA (PO31), FS (PO33), Ticino Addiction (PO34), FSP (PO35), VBGF (PO38) und VfS (PO41) verlangen deshalb, Art. 4 zu streichen und Bier und Wein in den Anwendungsbereich von Art. 3 zu stellen. Auch Grüne (P5), SP (P6), Hausärzten
Schweiz (B5), bfu (W12) und EKAL (KA1) plädieren für eine entsprechende Lösung, wobei die SP (P6) eine Ausnahme für die Werbung auf einsehbarem privatem Grund zulassen möchte.
Wegen fehlender Verfassungsgrundlage für die Regulierung von Bier und Wein beantragen economiesuisse (W2), AWMP (W3), SGV (W4) und SAV (W6) sowie AWS (B12), SW (B13), VSG (B14), SBV (B15), VELEDES (B16) und IG Freiheit (WO8) eine ersatzlose Streichung von Art. 4.
Der SBV (W5) lehnt verschärfte Werbebestimmungen für Bier und Wein ab und verlangt eine liberale, auf den Jugendschutz fokussierte Ausgestaltung der entsprechenden Bestimmungen.